Vor zwei Wochen sah es fast überall in der neuen Wohnung noch aus wie oben auf dem Foto. In fast jedem Zimmer lag Werkzeug in größeren oder kleineren Mengen herum und auf den schon vorhandenen Regalen standen kleine Schüsselchen, Tassen oder Untertassen mit Schrauben, Nägeln und Dübeln.
Während die Arbeitswoche im Sommerferienmodus, also recht entspannt, dahindümpelt, bin ich weiterhin mit Umzug beschäftigt. Dabei werde ich leider vom Handwerker ausgebremst, der hinter meinem Wunschtempo, nämlich dalli dalli, etwas hinterher hinkt.
Auch in dieser Woche hatte ich nur die Umzugsveränderung im Kopf. Na ja, nicht ganz. Es gab auch noch einen großen Bürostreit den ich angezettelt habe. Leider auch noch schriftlich. Soll man ja nicht machen, weiß ich schon, war aber aus Gründen nicht anders möglich. Dachte ich zumindest. Glücklicherweise gab es danach schon Worte, Erklärungen und Vergebung mit einer Betroffenen. Mit der anderen Person leider noch nicht, wird aber folgen. Dabei streite ich noch nicht mal gerne. Eigentlich finde ich Streit immer schrecklich und fühle mich fürchterlich. Nichtsdestotrotz finde ich es gut und richtig zu streiten und denke manchmal ich streite viel zu wenig. Also mache ich mich jetzt auf, um etwas besser streiten zu lernen.
Nachdem ich am Dienstag von den 4 Tagen am See zurück kam und so über die vor mir liegende Woche nachgedacht habe, ist mir eingefallen, dass die Woche nur zwei Arbeitstage für mich hat. Den Ausflug nach Frankfurt hatte ich ganz vergessen. Und mit der Vorfreude auf Freitag verflogen die zwei Tage im Büro noch schneller.
Um sogleich die aufgekommenen Fragen zu beantworten: 1. Die Wohnung, die mir angeboten wurde ist nicht etwa irgendwo in Kassel oder sogar in einem anderen Ort, sondern einfach nur direkt über meiner momentanen Wohnung (da dürfen jetzt alle ruhig die Augen verdengeln und “Ach sooooo” denken). Sie ist aber, wie ich finde, die schönste Wohnung im ganzen Haus, denn sie hat zur Straße den Blick in die Baumwipfel vom Baum, in den ich auch jetzt schon schaue, aber eben nicht in die Wipfel und auf dem Küchenbalkon den Blick nicht direkt gegen die graue Supermarktwand sondern schräg daran vorbei. Und was besonders schön ist: Sie hat drei Stunden mehr Sonne und Licht. Sowieso ist sie viel heller, schön weit oben ( 2 Stock, es gibt nur 3 Stockwerke plus Erdgeschoß), ich wollte schon immer mal sehr gerne weit oben wohnen und sie ist tiptop renoviert. Leider ist sie natürlich auch teurer. Jedenfalls denke ich da jetzt dauernd dran herum. Viel Zeit werde ich dazu nicht haben, weil sie zum 1. Juli fertig sein wird. Ich hätte mich, falls ich mich dafür entscheide, vom Erdgeschoß rechts in den 1. Stock, zurück ins Erdgeschoß links und wieder in den 1. Stock und nun dann in den 2 Stock nach oben gearbeitet. In den dritten Stock möchte ich nicht, denn dort gibt es keine hohen Wände mehr und Stuck ist auch nicht unter der Decke.
Die Kollegin hat vor vielen Wochen behauptet, ich würde meine Tulpen nur deshalb nicht wegwerfen, damit ich sie im vertrockneten Zustand unentwegt fotografieren kann.
Die Woche beginnt mit Hals- und Kopfschmerzen und kalt ist mir auch. Trotzdem fahre ich ins Büro. Dort wird es schlimmer statt besser. Deshalb sage ich meinen Termin ab, erledige noch ein paar Dinge und fahre um 12 Uhr wieder nach Hause.
Pfingstmontag mit schönstem Sommerwetter. Ich fahre schon um halb 10 los, damit ich vor den vielen Menschen die ich an einem Feiertag erwarte, am Bühl in Ahnatal Weimar ankomme. Das stellt sich als eine wirklich weise Idee heraus. Außer mir sind schon einige Menschen da, aber ich habe noch 1 Stunde lang einen recht leeren See zum schwimmen, bevor es so voll wird, dass ich um halb 12 wieder meine Sachen packe. Den Rest des Tages verbringe ich lesend, bloggernd und rumlungernd auf dem Balkon.