KW 50 – Ein Kopfschmerz liegt über der Woche

Am Montag bekam ich von der überaus talentierten N., die in unserem Hauptbüro arbeitet, diese wunderschönen Schneeflocken-Kekse geschenkt. Ich wusste schon, dass sie eine sehr gute Bäckerin ist. Aber das sie außerdem auch noch so wunderbar basteln und in filtzeliger Kleinarbeit Muster auf Kekse malen kann hätte ich nicht gedacht. Die Schneeflocken sind so schön, dass ich sie leider nicht essen kann. Zuerst lagen sie zwei Tage auf einem Teller auf dem Küchentisch, nun liegen sie auf dem Kranz. Sie sind jetzt hart aber immer noch sehr hübsch. Auf dem Kranz werden sie bis Januar liegen, dann werde ich sie etwas abstauben und in die Dekokiste packen. Bis zum nächsten Jahr. So wird es dann immer weiter gehen bis sie irgendwann so eingestaubt und vielleicht auch etwas farblos geworden sind und dann kommen sie weg. Ich sag nicht wohin, denn es klingt zu traurig. Aber jetzt freue ich mich noch jeden Tag wenn ich am Tisch sitze und sie ansehe.

Den kleinen Vogel in der Glaskugel, die keine Kugel, sondern eher so eine Form wie ein besonders dicker, runder Elisen Lebkuchen hat, hat mir die K. nach unserer Mittwochsverabredung zur Thai-Massage geschenkt. Dabei hab ich letzte Woche auch schon so viele Geschenke bekommen. Und zwei Adventskalender – die hatte ich noch gar nicht erwähnt.

Die restliche Woche war nicht sehr erfreulich. Ich hatte jeden Tag Kopfschmerzen. Mahl weniger aber meistens mehr. Der Kopf hat gedröhnt und war sehr schwer. Ich war und bin, denn die Schmerzen sind immer noch nicht verschwunden, ratlos.

Trotzdem hat mir unsere Weihnachtsfeier Spaß gemacht. Wir waren im Sandershaus in Kassel/Bettenhausen. So ein schöner Ort, an dem ich demnächst einmal Kaffee trinken, Hummus essen (soll besonders lecker sein) und mich im Gelände drumherum umsehen werde. Es gibt einen großen Café/Bar Raum mit einer Bühne für Lesungen, Konzerte etc.

Auf der gleichen Etage von Café/Bar ist ein großer Seminarraum, ein Fernsehraum, eine Küche und ein Aufenthaltsraum. Die Räume sind zu mieten und zur Nutzung für die Hostel Gäste.

Denn ein Stockwerk beherbergt ein Hostel mit Gemeinschaftsküche und richtig schön und gemütlich eingerichteten Zimmern. Im Flur steht diese alte Trockenschleuder (genau so eine steht bei Erica in der Waschküche), sie wurde zu einem Mülleimer umfunktioniert.

Im Keller gibt es einen weiterern Konzertraum, der auch zu einem Kino umfunktioniert werde kann und verschiedene Werkstätten zum bauen, werkeln, nähen etc.

In der obersten Etage  ist „Raum für diejenigen, die Raum suchen“. Ich finde es ist eine sehr schöne Beschreibung die ich deshalb hier von der Homepage übernommen habe. Dort ist die Gemeinschaftsunterkunft Amal, in der momentan 40 geflüchtete Menschen leben.

Na sowas, da ist das wohl Werbung (freiwillig und unbezahlt) geworden, was ich hier gerade mache.  Wer mehr über das Sandershaus wissen möchte schaut bitte hier.

Die kleine Kuchenauswahl ist ein Bruchteil des Buffets was wir zu unserer Weihnachtsfeier hatten. Ich finde unsere Team – Buffets immer ganz besonders und am allertollsten und schlimm lecker. Meine Kolleg*innen kochen und backen einfach unglaublich gut. Vom Buffet hab ich trotzdem keine Fotos gemacht. Aber von den Kolleg*innen. Die darf ich hier allerdings nicht zeigen. Schade eigentlich.

Nachdem ich am Samstag bei Erica war, habe ich zu einem kurzen Spaziergang angehalten. Ich dachte, er vertreibt vielleicht die Kopfschmerzen. Das war leider nicht so. Trotzdem war es schön und zum ersten Mal war mir richtig kalt, der eisige Wind pfiff mir um die Nase, in den Fingern hatte ich nicht mehr viel Gefühl, aber die Füße waren warm.

Vielleicht hat aber auch der Anblick dieser Puschel, die irgendeine Sorte Teufelszwirn sind, meine Füße gewärmt.

Heute Morgen war mein Wasserbottich für die Füße von einer Eischicht bedeckt. Das Problem konnte mit energischen Tritten nackter Füße behoben werden.

Kurze Zeit später wirbelten Schneeflocken durch die Luft.

Und weil ich wieder glaubte, ein Spaziergang würde die Kopfschmerzen vertreiben und weil ich der lieben Kollegin zum Geburtstag gratulieren wollte und ja, ja natürlich, weil ich Geburtstagskuchen essen wollte, bin ich durch den Schnee zu ihr gelaufen. Und auch wenn die Kopfschmerzen eher mehr geworden sind, war es so schön und gemütlich und lecker und ich lief zufrieden in der Dämmerung zurück.

 

 

 

 

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