Der Gorilla bekommt ja nichts mit. Sitzt an den Grabstein gelehnt und hofft auf Besucher*innen. Die Sonne scheint und so gehe ich bei ihm vorbei, spazieren gehen ganz allein ist ja noch erlaubt. Als ich ihm berichtet habe was gerade los ist in der Welt, starrt er mich verschreckt und ängstlich an.
Wie geplant war am Montag mein erster Fastentag. Im Büro war viel zu tun und so verging der erste Tag recht schnell. Nur am späten Nachmittag bekam ich Kopfschmerzen die bis zum Abend andauerten. Das ist manchmal so, vermutlich durch den Kaffee – Entzug. War aber auszuhalten. Leider kam ich zu spät für den Yoga – Kurs von der Arbeit.
Zum Wochenstart gab es Sonnenschein, den ich sogar genießen konnte weil ich schon früh zu Hause war. Später bin ich noch zum Yoga gefahren und am Abend gab es Netflix. Zu viel Netflix. Deshalb hab ich mir eine Pause vorgenommen.
Die ersten zwei Arbeitstage der Woche waren lang und mit viel sitzen verbunden. Viel sitzen ist nicht so meins. Deshalb habe ich am Dienstag mein Rad nach der Arbeit geschoben und bin von der Nordstadt nach Wehlheiden gelaufen. Dabei hab ich sehr getrödelt und so hat der Heimweg eine ganze Stunde gedauert. Schön war das.
Neu auf dem Balkon ist die dunkelrote Schneerose. Ich hatte sie Weihnachten im kleinen Blumenladen bewundert, weil meine Hände aber voller Geschenke waren, ist sie im Laden geblieben. Am Dienstag hatte ich die Hände frei und hab mir ein Geschenk gemacht.
Weil für Montag wilder Wind angesagt war und sogar eine Menge Kinder deshalb schulfrei hatten, bin ich mal mit der Straßenbahn zur Arbeit gefahren. Das war ganz schön. Trotzdem macht Fahrrad fahren mehr Spaß und deshalb fahre ich am späten Nachmittag mit dem Rad zum Yoga.
Obwohl ich am Montagmorgen, nach der Krankheitswoche, keine richtige Lust auf die Arbeit hatte, läuft alles ganz gut und auch relativ entspannt. Und es war wunderbar, am Nachmittag endlich mal wieder echten Yogaunterricht zu bekommen.
Neulich überlegte die Nachbarin in meiner Gegenwart laut, wohin ihre Urlaubsreise gehen sollte. “Nach Marokko!” rief ich sogleich. Nun reist sie also in ein paar Wochen nach Marokko und ich bleibe neidisch hier sitzen. Und während ich sämtliche Fotoalben, Reiseführer und Bildbände die ich besitze nach nebenan in ihre Wohnung trage und versuche möglichst viele ihrer Fragen zu beantworten, wird meine Sehnsucht immer größer. Und als ich ihr von all den schönen Orten erzähle fällt mir ein, dass ich hier doch mal einen Post über den Friedhof in Essaouira begonnen hatte. Zwei Jahre ist das her. Kann ich ja mal fertig machen den Post.
Wie am Tag zuvor geplant, fahre ich am Montag nach der Arbeit nach Hause und bleibe dort lesend und bloggernd auf dem Sofa sitzen bis ich von dort ins Bett hinüber wechsele.