Samstag, 6. Oktober 2018 – Ein langer Spaziergang, eine Demonstration mit viel Musik und ein weiter Weg nach Hause

Für den zweiten Tag hatte ich mir einen Spaziergang über den Friedhof Saint – Pierre überlegt. Auf dem Weg dort hin bin ich an diesem Panda vorbei gekommen den ich schon aus Istanbul kenne.

Der Rest vom Weg brachte nicht viel Abwechslung und ich war froh als ich den Wegweiser zum Friedhof sah und glaubte er wäre nun nicht mehr weit. Das war leider ein Irrtum.

Ich musste noch eine Weile an einer schmalen Straße entlang auf der zu viele Autos fuhren. Aber irgendwann war ich dann endlich da und wurde für den Weg entschädigt. Die gleichen Porzellan – Blumen wie in Essaouira und auch in Paris. Diesmal gespickt mit Kiefernnadeln.

Es führen auch richtige Straßen durch den Friedhof, mit Autos, deshalb bin ich gleich am ersten Fußweg abgebogen.

Was mir große Probleme bereitet hat: Ich hatte vom Vortag wirklich schlimmen Muskelkater, ganz besonders in den Waden. Und so war es sehr einfach, mich für eine Foto irgendwo hinzuhocken oder hinzusetzen, aber sehr beschwerlich aufzustehen ohne hinzufallen.

In letzter Minute, schon am Ausgang, ist mir dann noch die Friedhofskatze begegnet.

Nach drei Stunden Friedhofsspaziergang wollte ich nicht nur noch bis zur Metrostation laufen.

Von dort ließ ich mich zum Hafen fahren. Dort schaukelte ein kleines Seifenboot auf dem Wasser. Ich habe keine Seife gekauft obwohl ich die Verkaufsidee mit dem Boot schon sehr toll fand.

Und dann bin ich plötzlich in die Demonstration hineingeraten. Wobei das nicht stimmt. Ich habe mich entschieden mitzulaufen denn zuhause habe bzw. nehme ich mir nicht oft die Zeit an Demonstrationen teilzunehmen auch wenn ich es wichtig finde. Hier war ich nun im Urlaub und hatte Zeit. Und so wollte ich dabei sein. Am 4. Oktober ist das Rettungsschiff  ‚Aquarius‘ in Marseille eingetroffen. Die Hilfsorganisation SOS Méditerranée sowie Ärzte ohne Grenzen betreiben das Schiff und fordern die europäischen Regierungen auf, dem Schiff eine Flagge zu geben, da der bisherige Flaggenstaat Panama gedroht hat, sie ihm zu entziehen.

Tausende haben für den Erhalt des Rettungsschiffs demonstriert. Die Farbe der Solidarität war orange, so wie die Rettungswesten auf dem Schiff. Ich hatte zwar nichts oranges dabei, fühlte mich aber trotzdem willkommen.

Besonders gut hat mir gefallen, das es so viel Musik gab. Ich habe 5 verschiedene Gruppen gezählt. Es wurde laut und mächtig getrommelt, ein Chor hat gesungen, es wurde getanzt und auch viel gelacht.

Und auch die Altersspanne war sehr groß. Alle waren dabei.

Wer müde war wurde getragen.

Weil ich müde wurde und niemand mich getragen hätte, bin ich irgendwann abgebogen und nochmal durch die Gassen von Le Panier gelaufen.

Und mittendrin hab ich dann auch mal eine Pause gemacht, einen Kaffee und dazu einen Pastis getrunken.

Blaue Figuren am Fenster.

Blauer Fisch an der Wand.

Dösender Kater auf blauem Moped.

Blaue Tür mit rosarotem Kugelschmuck.

Wagen mit blauem Gestell. Was hier allerdings verkauft wird konnte ich nicht herausfinden.

Zurück am Hafen. Weiße Schuhe mit weißen Schleifen.

Lustige Hunde auf dem Moped.

Zeit zum Plaudern.

Ich dachte zuerst er sei aus Porzellan, so regungslos wie er dort saß.

Abendhimmel.

Zum Abendessen gab es Gemüse mit Nudeln im indonesischen Restaurant.

Der Kater in meinen Waden ist nicht weniger geworden. Hinzugekommen sind außerdem noch diverse Mückenstiche, denn Mücken waren auf dem Friedhof sehr aktiv. Schlafen werde ich aber sicher ganz tief und fest.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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