Montag, 1. Juni 2026 – Bildung in Tirana II, Faules Obst

In der Nacht zum Montag habe ich leider sehr schlecht geschlafen. Ich konnte wegen Kopfschmerzen nicht einschlafen und bin mit Kopfschmerzen aufgewacht.

Straße zum Café am Morgen.

Ich hab etwas geturnt, Tee im Bett getrunken und bin zu einem Morgencappuccino aufgebrochen.

Das Café und auch mein Hotel sind an einer Schule und ich konnte beobachten, dass hier manche Kiner mit Luftballons in die Schule gebracht werden.

Anschließend gab es Frühstück im Hotel. Weil es mir noch zu früh war, machte ich es einer Mitreisenden nach und packte mir mein Frühstück ein.

Gegen 10:00 liefen wir gemeinsam zu den Räumlichkeiten der Heinrich Böll Stiftung.

Unterwegs kamen wir in einer kleinen Gasse an dem Haus vorbei, in dem Mutter Theresa in den 30er Jahren mit ihren Schwestern lebte.

An den Wänden und Mauern vom haus und auch gegenüber gibt es viele blaupastellige Zeichnungen.

Angekommen in der Böll Stiftung ging es mir immer nur noch schlechter. Bis ich es am Mittag vor Kopfschmerzen und allgemeinem Unwohlsein nicht mehr aushalten konnte. Deshalb bin ich in der Pause zum Hotel zurück gelaufen, hab mir unterwegs noch was zum Essen gekauft und mich anschließend ins Bett gelegt. Dort blieb ich lange liegen und schlief nochmal richtig tief. Hinterher ging es mir etwas besser, aber so richtig toll hab ich mich immer noch nicht gefühlt.

Trotzdem wollte ich gerne noch einen Spaziergang machen. Beim Tasche packen fiel mir dann auf: Oh, wo ist denn meine Bank card und mein Personalausweis. Tja, leider waren die karten nicht zu finden. Auch nicht nachdem ich das ganze Zimmer auf den Kopf gestellt hatte und auch nochmal zu den zwei Läden und dem Café gegenagen bin, in denen ich war. Sehr blöd und besonders ärgerlich, weil ich sonst nie die Karten mitnehme sondern sie immer im Zimmer lasse. Was hatte ich mir nur diesmal dabei gedacht es anders zu machen?

Weil es ja nun nicht zu ändern war und ich noch Bargeld und eine Kreditkarte habe, bin ich erstmal trotzdem losgelaufen.

Beim herumlaufen hab ich immer überlegt, was nun zu tun ist und mich dabei per Chat mit der Freundin beraten, die mir zur Seite stand und aufgeregter war als ich.

Es folgen ein paar Strassen und Fassaden.

Auf dem Rückweg kam ich an der Demonstration vorbei, bzw. geriet mitten hinein, von der am Morgen in der Böll Stiftung gesprochen wurde. Es war seit sehr vielen Jahren die erste Demonstration, die aus der Zivilgesellschaft kam und nicht von einer Partei organisiert war und es wurde für den Erhalt eines Naturschutzgebiets demonstriert. Ein Teil des Gebiets musste schon dem neuen Flughafen weichen und nun sollen Hotelanlagen folgen.

Und weil ich gerade an der Pyramide angekommen war, bin ich all die vielen Stufen hochgeklettert um herunterschauen zu können. Es waren so viele Demonstrierende zu sehen. Das war wirklich toll.

Und einen tollen Rundumblick hatte ich von dort oben natürlich auch.

Und dann war es Zeit mich auf den Rückweg zu machen. Der Rat der Freundin doch endlich mal meine Karte sprerren zu lassen wurde dringlicher und ich wurde mittlerweile auch etwas unruhiger. Mir war ja auch nicht eingefallen, wo ich noch hätte suchen können. Also wurde die Karte gesperrt. Dabei habe ich gleich festgestellt, dass noch niemand mein Konto geplündert hatte. Und ich bin auch wirklich froh, dass ich meinen Reisepass dabei habe. Danach konnte ich viel ruhiger schlafen.

So ein Tag, der sich als ein Stück faules Obst entpuppt gehört wohl zu einem Urlaub auch immer mal dazu. Möge es der Letzte gewesen sein.

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