
Es war ein wirklich langer Anreisetag, wenn man bedenkt, dass der Flug nur ca. 1:45 gedauert hat. Ich bin morgens gegen 9:00 aus dem Haus gegangen und war am Abend um 21:00 im Hotel in Tirana. Aber mit laufen zum Bahnhof, Zugfahrt nach Hamburg mit Verspätung, S-Bahn zum Flughafen mit 1x zu weit gefahren, wieder 2 Stationen zurück und dann am Flughafen angekommen, Check in, etwas essen, warten und dann losfliegen hat es einfach so lange gedauert.
Ich hab nur schnell die Tasche abgestellt und bin nochmal zum Supermarket gelaufen um mich mit Wasser, Spaßbier, Crackern und Frischkäse zu versorgen. Nach einer Dusche gab es dann Abendessen im Bett und um 23:00 hab ich das Licht ausgeknipst.

Am Sonntagmorgen war ich um 5:45 wach, hab dann aber nochmal bis 7:30 geschlafen. Und zwar in dem Bett dort oben.

Nach einem Tee im Bett ging dann der erste Morgenspaziergang los. Schon als ich neben dem Hotel um die erste Ecke bog mochte ich Tirana sofort. Riesengroßes Mural an der Fassade.

Ich hatte ein bestimmtes Café im Kopf und der Weg dort hin machte mir schon mal viel Spaß. Es folgt kein Kaffeetassenfoto.

Durch Tirana fließt die Lana, deren Flussbett begradigt wurde. Leider befindet sich die Wasserqualität in einem ausgesprochen schlechten Zustand. Er hat seine ökologische Funktion fast ganz verloren und stellt eine aktive Gefahr für die Umwelt dar. Der Grund dafür ist, dass das Abwasser direkt in den Fluss geleitet wird. Das wußte ich allerdings noch nicht, als ich an dem Morgen über die Brücke ging, sondern ich habe es am Nachmittag von Dr. Nurretin Alphan Tuncer, dem Guide des Bildungsurlaubs erfahren.
Den Bücherflohmarkt auf der Brücke mochte ich trotzdem.

Es war wenig los am Sonntagmorgen.

Ich schreibe nicht immer was zu den Fotos. Meistens sind es einfach nur so Momente oder meine Eindrücke.



Das rote Kleid ausführen.

Auch am Sonntag wird gearbeitet.

Licht und Schatten.

Tirana’s Rock begegnete mir an meinem ersten Tag immer wider aus unterschiedlichen Perspektiven. Es gehört mit 85 Metern zu den höchsten Gebäuden im Land. Erst am Abend beim Sichten der Fotos, konnte ich erkennen, dass es sich um einen Kopf handelt. Es ist der Kopf des albanischen Nationalhelden Skanderbeg. Das Gebäude kommt, wie so viele andere, nicht ohne Kritik aus. Wer möchte: hier ist etwas dazu zu lesen.


Hinter der Skanderbeg Statue wird auch gebaut.

Et’hem Bey Moschee mit Uhrenturm und einem Stück Hochhaus.




Vor der Moschee werden Sonnenschirme und Fächer verkauft. Sehr nützlich, denn es ist heiß. Ich hab meinen Fächer natürlich wieder einmal vergessen.

Musikanten.

Ein Stück vom Tirana’s Rock. Das Erdgeschoß ist für Geschäft gedacht, dann folgen ein paar Stockwerke mit Büroflächen und die restlichen 20 Stockwerke sind für Wohnungen vorgesehen. Es gibt zusätzlich noch 5 unterirdische Stockwerke für Parkgaragen.

Auch so wird gewohnt. Und zwar von den allermeisten Albanier:innen.

Nach meinem Pflaster Einkauf in einer Drogerie, ich hatte mir leider eine Blase gelaufen und das Pflaster, welches ich dabei hatte war schon verrutscht und abgelaufen, stand ich vor dem Mural mit der lesenden Katze.



Ganz nah dran.



Der weisse Elefant betreibt hier eine Eisdiele.



Kleiner Buchladen um die Ecke von meinem Hotel.

Mittagspause. Mache ich kurz danach auch. Und um 16:00 treffe ich mich dann mit der ganzen Reisegruppe auf der Terrasse vom Hotel. Wir sind 13 Personen. Ich finde das viel, in Wirklichkeit ist es aber wohl eher eine kleine Gruppe. Wir machen uns miteinander bekannt, erfahren etwas über den Ablauf der nächsten Tage und brechen dann zu einem ersten Orientierungsgang auf.


Erster Halt bei der Villa von Enver Hoxha.

Einer der zahlreichen Bunker.

Der Bulevardi Dëshmorët e Kombit, Boulevard der Märtyrer der Nation ist die wichtigste Prachtstraße von Tirana.

Die Pyramide von Tirana wurde 1988 als als Enver Hoxha-Museum dem 1985 gestorbenen Diktator gewidmet.

Nach dem Sturz des Regimes wurde es zum Internationales Kulturzentrum ernannt und diente als Konferenz- und Ausstellungsraum. Außerdem war noch eine Bar und eine Disco und Büros verschiedener internationaler Organisationen darin untergebracht. Während des Kosovokriegs nutzte die NATO Räume im Gebäude.

In den folgenden Jahren kam es zu Leerstand und Abrissplänen. Letztendlich gingen Grundstück das Gebäude 2016 aus Regierungseigentum in den Besitz der Gemeinde Tirana über. Von 2021 bis 2023 wurde das Gebäude umgestaltet und eine Mischung aus Kultur- und Bildungszentrum für Jugendliche ist entstanden.

In, auf und neben der Pyramide sind Räume für Workshops entstanden. Das Weiterbildungsprojekt “TUMO Tirana” bietet freie Fortbildungskurse für Teenager in neuen Technologien wie Programmieren, Robotik, Musik, Grafik-Animation und Film an.

Sitzen auf dem Gelände um die Pyramide.

Rückbauarbeiten der Bühne am Skanderbeg Platz.



Downtown One, mit einer abstrakten Karte Albaniens auf der Fassade.


Nach unserem Rundgang waren wir hungrig und haben im Restaurant Oda mit traditioneller albanischer Küche sehr gut gegessen.

Dort finden auch immer wechselnde kleine Fotoausstellungen statt. Sehr zu empfehlen.
Mein Fazit am Ende des Tages: Ich hatte ganz schnell einen richtig guten Zugang zu Tirana und ich habe in der kurzen zweiten Hälfte des Tages so sehr viel gelernt.
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