
Wenn ich überlege was ich in dieser Woche gemacht habe dann fällt mir zuallererst die Fulda ein. Und dabei bleibt es dann auch. Denn ich habe die Fulda entdeckt. Natürlich kannte ich sie schon immer, denn ich wohne seit 37 Jahren in Kassel und auch vorher hatte ich schon von ihr gehört. Abe in diesem Jahr habe ich sie zum ersten Mal als Badefluß erlebt. Vorher war sie einfach der große Fluss der durch Kassel fließt. Im Winter habe ich sie manchmal vollständig vergessen. Im Sommer, auf dem Weg in den Schrebergarten dachte ich: “Ach, dich hatte ich ja ganz vergessen. Schon schön das du hier so groß und breit entlangfließt.” Und wenn ich manchmal, eher selten, an ihr entlang Richtung Nordstadt geradelt bin, dachte ich sogar: “Toll, hier sind ja sogar Schiffe, es fühlt sich an wie Urlaub in einer anderen Stadt.” Eben in einer Stadt am großen Fluss. Aber nun, nun habe ich entdeckt das man im großen Fluss auch schwimmen kann. In den letzten Jahren hatte ich schon bemerkt, das dort immer mal Menschen drin schwimmen, aber ich hab immer gedacht es wäre total gefährlich und womöglich auch verboten. Man darf in der Fulda rudern, paddeln, Kajak fahren, angeln ….aber schwimmen eben nicht unbedingt. Weil es ein total gefährlicher reißender Strom ist. Quatschgedanken eben. Und dann komme ich aus dem Urlaub zurück und die Kollegin S. erzählt: “In der Türkei war ich ja diesmal nicht am Meer, aber seit ich wieder hier bin war ich jeden Tag mit M. in der Fulda.” M. ist ihre Tochter, 4 Jahre alt. Da wurde ich dann doch neugierig, denn wenn eine Vierjährige in die Fulda geht dann kann ich das ja wohl auch. Außerdem wurde noch berichtet das das Wasser eher kühl sein sollte. Und kühles, am liebsten ja sogar kaltes, Wasser finde ich toll. Ist aber leider gerade nirgendwo zu finden. Die Schwimmbäder sind mir zu voll und das Wasser dort zu warm, an der Buga ebenso. Am Dienstag war ich im Bühl in Ahnatal/Weimar: viel zu voll und auch das Wasser total warm. Und nun also die Fulda. Am Donnerstag nach der Arbeit war es dann so weit. Wir sind zu S. geradelt, sie hat ihre und M’s. Badesachen gepackt, dann haben wir M. abgeholt und los ging es ans Fuldaufer. Es war einfach toll und das Wasser kalt. Große Begeisterung. Es gibt viele Möglichkeiten ins Wasser zu steigen. Man kann allein am Ufer sitzen oder sich einen Platz in Gesellschaft suchen. Perfekt. Und so habe ich am Freitag die Thermoskanne mit Kaffee eingepackt und bin vor dem Büro ins Wasser gesprungen.

Und anschließend mit der Kaffeetasse in der Hand zugeschaut was sich so am und auf der Fulda tut.

Am Samstag dann gleicht noch einmal an einer anderen Stelle.


















