KW 49 – Novemberwetter und Geschenke

Der Dezember ist da und er sieht aus wie ein November. Regenwetter und Dämmerlicht. Wenn ich mir den Hinterhofgarten betrachte, könnte sogar noch Oktober sein. Ich begrüße ihn mit Apfelstrudel. Den gibt es schon lange in der Lieblingsbäckerei, aber ich habe ihn neu entdeckt.

Ein Päckchen ist angekommen und die Freude war groß. Das Päckchen an sich, also das Paket, ist schon sehr oft von Kassel nach Köln und dann wieder von Köln nach Kassel geschickt worden. Es besteht mittlerweile hauptsächlich aus Klebeband. Der Inhalt vom Päckchen wird mir in Zukunft hoffentlich dabei helfen, dass mir meine liebsten Istanbul – Fotos nicht mehr durch den Laptop hindurch fallen und im großen Nichts verschwinden. Danke, danke, danke liebste Smilla.

Am Donnerstag hatte der Nikolaus etwas im Schrank vom Kursraum versteckt. Für die Kollegin und mich.

Am Freitag war ich beim Yoga. Bei meiner Freundin K. Vor der Stunde hat sie mir ein sehr tolles Buch geschenkt, schon mal so vor Weihnachten damit ich es mir nicht selbst kaufe. Denn sie kennt mich gut. Und dann also der Yogaunterricht. Ganz wunderbar war das. Ich hab mich bei jeder zweiten Übung gefragt warum und was ich da eigentlich mache und ob ich das Buch bekommen habe, damit ich nicht weglaufe. Als Bestechung sozusagen. Ich habe mich nach links gedehnt, nach rechts gestreckt, das Kreuzbein in den Boden geschoben, die vorderen Rippenbögen nach innen und Richtung Wirbelsäule und die hinteren unteren Rippen nach unten zum Becken, die rechte Brustkorbhälfte in die eine und die linke Hälfte in die andere Richtung und immer so weiter. Am Samstag hatte ich Muskelkater in der Brustwirbelsäule, beim atmen tat es weh und auch sonst waren so allerlei Bewegungen beschwerlich. Da hat sich der Bestechungsgedanke noch verstärkt. Montag ist wieder Yoga. Ich gehe hin.

Als ich am Samstag ein Plätzchenrezept gesucht habe, habe ich ein Kalenderblatt von Erica gefunden. Irgendwann in der 60ern saß man mit fleißigen Händen um den Adventskranz herum.

Und hat sich über den noch immer aktuellen Gänsebraten unterhalten.

Samstag belieferte ich Erica mit dem Wocheneinkauf. Denn am Tag zuvor sprach sie am Telefon zu mir: „Simone, bei dem Wetter hab ich keine Lust raus zu gehen.“ Ich wäre auch zu gerne mit meinem Buch und der Kaffeetasse am Küchentisch sitzen geblieben.  Trotz des Novemberwetters habe ich am Abend Plätzchen gebacken denn auch dazu hat Erica keine Lust mehr. Wir sprachen über den Weihnachtsbaum und das Feuer im Küchenherd was so schwer zu entzünden ist jeden Morgen. Wie gut das es zusätzlich noch die Zentralheizung gibt.

Und am Sonntag habe ich keinen einzigen Fuß vor die Tür gesetzt. Ich habe Kugeln und Sterne aufgehängt, eine Fotobuch für Erica vorbereitet, Bratäpfel für die Nachbarin und die Freundin gebacken, die dann zu Besuch kamen, das Fotobuch fertig gestellt und in Auftrag gegeben. Richtige Weihnachtsdinge also. Einen Kranz und eine Kerze gibt es auch. Aber es fühlt sich seltsam an, denn draußen ist ja noch November.

 

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