Die Dünen rauf und runter, durch den Wald und am Strand entlang

Für meinen Urlaub hatte ich mir L,S,L,S gewünscht: Laufen, Schlafen, Lesen, Schreiben. Ach ja – und essen natürlich.

Zuallererst am Morgen der Blick vom Balkon. Das Wetter war prima und auf der Baustelle tat sich was. Ich hoffte nur, das Hochhaus auf der rechten Seite kippt nicht um.

Und so sollte der zweite Tag ein Lauf – Tag werden. Ich fuhr mit der Kusttram, der Küstenstraßenbahn, an der Nordsee entlang und stieg an der Haltestelle Oostduinkerke Schipgat aus. Nur wenige Minuten entfernt liegt das Naturschutzgebiet Doornpanne.

Eselsohren

Nachdem ich eine Weile auf die Karte gestarrt habe, die am Eingang hängt und sämtliche Wege anzeigt, bin ich einfach losgelaufen, ohne mir einen besonderen Weg ausgesucht zu haben. Zuallererst kam ich an einem großen eingezäunten Bereich mit sehr vielen Eseln vorbei. Da blieb ich doch gleich eine längere Weile stehen.

Danach wurde es sehr sandig und moosig.

Und weil ich Hunger hatte, machte ich einfach schon gleich Pause. Ich war zwar erst 20 Minuten gelaufen aber eine Pause inmitten von Moos erschien mir sehr verlockend.

Während ich mein Pausenbrot kaute, konnte ich das Moos genauestens betrachten und mir schon mal überlegen wie ich am besten alles fotografieren würde.

Als das Brot aufgegessen war, rutschte ich also auf Knien herum und entdeckte außer Moos auch noch andere kleine Sachen.

Schnecke im Moos.

Dann gingen die Flechten los.

Mit denen war ich auch noch eine Weile beschäftigt.

Dann ging es aber weiter. Es war sehr sandig und ging auf und ab.

Ich habe mich hauptsächlich auf den Reiter Pfaden bewegt. Dort kann man besonders gut barfuß laufen. Dieser dunkle Eingang machte mich sehr neugierig. Ein paar Hundert Meter blieb es ein sandiger Pfad.

Dann ging er in einen erdigen Pfad und kurze Zeit später in einen Wald mit Blätterboden über.

Nach etwa 30 Minuten stand ich wieder am Eingang vom Park, traf einen Mann auf einem Pferdewagen, wir grüßten uns kurz und ich lief in die entgegengesetzte Richtung.

Ich wollte noch am Strand entlang laufen. Dazu musste ich den Weg durch die Dünen finden.

Zuerst musste ich ein kleines Stück an der Straße entlang, habe aber dann den Weg gleich gefunden.

Vereinzelt blühten noch ein paar Blumen.

Und so viel von diesem Puschelgewächs.

Eigentlich sehen so die Samen von der Waldrebe aus.

Ob die aber auch in den Dünen wächst?

Scheinbar wächst in den Dünen mehr als ich mir vorstellen kann.

Ich vermute hier ein Kunstprojekt, habe aber nirgendwo einen Hinweis gefunden.

Noch eine Düne hinauf und wieder hinunter und um die Ecke lag der Strand.

Und am Strand lag eine riesige Qualle.

Sehr faszinierend solche Quallentiere.

Ich kenne mich mit Vögeln und speziell mit Vögeln am Meer nicht gut aus. Vielleicht ist das ein Strandläufer. Jedenfalls lief er dauernd am Strand herum. Aber das tun Möwen und viele andere Vögel ja auch.

Das ist die kleine Kirchturmspitze von Oostduinkerke Bad. Dort bin ich wieder in die Straßenbahn gestiegen und zurückgefahren.

Als ich von meinem langen Lauftag zurückgekehrt bin, gab es zuerst eine heiße Dusche, danach Kaffee mit Rosinenschnecke auf dem Sofa. Aber das Sofa hat ja nun Meerblick. Also blickte ich immerzu aufs Meer und auf die Baustelle und freute mich über den Kran, der fertig aufgestellt und das Hochhaus, was nicht umgefallen war. Und war so müde. Aber da war das Meer und die Sonne schien und die Wolken zogen vorüber und es sah sehr verlockend aus da draußen. Außerdem lockte dort zusätzlich zum Meer auch noch der Aperol Spritz beim netten Restaurant. Aber ich war so platt. Trotzdem: umziehen und nochmal raus.

Ich hatte alles richtig gemacht. Draußen sitzen, mit Buch und Getränk und immer mal hoch aufs Meer schauen.

Mit der untergehenden Sonne zurückgehen und sehr schnell und tief einschlafen.

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