Tag der Kunst und kleinen Dinge

Pillage of the sea, Rosa Barba

Nach dem Ausflug nach Brügge am Tag zuvor, habe ich den nächsten Morgen mit einem kurzen Einkaufsspaziergang am Strand verbracht.

Pillage of the sea, Rosa Barba

Dabei bin ich, wie fast jeden Tag, auf dieses Kunstwerk gestoßen. Und die unterschiedlichsten Formen von Kunst sollten mich noch den ganzen Tag begleiten. Diese Betonsandsäcke und ihre Bedeutung der italienischen Künstlerin Rosa Barba finde ich besonders beeindruckend.

Sie tragen den Titel „PILLAGE OF THE SEA“ und sind Teil der Beaufort 21, der Triennale, die an den Deichen, Stränden und Dünen der über 60 Kilometer langen Küste Belgiens zu sehen sind . Mehr zur Triennale gibt es hier und hier zu lesen.

Pillage of the sea, Rosa Barba

Die unteren Betonsäcke, die bei Flut immer im Wasser stehen, sind von Pocken und Algen überwuchert. Leider lag das Makroobjektiv in der Ferienwohnung.

Während meiner Kaffeepause macht jemand eine Zigarrenpause.

Die hübschen Umkleidekabinen am Strand sehen aus, als würden sie auf meinen neugierigen Blick ins Innere warten.

Es gibt dort eine Bank, einen kleinen Klapptisch an der Rückwand, dieses Kleiderregal mit Haken und auch sonst noch viele Haken an den Wänden zu sehen.

Ein Stück weiter wurden schon Türen abmontiert und stehen zum Abtransport ins Winterquartier bereit.

Weil schlafen und lesen nicht zu kurz kommen sollte, habe ich mich nach dem Morgenspaziergang aufs Sofa gelegt und gelesen und bin nach einer Stunde ins Bett gewechselt für eine tiefen Mittagsschlaf.

Nach einem weiteren Kaffee, habe ich das Makroobjektiv aufgeschraubt und mich auf Algen- und Seepocken Jagd begeben.

Nachdem ich hier etwas über Seepocken gelesen habe, haben mich diese kleinen Tierchen sehr fasziniert.

Ich hab weiter gesucht und ein kurzes Video gefunden. Unbedingt ansehen. Wirklich erstaunlich, die kleinen Wesen mit ihren Pinselbeinen.

Zu den Seepocken gesellen sich natürlich auch Algen.

Und die sind ja mit Moos verwandt bzw. haben sich Moose vor etwa 400 bis 450 Millionen Jahren aus Grünalgen entwickelt.

Für mich machen Algen immer einen sehr spinatigen Eindruck.

Ob das auch eine Seepocken Art ist, kann ich nicht sagen, es sah fast gläsern aus.

Nachdem die Kniepartie meiner Hose nass waren vom im nassen Sand knien und kleine Dinge betrachten, lief ich weiter. Ich fand einen toten Vogel. Ich denke es war eine Möwe, bin aber nicht ganz sicher. Gibt es Möwen mit schwarzen Füssen? Ich war etwas traurig, fand aber auch noch im Tode die Federn und Schwimmfüße wunderschön.

Hier kommt noch etwas Farbe auf Wände und Türen der Umkleidekabinen.

Und damit bin ich bei den Königlichen bzw. Venezianischen Galerien angekommen.

Die Stützwände fungieren als Open Air Ausstellungsraum für viele verschiedene Künstler*innen.

Fand ich auch NICE.

Grundsätzlich befinden sich die Galerien allerdings in einem eher abgerockten Zustand. Und mittendrin die Brasserie Albert des Thermae Palace Hotel.

Dort blinkert und glitzert plötzlich alles, was einen schönen Kontrast zum abgerockten Äußeren darstellt, mich aber auch etwas irritiert hat. Einen echten Hotel- und Restaurantbetrieb hatte ich nicht erwartet.

Wunderschönster Wegweiser zum Schwimmbad.

Dann überquerte ich die Koningsstraat, die weiter hinten in die Koningin Astridlaan übergeht, in der ich mein Ferienapartment hatte. Ich war auf dem Weg in einen Park.

Filip Dujardin

Zwar traf ich hier auch schon auf Teile der Fotobiennale, aber der eigentliche Park war noch etwas entfernt.

Unterwegs blieb ich immer wieder an großflächig bemalten Häuserfassaden stehen.

Und an kleinen Kunstwerken, die ich fast übersehen hätte.

Weil ich hier und da und dort abgebogen bin und auch nicht so ganz genau wusste, wo der Park nun eigentlich ist, fand ich mich am Hafen mit Blick auf den Bahnhof wieder.

Dort hat es mir auch gut gefallen.

Voyage Pittoresque, Ruud van Empel

Vom Hafen aus war es dann nur noch ein Katzensprung in den Leopold Park und schon war ich am Ziel angekommen.

World#7, Ruud van Empel

Dort befanden sich die Arbeiten von Ruud van Empel.

Connection, Ruud van Empel

Sie hatten mich schon auf der Homepage der Fotobiennale neugierig gemacht.

Theatre#5, Ruud van Empel

Ich fand es spannend durch einen Park zu laufen und dabei so großformatige Fotos mit auch so viel Landschaft zu sehen, die sich aber von der Parklandschaft so sehr abhob. Und zusätzlich auf manchen Fotos noch sehr eindrücklich die Menschen in der Landschaft.

Der Rückweg führte mich ein kleines Stück durch die Stadt und an diesem Laden vorbei. Dort gab es allerlei hübsche Dinge. Ich hab 2 Postkarten gekauft, die ich noch nicht verschickt habe.

Der Heimweg führte immer am Strand entlang.

Von Möwen begleitet.

Ich bin aber nicht am ersten Kran nach links abgebogen, sondern erst am dritten Kran. Dort war nämlich das Lokal in dem ich gerne am Abend einen Aperol Spritz getrunken habe.

Und dabei der Sonne beim Untergehen zugesehen habe. Das kann ich nämlich jeden Abend tun, ohne dass mir langweilig wird.

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2 Kommentare

  1. Das Video ist wirklich toll! Sehr schön finde ich, dass keine Musik dazu läuft.
    Wirklich beeindruckend, was für eine eigene Welt!

    Die großformatigen Fotos sehen sehr interessant aus, schön beschrieben von dir!
    Waren die auf riesige Kisten aufgezogen oder wie waren die platziert?

    1. Das kleine Video hab ich mir auch gleich ein paar mal angesehen. Ich finde, die Beinchen sehen aus wie eine Harke, mit der wir nach dem Rasenmähen das Gras zusammen harken. Ja, die Fotos sind auf sehr großen Kisten, aus Spanplatten oder so. Die meisten auch nur von einer Seite mit Fotos versehen.

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