Dienstag, 9. Oktober 2018 – Au revoir Marseille

Ich schaue mit der Nachbarskatze nach oben in den Himmel. Ob es Regen gibt? Oder fliegt dort eine Taube entlang? Die Mitbewohnerin der grauweissen Katze starrt mich an. Ich hab‘ doch auch keine Ahnung wie das Wetter wird.

Ich trinke Kaffee während andere Arbeiten. Und bin dabei etwas wehmütig denn es ist ja mein letzter Tag. Zuerst fremdeln und dann nicht weg wollen.

Sind die nicht schön? Ich könnte allerdings nicht darin laufen.

Zum Ashtanga Yoga gehe ich nicht denn das macht mir Angst. Übe ja jeden Morgen auf der Matte vor meinem Bett.

Ich freue mich über Menschen die noch mit Stadtplänen lesen. Nehme ich mir für die nächste Reise vor.

Freundlicher Teufel.

Dieses Kind hat tatsächlich eine Kleid mit Katzen darauf an.

Ich hatte ja auch mal einen apricot farbenen Pudel.

Heute mag ich große Hunde lieber. Am liebsten sind mir aber, oh Wunder – Katzen.

Ich sass gemütlich und in aller Stille auf der Mauer und habe gefrühstückt. Dann kam die Reisegruppe. Ich hatte die Befürchtung jemand setzt sich auf meinen Schoß. Deshalb bin ich gegangen.

Altes Waschbecken aus der Puppenküche, mit Spiegel – gehört zur Deko vom Seifenladen.

Mein Lieblingsfoto und mein Lieblingsfund des Tages. #backtothestreet #backtothestreetphoto

Mein Plan war wieder die Ausstellung anzusehen. Aber: Dienstags zu. Vermutlich sind dienstags die Museen der Welt zu. Das hatte ich bedacht. aber auf der Homepage stand: jeden Tag geöffnet. Vielleicht hab ich nicht richtig geguckt. Also weiter spazieren.

Die Blue Head Group getroffen.

Der Chef der Blaubehelmten muss keinen Helm tragen – dafür aber Gruppenfotos mit diversen Handys zu machen.

Das Netz vom Mucem ist tatsächlich aus Beton. Ich hab mal dran geklopft.

Von unten und menschenleer.

Ich mag Kniestrümpfe sehr.

Arbeitspause.

Schon wieder ein Istanbul Déjà-vu. Hach.

Schwindelfrei.

Dann will ich Böötchen fahren. Leider fährt sie nicht mit.

Auf der Hinfahrt sitze ich ganz, ganz vorne. Dort wo niemand sitzt weil es dort etwas nass ist und womöglich noch nasser werden wird. Ich breite meine Jacke aus und lege mich auf die Bank in die Sonne. Ein guter Entschluss denn das Boot startet erst 30min später. Dann braust es so schnell los dass ich viel vom spritzenden Wasser ab bekommen und überlege ob ich nur etwas ängstlich bleibe oder ernsthaft anfange zu schwitzen und lieber hinein gehe weil es wild schaukelt und spritzt. Ich bleibe bis zur zum nächsten Hafen draußen weil ich mich nicht traue aufzustehen denn dann würde es mich womöglich von Bord wehen.

Auf dem Rückweg sitze ich oben. Da schaukelt es auch ein wenig und etwas nass werde ich auch, aber der Wind ist viel weniger schlimm.

Und von dort aus mache ich ein paar Fotos. Schön schief. Schaukelt ja so das Boot.

Einen Abschieds-Pastis will ich trinken. Vor mir läuft eine Fee mit Zauberstab. Ich frage nicht ob ich vielleicht einen Wunsch frei hätte.

Sehr langer Zopf.

Schwebendes Boot.

Anlehnen.

Blaue Stunde.

Vielleicht sind sie auf dem weg zum Konzert am Abend. Schwer bepackt.

 

Ein letzter Blick in den Himmel. Ich gehe noch Reiseproviant kaufen, esse asiatisches Gemüse mit Nudeln, trinke einen zweiten Pastis und ein letztes Törtchen und packe dann meine Koffer.

Und freue mich auf die Zugfahrt. Habe sogar ein wenig die Sorge, dass mir neun Stunden recht kurz vorkommen werden und denke über noch längere Zugreisen nach. Was man alles so machen kann unterwegs, ach ich male es mir in den schönsten Farben aus. Und als wären meine Phantasien erhört worden, sitze ich nun hier im Zug, habe zuerst 10, dann 20 und dann 35 Minuten Verspätung. bekomme keinen Anschlusszug und weil auf der letzten Etappe Ärzte auf den Gleisen im Einsatz sind, steht es nun in der Sternen wann ich in Kassel ankommen werde. Aber ich kenne das ja schon: Der Weg ist das Ziel und ich bin völlig gelassen. Echtjetz.

 

 

 

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