Schlagwort: Marseille 2018

In der Seifenwerkstatt

So unscheinbar sieht sie aus, die Seifenwerkstatt. Deshalb bin ich auch zuerst daran vorbei gelaufen. Und auch im Inneren verbirgt sich ein eher kleiner Verkaufsraum, der aber mit einer großen Menge verschiedenster Seifen gefüllt ist. An der Rückwand des kleinen Raumes ist ein großes Fenster durch das man in eine Art Büro und die dahinter liegende Werkstatt sehen kann. Ich frage die freundliche Frau hinter der Theke nach einer Besichtigung und erfahre, dass die nächsten Besichtigungen um 15:00 und um 16:00 Uhr sind. Es ist erst 12:00 Uhr, also kehre ich in zwei Sunden wieder zurück.

Kurz vor 15:00 Uhr hat sich schon eine kleine Gruppe versammelt. Draußen wird der Himmel immer dunkler und die ersten dicken Regentropfen fallen. Und dann beginnt ein richtiger Wolkenbruch. Ganz schnell wird das Garagentor heruntergelassen, ich wundere mich ein wenig und denke mir „Oh und nun sind wir zwar hier drin, aber es kann auch niemand sonst mehr hinein, seltsam“. Dann sehe ich aber, dass der obere Teil vom Garagentor große Fenster hat und rechts ist sogar eine Tür. In die Tür, kommt ein Keil damit sie nicht zu fällt. Praktisch das alles. Draußen stürmt es und die Blätter wirbeln durch die Luft.

Und wir stehen drin und schauen zu.

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Dienstag, 9. Oktober 2018 – Au revoir Marseille

Ich schaue mit der Nachbarskatze nach oben in den Himmel. Ob es Regen gibt? Oder fliegt dort eine Taube entlang? Die Mitbewohnerin der grauweissen Katze starrt mich an. Ich hab‘ doch auch keine Ahnung wie das Wetter wird.

Ich trinke Kaffee während andere Arbeiten. Und bin dabei etwas wehmütig denn es ist ja mein letzter Tag. Zuerst fremdeln und dann nicht weg wollen.

Sind die nicht schön? Ich könnte allerdings nicht darin laufen.

Zum Ashtanga Yoga gehe ich nicht denn das macht mir Angst. Übe ja jeden Morgen auf der Matte vor meinem Bett.

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Montag, 8. Oktober 2018 – Cour Julien oder auf dem Weg zur Seifenfabrik

Jeden Morgen wenn ich um die Ecke gehe, sehe ich zuerst die Palmen vom Place Castellane. Diesmal sind ein paar Wolken am Himmel und Regen und Gewitter war angekündigt. Davon ist aber noch nichts zu bemerken. Die Schulkinder bzw. Schuljugendlichen sitzen noch gemütlich auf der Mauer im Sonnenschein. Ich hole mir einen Kaffee und setze mich daneben.

Ich will ins Viertel Cour Julien, denn dort gibt es eine kleine Seifenfabrik. Oder klingt Seifenmanufaktur besser? Es geht eine lange, steile Straße hinauf. Als ich mich umdrehe habe ich ein schönes Istanbul Déjà-vu.

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Samstag, 6. Oktober 2018 – Ein langer Spaziergang, eine Demonstration mit viel Musik und ein weiter Weg nach Hause

Für den zweiten Tag hatte ich mir einen Spaziergang über den Friedhof Saint – Pierre überlegt. Auf dem Weg dort hin bin ich an diesem Panda vorbei gekommen den ich schon aus Istanbul kenne.

Der Rest vom Weg brachte nicht viel Abwechslung und ich war froh als ich den Wegweiser zum Friedhof sah und glaubte er wäre nun nicht mehr weit. Das war leider ein Irrtum.

Ich musste noch eine Weile an einer schmalen Straße entlang auf der zu viele Autos fuhren. Aber irgendwann war ich dann endlich da und wurde für den Weg entschädigt. Die gleichen Porzellan – Blumen wie in Essaouira und auch in Paris. Diesmal gespickt mit Kiefernnadeln.

Es führen auch richtige Straßen durch den Friedhof, mit Autos, deshalb bin ich gleich am ersten Fußweg abgebogen.

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Freitag, 5. Oktober 2018 – Zuallererst Marseille von oben

Die grüne Insel ist der Cimetière Saint-Pierre, den werde ich noch besuchen.

Damit ich einen Eindruck von dieser Stadt, die mir so vollkommen unbekannt ist, bekomme, bin ich ganz nach oben gestiegen.

Damit ich hinunter und rundherum gucken kann.

Es gab dort so eine Karte mit Panoramablickerklärung. Deshalb weiß ich nun das das große weiße Dach vom Stade Vélodrome ist.

Andere schauen auch nach unten und rundherum.

Ich schaue auch mal hoch.

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