KW30 – Wieder zurück und immer noch Urlaubsgefühle

Mit dem letzten Blick auf das Flughafengebäude ist der Urlaub zu Ende – aber die 30. Woche nicht. Begrüßt wurde ich von der besten Nachbarin mit den Worten: „Laß uns bei Dir essen denn dort ist es kühler.“ Kühl fand ich etwas übertrieben aber gemeinsam essen wollte ich sehr gerne. Also kochte ich Nudeln und sie hatte schon GemüseCurry vorbereitet und so saßen wir zusammen und hatten uns viel zu erzählen. Und die beste Nachbarin war auch für die Balkon-Explosion verantwortlich denn sie hat ja sehr fleißig und stetig die Blumen gegossen. Und darüber freue ich mich nun jeden Tag.

Auch wenn ich ab Donnerstag schon wieder gearbeitet habe, fühlt es sich wie Urlaub an. Denn es sind ja noch Ferien und deshalb habe ich keine festen Termine oder sonstigen Druck. Deshalb habe ich am Donnerstag auf dem Weg ins Büro angehalten, als ich an einem Café vorbei kam, mich hingesetzt und Kaffee getrunken. Wollte ich schon immer mal machen wenn ich die Menschen morgens dort sitzen sehe, während ich zur Arbeit radele. Das kann man gut machen. Den Nachmittag habe ich im Schatten und lesend auf dem Balkon verbracht und mich über die Calla gefreut die ich mir aus Amsterdam mitgebracht hatte.

Für Freitag Abend war ich mit K. verabredet. Ich wollte sie auf dem Land besuchen, gemeinsam essen und sie wollte vorsichtshalber eine Flasche Sekt in den Kühlschrank legen. Weil ich gerne auch etwas vom Sekt haben wollte und in meinem Kühlschrank noch Aperol zu finden war, verabredeten wir, das ich bei ihr schlafe. Also nach der Arbeit die Tasche gepackt und losgefahren. Wir hatten ein leckeres Abendessen mit Wassermelonensalat und Aperol Sprizz am Gartenteich.

Haben beim Abendspaziergang den Mond betrachtet und anschließend im Garten gesessen und weiterhin in den Himmel geschaut. Am nächsten Morgen sind wir zu einem kleinen Spaziergang aufgebrochen. Die Schuhe haben wir zu hause gelassen. Auch wenn ich die Schuhe von K. wirklich hübsch finde.

Nur eine Stunde wollten wir unterwegs sein. Dann sind wir hier&da&dort abgebogen, unter einem „Durchgang strengstens verboten weil gefährlich“-Schild hindurch gegangen und waren dann 2,5 Stunden unterwegs. Wir hatten Glück: kein Baum ist uns auf den Kopf gefallen.

Die K. wurde zwischendrin etwas unleidlich denn wir hatten noch nichts gefrühstückt. Aber mit der Aussicht auf ein Mangold-Omlett konnte ich sie zum weiter gehen veranlassen. Als wir dann zurück kamen habe ich mein Versprechen gleich eingelöst.

Dann bin ich wieder nach Kassel gefahren, habe ausgiebig die Füße gewaschen, mich auf’s Bett gelegt und den Füßen zugehört denn die haben nach einem Spaziergang ohne Schuhe immer wirklich viel zu erzählen. Darüber bin ich eingeschlafen. Später gab es Kaffee mit Buch auf dem Balkon und wieder große Balkonblumenfreude.

Am Abend eine Verabredung zum Restaurantbesuch mit Freundinnen. Zwei haben Urlaubsgeschichten und zwei haben Urlaubsvorfreudegeschichten erzählt. Heute Morgen habe ich den Schmetterling auf dem Balkon beobachtet. Hübsch sieht er ja aus aber: Er legt klitzekleine Eier am liebsten unter die Blätter der Kapuzinerkressen. Daraus schlüpfen dann klitzekleine Raupen und die fressen dann nicht klitzekleine sondern riesengroße Löcher in die Blätter und werden dann selber riesengroß.

Heute Nachmittag war ich mit Erica zum Spaziergang im Friedwald verabredet. Und Himbeeren hatte sie sich gewünscht, zwei Portionen. Die hatte ich am Freitag auf dem Markt gekauft. Also bin ich um 14 Uhr los gefahren um Himbeeren zu liefern.

Erica lag hitzematt auf dem Sofa und wollte nicht spazieren. Also hab ich mich daneben gesetzt und gehört was in meiner Abwesenheit los war. Dann bin ich allein zu einem Spaziergang in Wald&Feld bei Obermeiser aufgebrochen. Es gab viele Disteln in unterschiedlichen Blühstadien.

Ich habe im Wald einen sehr kleinen Friedhof entdeckt. Dazu muss ich Erica mal befragen. Ich glaube es waren 7 Gräber.

Neben dem Friedhof war eine Blumenwiese. Jede Menge Sonnenblumen. Und noch viel mehr bunte Disteln.

Und dann bin ich im Springkrautparadies angekommen. Springkraut hat verschiedene Namen: Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera) oder Indisches Springkraut. Mir gefällt Bauernorchidee oder Riesenbalsamine am besten. Im letzten Jahr habe ich es bei meinen Spaziergängen entdeckt und war sehr begeistert. Es ist einfach wunderschön. In diesem Jahr ist es nicht ganz so üppig. Das kann an der Trockenheit liegen oder es ist noch etwas früh.

Auf den letzten Metern noch einen schönen Schmetterling gesehen.

Und eine „Teufelszwirn“ Ranke im Baum.

Weil ich hauptsächlich barfuß unterwegs war, zwischendrin gab es Weg die durch  eine frische Lage Schottersteine erneuert worden waren (warum denn nur?), werde ich mich jetzt einer gründlichen Fußpflege widmen.

Ich lese weiterhin im Bonbonpalast. Und es macht mir so viel Spaß denn ich kann dabei nochmal durch die Straßen von Istanbul gehen, um jede Ecke schauen, jedes Haus genau betrachten und überlegen ob dieses große Eckhaus oder eher das kleinere gelbe Haus aus Holz ganz dort hinten, vielleicht der Bonbonpalst war. Ja, ja es ist ein Roman. Aber bekanntlich steckt ja auch in Romanen oftmals ein wenig Realität. Zu schön wäre das.

 

 

 

 

 

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