KW 51/52 – Der Rest vom Dezember

Die letzten zwei Wochen waren in diesem Jahr nicht so wirklich durchgängig hübsch. Ich war krank und habe mich meistens etwas unlustig gefühlt. Die Kopfschmerzen der letzten Woche nahmen kein Ende. Trotzdem war ich, wie auch im letzten Jahr, beim Weihnachtskonzert vom großen Kind. Da er noch zu den Anfängern gehört, war die Darbietung nur kurz aber meine liebe Freundin S., die J.’s Mutter ist und ich und Oma und Opa waren natürlich unglaublich stolz. In der Pause musste ich leider gehen, denn ab da war ich richtig krank.

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KW 50 – Ein Kopfschmerz liegt über der Woche

Am Montag bekam ich von der überaus talentierten N., die in unserem Hauptbüro arbeitet, diese wunderschönen Schneeflocken-Kekse geschenkt. Ich wusste schon, dass sie eine sehr gute Bäckerin ist. Aber das sie außerdem auch noch so wunderbar basteln und in filtzeliger Kleinarbeit Muster auf Kekse malen kann hätte ich nicht gedacht. Die Schneeflocken sind so schön, dass ich sie leider nicht essen kann. Zuerst lagen sie zwei Tage auf einem Teller auf dem Küchentisch, nun liegen sie auf dem Kranz. Sie sind jetzt hart aber immer noch sehr hübsch. Auf dem Kranz werden sie bis Januar liegen, dann werde ich sie etwas abstauben und in die Dekokiste packen. Bis zum nächsten Jahr. So wird es dann immer weiter gehen bis sie irgendwann so eingestaubt und vielleicht auch etwas farblos geworden sind und dann kommen sie weg. Ich sag nicht wohin, denn es klingt zu traurig. Aber jetzt freue ich mich noch jeden Tag wenn ich am Tisch sitze und sie ansehe.

Den kleinen Vogel in der Glaskugel, die keine Kugel, sondern eher so eine Form wie ein besonders dicker, runder Elisen Lebkuchen hat, hat mir die K. nach unserer Mittwochsverabredung zur Thai-Massage geschenkt. Dabei hab ich letzte Woche auch schon so viele Geschenke bekommen. Und zwei Adventskalender – die hatte ich noch gar nicht erwähnt.

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KW 49 – Novemberwetter und Geschenke

Der Dezember ist da und er sieht aus wie ein November. Regenwetter und Dämmerlicht. Wenn ich mir den Hinterhofgarten betrachte, könnte sogar noch Oktober sein. Ich begrüße ihn mit Apfelstrudel. Den gibt es schon lange in der Lieblingsbäckerei, aber ich habe ihn neu entdeckt.

Ein Päckchen ist angekommen und die Freude war groß. Das Päckchen an sich, also das Paket, ist schon sehr oft von Kassel nach Köln und dann wieder von Köln nach Kassel geschickt worden. Es besteht mittlerweile hauptsächlich aus Klebeband. Der Inhalt vom Päckchen wird mir in Zukunft hoffentlich dabei helfen, dass mir meine liebsten Istanbul – Fotos nicht mehr durch den Laptop hindurch fallen und im großen Nichts verschwinden. Danke, danke, danke liebste Smilla.

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KW 48 – Eine Dienstreise ins Vergnügen

Mit der Aussicht auf eine halbe Dienst- und die andere Hälfte Vergnügungsreise begann die Woche sehr beschwingt. Montag, Dienstag und Mittwoch also vorfreudiges so-dahin-arbeiten. Am Mittwochnachmittag warte ich am Bahnsteig auf die Kollegin, die in vorletzter Minute angerollkoffert kommt. Sie lacht mich ein wenig aus, denn meine Rollkoffertasche ist recht groß. Ich habe aber keine andere. Kann ja nicht für jede Gelegenheit die passende Tasche haben. Die Fahrt ist im Nu vorüber und so rattere ich mit meiner zu großen Rollkoffertasche durch Neukölln zur lieben M. Wir haben uns im Juni zum letzten Mal gesehen und ich freue mich sehr.  Auf dem Weg dort hin sind die Fenster hell erleuchtet.

Und weil ich so ein Gewohnheitstier bin und die Pizza von um die Ecke so lecker ist, hole ich uns Pizza, wir sitzen in der Küche und erzählen bis halb 1. Am nächsten Morgen werde ich trotzdem früh wach und habe Zeit zum trödeln und im Café sitzen. Dann mache ich mich auf den Weg zum Estrel Congess Center und sehe zwei Zwillingspärchen und einen Mops, etwas gequetscht, in einem Schaufenster sitzen. Keine Zeit sie zu befreien denn die Kollegin erwartet mich pünktlich.

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KW 47 – Am Ende der Woche zwei Ausstellungen und eine Hochzeitsfeier

**Montag: Arbeiten, lesen, Yoga, lesen, schlafen

**Dienstag: Arbeiten, Einkaufen für Erica, lesen, Spontanbesuch zum Abendessen, lesen, schlafen

**Mittwoch: Arbeiten, lesen, schlafen

**Donnerstag: Arbeiten, lesen, Yoga, Reisetasche packen, lesen, schlafen

Klingt nicht aufregend, war aber durchaus sehr schön. Am Freitag bin ich um 11:45 aus dem Haus gegangen denn der Zug nach Frankfurt fuhr um 12:15. Am Bahnhof angekommen wurden viele Züge angezeigt die um 10:05 etc. fuhren. Ich war verwirrt. Und stellte dann fest: es war erst 11 Uhr statt 12 Uhr. Das lag an den verschiedenen Uhren in meiner Wohnung die sowohl Sommer- als auch Winterzeit anzeigen. Zur Arbeit war ich bisher immer pünktlich. Ich habe eine Stunde in einem Café am Bahnhof verbracht und gelesen. Über der Theke stand BERLIN. Das hat mich dann auch kurz etwas verwirrt.

In Frankfurt bin ich eine Stunde später als geplant angekommen. Dazu gibt es nichts weiter zu sagen. Ich war müde und unlustig und habe überlegt ob ich überhaupt eine Ausstellung beuchen besuchen will. Bin dann aber losgelaufen. Die kühle Luft hat mich aufgemuntert und erfrischt und ich freute mich sehr über lesbische Sichtbarkeit,  sie ist immer noch viel zu wenig vertreten. Ich mochte die Portraits sehr und erinnerte mich später daran im Frühjahr in Berlin im Schwulen Museum schon ein Bild von ihr gesehen zu haben.

Anschließend habe ich mir noch die Arbeiten von Victor Vasarely angesehen. Die haben mir auch Spaß gemacht aber es war auch ein echtes Kontrastprogramm. Hier ein wenig Licht&Schatten denn mehr ist nicht erlaubt.

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KW 46 – Was ich gemacht habe als ich vergessen wurde

Am Samstag habe ich Samstagsdinge erledigt: Lange schlafen, Wäsche waschen, lesen, staubsaugen, lesen, lesen, Kaffee trinken, lesen, einkaufsfein machen. Um mich anzumelden habe ich bei Erica angerufen. Aber sie ging nicht dran. Ich fahre los und finde den Sonnenschein so schön. In Obermeiser angekommen drücke ich auf die Klingel. Nichts passiert. Nochmal klingeln. Immer noch nichts. Seltsam. Ich hole den Schlüssel aus dem Auto und nun ist mir etwas seltsam ängstlich zumute. Ich schließe die Haustür auf und rufe laut. Keine Antwort. In der Küche ist der Ofen an und knistert vor sich hin. Erica’s Hausschuhe stehen ordentlich neben dem Tischbein, das Kreuzworträtsel liegt an seinem Platz und der Bleistift daneben. Ich laufe rufend durchs ganze Haus. Niemand da. Weil auch der Haustürschlüssel und die gute Jacke nicht da ist, ist Erica vermutlich ausgegangen und hat mich vergessen. Ich klingele beim Nachbarn. Der ist auch nicht da. Dann soll ich wohl nicht einkaufen sondern spazieren gehen. Ich fahre zum Gut Laar an dem ich schon oft vorbei gefahren bin und von dem Erica immer mal erzählt hat. Und weil ich mich ja immer erst ein wenig informiere nachdem ich etwas entdeckt habe, weiß ich erst jetzt, dass ich mich zu einer Mühlenbesichtigung hätte anmelden müssen. Mehr als das rostige Mühlrad bekomme ich also von der Mühle nicht zu sehen. Dafür entdecke ich viele andere Dinge.

Laar wurde 1322 zum ersten Mal erwähnt und gehörte zum Gerichtsbezirk der Herren von der Malsburg. Sie verkauften das Gut 1691 an den hessischen Landgrafen Karl. Später wechselte es noch einige Male den Besitzer und seit 1902 gehört das Gut zu dem auch ein Schloss gehört den Nachfahren von Wilhelm von Starck.

Ein Stück weiter oben ist eine Mauer mit einem Zaun darauf. Ich vermute einen Friedhof.

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KW 45 – Wechseljahresspaß und wie ich mit nur einem kleinen Handgriff im Jacuzzi saß

**Von Montag bis Freitag habe ich hauptsächlich Dinge von einem Zimmer zum anderen geräumt, gestaubsaugt, mich von den alten Fenstern verabschiedet und die neuen Fenster in Empfang genommen. Ganz trennen konnte ich mich nicht und deshalb dienen zwei der alten Fenster als Bilderleiste. (Die beiden Fotos hier oben sind übrigens von Smilla. Beide sind in Istanbul entstanden, denn dort verabreden wir uns gerne. Und wenn ich es genau betrachte, dann haben wir uns in den letzten Jahren öfter in Istanbul getroffen als in Kassel oder Köln.

**An der Arbeit war es sehr ruhig denn einige Kolleginnen waren bei einer Fortbildung und einige waren krank. Und so waren wir meistens nur zu dritt und haben so rumgearbeitet. Morgen startet der neue Frauenkurs und dafür habe ich allerlei vorbereitet und gemerkt, dass ich mich innerlich noch nicht richtig von dem vorherigen Kurs verabschiedet habe. Abschied ist wirklich ein schwieriges Thema – für mich jedenfalls.

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KW 44 – Was mir hoffentlich eine Lehre war

Sehr geschäftig war die Woche. Allerlei Termine, Dinge, die beendet werden mussten und  Neues was vorzubereiten war. Und damit ich nicht in wilde, stressige Geschäftigkeit gerate und am Ende wirr und genervt bin, hatte ich mir für den Mittwoch einen Tag im home office (klingt trés chic, oder?) verordnet. Das war sehr toll. Ich habe so viel erledigt und dabei hatte ich die schönste Ruhe. Werde ich in Zukunft öfter einplanen. Mittags bin ich zum Baumarkt spaziert, um für die nächste Arbeitswoche etwas zu besorgen. Unterwegs habe ich mich etwas vor der Frau am Fenster erschrocken, denn ich habe nicht sofort erkannt, dass es eine Puppe ist.

Fast jeden Tag war ich mit der Abschiedsfotodokumentation der Glockenreben auf dem Balkon beschäftigt. Ich habe große Angst nicht genug Fotos zu haben die mich über den Abschiedsschmerz hinweg trösten.

Also habe ich mich bei jedem Wetter auf den Balkon gesetzt, Tee getrunken und ein Foto gemacht.

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KW 43 – Ein Geburtstag, zwei Abschiede, ein Wahlsonntag

In dieser Woche gab es einen Kindergeburtstag, das unechte Patenkind ist 11 Jahre alt geworden, der sich schon fast wie ein Jugendgeburtstag angefühlt hat.

Ich war mit den letzten Vorbereitungen der Kursabschlussfeier beschäftigt, die dann am Donnerstag mit einem riesigen leckeren Frühstück begann. Es gab Essen aus Syrien, Südkorea, dem Libanon, der Türkei und Deutschland. Es wurde getanzt und gesungen, Zertifikate verliehen und wir haben uns an all die schönen und lustigen Momente erinnert. Und natürlich wurden am Ende auch Tränen vergossen. Ich war wirklich sehr gerührt über diese wunderbaren Frauen die uns drei Kursleiterinnen so ein wunderbares Feedback gegeben haben.

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