Schlagwort: Marokko 2017/18

Hinter der Mauer liegt das Meer – Christl. Friedhof Essaouira

Neulich überlegte die Nachbarin in meiner Gegenwart laut, wohin ihre Urlaubsreise gehen sollte. „Nach Marokko!“ rief ich sogleich. Nun reist sie also in ein paar Wochen nach Marokko und ich bleibe neidisch hier sitzen. Und während ich sämtliche Fotoalben, Reiseführer und Bildbände die ich besitze nach nebenan in ihre Wohnung trage und versuche möglichst viele ihrer Fragen zu beantworten, wird meine Sehnsucht immer größer. Und als ich ihr von all den schönen Orten erzähle fällt mir ein, dass ich hier doch mal einen Post über den Friedhof in Essaouira begonnen hatte. Zwei Jahre ist das her. Kann ich ja mal fertig machen den Post.

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Mittwoch, 10. Januar 2018, Große Storchenfreude

Aus dem knisternden Bett gesprungen, Yoga geturnt, kurzes Frühstück. Losgelaufen in Richtung eines Palastes, die sind ja hier fast in jeder Richtung zu finden. Dazu musste/wollte ich den Weg durch die Souks nehmen. Und da bin ich dann sehr verzweifelt. An mir und an all den hübschen Dingen. Plötzlich wollte ich alles haben, konnte alles gebrauchen und sicherlich auch ohne vieles nicht leben. Was war denn nur los mit mir? Ich kenne mich ja und weiß das das „Wir müssen sparen für schlimme Zeiten“ Kriegs- und Nachkriegsgen meiner Eltern sich bei mir eher in das „Ich will alles haben“ Wirtschaftswundergen verwandelt hat. So schlimm wie gestern war es aber schon lange nicht mehr. Ich brauche nun wirklich kein Gardinendings. Aber es blinkert so schön.

Im Maison du Caftan Marocain gibt es nicht nur Kaftane, sondern auch wunderschöne Bett- und Tischwäsche und Kissenbezüge. An den Wänden im Eingangsbereich hängen Fotos von Menschen, die sich dort eingekleidet haben wie z.B. Gloria Gaynor, Mick Jagger und Charles Aznavour.

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Der erste Tag im Jahr

Nachdem der letzte Tag im Jahr gestern um 23 Uhr zu Ende war (Ich war einfach zu müde und konnte nicht länger warten. Worauf denn auch eigentlich? habe ich mich gefragt und bin ins Bett gegangen.), war ich hier im Haus die Erste am Morgen. Also ab auf die Dachterrasse mit Teetasse (Ist sie nicht wunderschön? Davon stehen 2 Stück im Küchenregal.) und Yogateppichtuch.

Um 8:45 bin ich in das wirklich sehr kalte Meer gerannt. Ich war die Einzige – „diese Touristinnen“ mögen sich die Marokkaner*innen gedacht haben, und innerlich die Augen verdengeln, die in Daunenjacken, dicke Hosen und Winterboots gekleidet sind. Nach Kaffee am Strand eine heiße Dusche zu Hause. Durch die Gassen getrödelt, ein Tee mit Rose..

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