19.–21. Dezember 2025 – Vom Wüstenglück, Teil II

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Nach der langen Fahrt hinaus aus der Wüste (das ist nicht ganz richtig, aber so fühlte es sich für mich an) kamen wir gegen 17:00 Uhr im großen Sahara Yoga Camp bei Merzouga an. Wir bekamen eine kleine Besichtigung des Camps, und weil es schon langsam dunkel wurde, brachen wir nach kurzer Zeit bereits wieder auf, um in unser eigentliches Camp zu laufen/fahren. Ich saß mit Jenny auf dem Dach vom Jeep. Es war zwar nur eine sehr kurze Strecke, aber ich fand es sehr abenteuerlich und aufregend, weil der Jeep manchmal fast senkrecht nach unten kippte. Es hat viel Spaß gemacht.

Mein Zelt war das in der 3er Reihe ganz rechts.

Nachdem wir unsere Zelte bezogen und uns etwas umgesehen hatten, war es Zeit für Yoga. Danach gab es Abendessen und kurz nachdem wir alle am Tisch saßen, fing es an zu regnen. Damit hatte, glaube ich, keine von uns gerechnet. Zuerst dachten wir, es würde schnell wieder aufhören, aber es wurde ein längerer Regenschauer, sodass wir in das große Zelt umziehen mussten.

Zelten bei Regenwetter ist genauso wenig toll, wie ich es mir schon vorgestellt hatte. Trotzdem war es später, als ich endlich im Schlafsack lag, gemütlich, und am nächsten Morgen schien die Sonne wieder.

Am nächsten Morgen war ich schon um 6:30 Uhr wach, und weil wir uns am Abend gewünscht hatten, erst um 8:00 Uhr mit Tee und Yoga zu beginnen, hatte ich Zeit, um schon mal etwas auf den Dünen herumzuklettern und den Sonnenaufgang zu bestaunen.

Nachdem die Sonne aufgegangen und mittlerweile auch alle anderen wach waren, trafen wir uns zum Tee und zum Yoga. Ich fand die Kombination mit Wandern und Yoga richtig toll. Dabei war es nicht immer leicht, mich am Morgen, wenn es oft noch sehr kalt war, zu motivieren, aus dem warmen Schlafsack zu krabbeln und mich auf die Yogamatte zu begeben. Manchmal haben wir einfach die Schlafsäcke für die Schlussentspannung mitgenommen. Und letztlich mochte ich, genauso wie zu Hause, den Morgenunterricht immer am liebsten. Jenny ist es einfach immer gelungen, dass ich mich danach beweglich, wach und bereit für den Tag gefühlt habe. Und auch die Yogaeinheiten am Abend, waren immer genau richtig. Ganz besonders nach den Tagen, an denen wir viel gelaufen sind und ich eigentlich dachte, ich sei zu erschöpft für Yoga, hat es Jenny geschafft, dass ich mich erfrischt und entspannt gefühlt habe. Ganz herzlichen Dank dafür. Wer auch einmal eine Yogareise mit Jenny unternehmen möchte, geht bitte hier entlang.

Nach dem Yoga stand noch das Frühstück auf dem Programm und dann gab es nichts mehr zu tun. Wir hatten einfach keinen Programmpunkt für den Tag, und das fand ich sehr toll.

Nach dem Frühstück habe ich dann die Dusche ausprobiert. Unser kleines Camp war nämlich noch einmal komfortabler als die anderen Orte, an denen wir übernachtet hatten. Der Ort hatte einen Wasser- und Abwasseranschluss und deshalb eine richtige Toilette. Und auch eine Dusche. Die war wieder etwas Besonderes. Es war eine Campingdusche mit einem Wasserbehälter und einer akkubetriebenen Pumpe. Ich hatte ein lustiges Duscherlebnis. Und die Duschkabine war aus Ästen und Stroh.

Ich verbrachte den Tag mit Lesen, mit einzelnen aus der Gruppe plaudern und einem Fotospaziergang auf den Dünen.

Man denkt vielleicht, es gibt nicht so viel zu sehen außer Dünen und Sand, aber irgendwie finde ich dann doch immer etwas.

Ich glaube, das war ein kleiner liegengebliebener Gebetsteppich.

Die App sagt, es ist ein Schwarzkäfer. Ich habe sehr viele gesehen. Sie sind sehr schnell über den Sand gelaufen und sie können sich plötzlich in den Sand eingraben, wenn sie Gefahr erkennen (also mich leider).

Wikipedia sagt: Die meisten Arten sind dämmerungs- oder nachtaktiv. Tagsüber können sie sich in heißem Wüstensand eingraben oder hochbeinig mit weit vom Boden abgehobenem Körper schnell über den Wüstenboden laufen.

Die Grashalme malen Muster in den Sand.

Wenn ich mal nach oben geschaut habe, sah es so aus.

Die Wurzeln fand ich auch so schön.

Mohammed wartet nicht nur auf den Sonnenuntergang sondern auch auf Handyempfang.

Am späten Nachmittag sind wir in kleinen Gruppen auf die ganz große Düne geklettert. Das war sehr anstrengend. Und ich glaube, nicht nur für mich. Weil es so anstrengend war, habe ich mir überlegt, einfach gar nicht bis nach ganz oben zu klettern. Einfach nur bis zur Hälfte oder bis zum nächsten Grasbüschel.

Bei der Hälfte angekommen, legte ich mich in den Sand und beschloss, liegen zu bleiben. Ich habe einfach schlapp gemacht. Aber nachdem ich mich dann sehr lange ausgeruht und über den Sand geschaut hatte, bin ich doch noch weiter nach oben geklettert. Bis fast ganz nach oben. Dort bin ich dann geblieben und habe auf die Gruppe gewartet, die hinter mir war. Und dort sind wir dann zusammen geblieben und haben auf den Sonnenuntergang gewartet. So schön.

Auf den Dünen zu chillen, ist immer eine gute Idee. Auch am nächsten Morgen vor und nach dem Frühstück.

Ein Dünenspaziergang auch.

Besonders in diesen schönen traditionellen Sandalen.

Weil es unser letzter Morgen war, wurde gepackt.

Alles fertig und der Abschied stand bevor.

Ein Teil der Gruppe ist nach Merzouga gelaufen. Jenny und ich sind mit dem Jeep gefahren.

Deshalb hatte ich noch etwas Zeit für Fotos.

Und konnte mich verabschieden mit dem Versprechen an mich, zurückzukommen.

Am großen Camp gab es noch einen kurzen Halt weil noch etwas umgepackt werden mußte.

Alle Koffer und Taschen sicher festgeschnallt.

Und dann ging sie los, die wilde Fahrt. Es wäre noch besser gewesen, wenn ich die Jacke, die ich mir umgebunden hatte, tatsächlich angezogen hätte. Es war nämlich leider sehr kalt dort oben, aber wir sind so schnell und wild gefahren, dass ich mich richtig gut festhalten musste und deshalb die Jacke nicht anziehen konnte. Und ich glaube, bei dieser Fahrt, habe ich mir dann auch die dicke Erkältung eingefangen, die mich ein paar Tage später in Meknès ins Bett gezwungen hat. Toll war es trotzdem, dort oben zu sitzen.

Und nach schätzungsweise 45 Minuten hatte sie uns zurück, die Zivilisation.

Zuallererst in Form eines Kaffees im Nomadic Coffee.

Und nur kurze Zeit später waren wir dann auch wieder online.

Vor ein paar Tagen habe ich mich mit einer Freundin über das Off- und Online-Sein unterhalten. Ich hatte wirklich überhaupt nicht darüber nachgedacht und habe es auch nicht vermisst. Und das, obwohl ich mit der Kölner Freundin jeden Tag chatte. Sie wusste Bescheid, dass ich offline bin, und schrieb ein paar Tage in unseren Chat wie sonst auch. Und ich schrieb einfach jeden Abend weiter in mein Tagebuch wie sonst auch. Hinterher erfuhr ich von ihr und auch von anderen, dass es sehr seltsam war, so gar nichts von mir zu hören und auch über Social Media einfach nichts mitzubekommen. Ich hingegen empfand es als seltsam, dass ich es in der Wüste überhaupt nicht vermisst hatte, aber sofort, als sich die erste Gelegenheit bot, völlig ohne Not oder anderen wichtigen Grund – zack! – war ich wieder angemeldet.

So hübsch die sandfarbenen Häuser mit den blauen Verzierungen.

Nach unserem Halt am Nomadic Coffee, trafen wir die restliche Gruppe am Oasengarten.

Spaziergang mit Froschsichtung.

Es war so ungewohnt, plötzlich wieder so viele frische, grüne Pflanzen zu sehen.

Es gab Kohlrabi, Rote Bete, Zucchini, Möhren, verschiedene Kräuter, und es war einfach wunderschön dort.

Und so liefen wir von den Gärten zum Haus der Familie Oussidi und wurden dort mit einem großen Servierteller Couscous bewirtet.

Sahara Yoga, ist ein familiengeführtes Reiseunternehmen und Barak Oussidi ist der Gründer. Neben den besonderen Reisen liegt Barak die nachhaltige Entwicklung von Merzouga, seinem Geburtsort, am Herzen.

Aus diesem Grund, gründete er eine Vorschule. Geplant war eigentlich ein Besuch der Schule, um die gewünschten Geschenke abzugeben. Aber weil es schon sehr spät und wir alle sehr erschöpft waren, wurden all die kleinen Zahnbürsten und Zahnpastatuben nicht persönlich von uns überreicht. Das fand ich aber nicht schlimm. Hauptsache, es kam bei den Kindern an.

Nach einer kurzen Autofahrt kamen wir in unserem Hotel an.

Und es war fast ein kleiner Schock, plötzlich von so einem Luxus umgeben zu sein. Aber an ein großes, bequemes Bett kann ich mich wirklich rasant schnell wieder gewöhnen. Und auch an eine heiße Dusche.

Nach einer Schwimmrunde im Pool, der heißen Dusche und einem grandiosen letzten Abendessen mit der ganzen Gruppe, lagen wir alle sehr früh im Bett.

Aber nicht, ohne noch einmal von der Dachterrasse geschaut zu haben. Auf Wiedersehen, Merzouga.

Ganz herzlichen Dank an unsere großartigen, lustigen, freundlichen, fleißigen Reisebegleiter von Sahara Yoga.

Weil unser Flug um 7:00 Uhr am nächsten Morgen ab Erracchidia ging, mussten wir schon um 4:00 Uhr losfahren. Wer wissen möchte, wie die Reise weiterging, geht bitte hier entlang.

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