Brügge – Stadt der Fenster, Kronleuchter, Rosinenbrote, Klöppelkunst und eines großen Beginenhofs

An irgendeinem Tag in der letzten Woche, im Urlaub lösen sich ja gerne die Wochentage in Luft auf, war ich in Brügge.

So ganz überzeugt von einem Ausflug in eine Stadt war ich nicht, als ich am Morgen aufgewacht bin, aber andererseits sollte Brügge wirklich schön sein und ich war nun auch direkt um die Ecke.

So fuhr ich also mit der Straßenbahn zum Bahnhof von Ostende.

Den Bahnhof mit der Bahnhofshalle in Ostende finde ich schon mal sehr schön.

Mit dem Zug fuhr ich nur ca. 20 Minuten bis nach Brügge.

Im Bahnhofsgebäude von Brügge war dieses schöne Wandbild.

Vor schon etwas längerer Zeit gab es dort sogar mal eine Brasserie, in der man Snacks bekommen konnte.

Große Schwan Ausstellung

Kurze Vorwarnung: Dieser Brügge Post wird sehr Fensterlastig. Es gab einfach zu viel bemerkenswerte Fenster.

Eine Fahrt durch die Kanäle hatte ich nicht vor.

Da Kassel die Hauptstadt der Waschbären ist, habe ich kurz über ein Waschbärkissen nachgedacht. Aber keins gekauft.

Ich laufe ja oft und gerne ohne Stadtplan durch unbekannte Städte. Aber bisher hatte ich ja fast immer die Möglichkeit zwischendurch mal die Maps im Handy hinzuzuziehen. Das ging ja nun schon ein paar Tage lang nicht. schon seltsam.

Pralinen – Laden mit Kronleuchter.

Noch eine halbe Stunde zuvor kam eine Kanalfahrt nicht in Frage und dann – zack – saß ich plötzlich in einem Boot.

Und fuhr an schönen Fenstern vorbei. Dies sind Fenster vom Sint-Janshospitaal.

Holzfassade.

Vom Boot aus bekam ich schon mal einen ersten Eindruck vom Beginenhof, durch den ich später noch spazieren würde.


Sehr kleines Minifenster.

Nach nur 30 Minuten war die Fahrt schon wieder vorüber. Das war eine genau richtig gute Dauer für mich, so hatte ich noch Zeit ziellos durch die Straßen zu trödeln.

Das Nachbarboot war für Regenwetter gerüstet. Schirme waren aber glücklicherweise nicht nötig. Immer wieder schien die Sonne durch die Wolken.

Auch für meine Katzen liebenden Freund*innen hab ich kein Katzenkissen gekauft.

Schon seit einer Weile hatte ich Hunger und so blieb mein Blick nicht nur an dem riesigen Kronleuchter hängen, sondern auch an den Backwaren, die dort hinter dem Fenster hergestellt wurden.

Um einen besonders guten Blick auf die Herstellung der Brötchen und in Mandeln gerollten kleinen Baiserberge zu haben und natürlich auch wegen des Kronleuchters, bestieg ich die Treppe nach oben.

Ich bestellte mir einen Cappuccino und ein Rosinenbrötchen, während ich dabei zusah, wie unten Rosinenbrote hergestellt wurden. Kurz darauf wurde mir der Cappuccino und ein solches Rosinenbrot serviert. Ich bekam runde Augen und die Kellnerin strahlte mich an. Ich müsse nicht alles aufessen, sondern könnte gerne den Rest einpacken. Und ob sie mir noch etwas Butter bringen solle. Ich nickte lachend. Das Rosinenbrot hatte Schuhgröße 39/40. Und es war sehr lecker und fluffig. Und ich hab nur ein kleines Anstandsstück eingepackt.

Ein kleiner Nachmittagsschlummer wäre schön gewesen nach dem Essen aber ich lief weiter.

Was ich auch noch gerne mochte waren die geklöppelten Deckchen, Blusenkragen, Fensterbilder, Weihnachsbaum- und anderen Gebimsel, die überall zu sehen waren.

Hätte ich Zeit gehabt, hätte ich einen Klöppel Kurs gemacht. Ja, das wäre möglich gewesen. Ich kann mir vorstellen, dass mir das wirklich Spaß gemacht hätte.

Ein Klöppel Museum gab es auch. Es sah etwas eingestaubt aus und war geschlossen.

Zum Abschluss lief ich zum Beginenhof.

Zuerst lief ich einmal um den Innenhof herum und weil aus der Kirche so schöner Gesang kam, bin ich hineingegangen und habe bis zum Ende zugehört.

Nicht nur in der Kirche konnte ich dem Stadtgetümmel entkommen, sondern im ganzen Beginenhof waren sehr wenig Menschen und ich habe die Ruhe sehr genossen. Üblicherweise ist es dort aber anders, habe ich gerade nachgelesen.

Wer mehr über die Kultur der Beginen erfahren möchte, schaut gerne beim Dachverband der Beginen e.V.

Auf dem Weg zum Bahnhof ein Fenster mit Kerzenkunst.

Hellblaupink. Fröhliche Farben.

Der Zug zurück nach Ostende kam in wenigen Minuten.

Drüben in smillas.blog gibt es übrigens noch toll viele Brügge Geschichten und Fotos.

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