42 KW Oktober 2019 – Herbstlich

Sehr gelassen und doch mit Schwung gehe ich in die erste Nachurlaubswoche. Ich hatte am ersten Arbeitstag keine Termine und deshalb genug Zeit zu hören und zu schauen was so los war in meiner Abwesenheit. Am Nachmittag schönster Sonnenschein und die Frage der Yoga – Freundin: „Wollen wir uns nicht vor dem Yoga zum Kaffee treffen?“ Sehr gute Idee. Vor dem Café war es voll und sonnig und wir erzählten uns die letzen Wochen. Beim Yoga war es auch schön und schon war der erste Wochentag vorüber.

Dienstag werde ich wach mit Kopf- und Halsschmerzen. Das ignoriere ich besser schnell. Im Büro fällt der Kopf immer mal auf den Schreibtisch und die Kollegin schickt mich nach Hause. Und da bleibe ich den Rest der Woche mit einer Erkältung.

Ich fühle mich wie die Balkonblumen die ich täglich in den verschiedenen Stadien ihres immer schlaffer werdenden Zustandes knipse.

Mehr ist nicht zu tun. Schlafen, Nase putzen, lesen, niesen, schlafen, viel trinken, hier herumbloggern, schlafen… und einmal bekomme ich auch Besuch.

An irgendeinem Tag ist wildes Regenwetter. Ich kann mich nicht erinnern wann genau das war weil so Krankheitstage eher gleichmütig dahinfließen.

Aber wüst war er schon der Regen und so habe ich ihm vom Balkon aus zugesehen.

Was noch schade ist, außer dem dröhnenden Kopf und so: ich mußte meine Yogakurse absagen und auch mein tägliches Yoga am Morgen entfällt. Dazu ist der Kopf zu schwer und die Gliedmaßen zu schlapp. Ich sitze aber jeden Morgen mit Wärmflasche, Wolldecke und Tee auf dem Balkon und freue mich über meine zwei Reisemitbringsel aus Ürgüp.

Freitag geht es mir etwas besser und ich kaufe auf dem Markt einen großen Berg Obst und Gemüse und am Abend koche ich für die A. und wir erzählen uns auch die letzten Wochen. Danach bin ich ganz schön müde und falle ins Bett.

Samstag ist Erica – Tag. Lange waren wir nicht zusammen einkaufen. Wie gut, dass der Nachbar so nett ist und ihr alles mitbringt was sie braucht wenn ich nicht da bin. Sie hatte schon vor drei Wochen geplant: „Wenn du zurück bist, gehen wir einkaufen, fahren danach in den Friedwald und besuchen dann N. (mein erwachsenes echtes Patenkind und ihre drei Töchter). Als ich zu ihr komme hatte sie leider ihren Plan vergessen. Das macht aber nichts denn ich erinnere sie daran und der Plan wird umgesetzt. Der Einkauf geht recht flott vonstatten und schon fahren wir durch den bunten Wald.

Weil Erica gerne Blumen unter den Günther- Baum legt, habe ich vorher in ihrem Garten ein paar Blüten gepflückt. Ich mag es auch sehr wenn wir ein paar Blumen mitbringen.

Wir drehen noch die kleine Friedwald Runde.

Wir finde kleine Pilze.

Viele, nicht reife, Brombeeren.

Und Erica findet eine neue Bank die sie sofort testen muss und für sehr schön und sehr bequem befindet.

Nach dem Spaziergang fahren wir zum Kaffee Besuch beim erwachsenen Patenkind. Wir sind nicht der einzige Besuch und Torte gibt es auch und wir haben einen sehr schönen und lustigen Nachmittag.

Weil ich erst um 19 Uhr wieder zu Hause bin, will ich nur noch auf’s Sofa, so richtig fit bin ich eben doch noch nicht.

Sonntag sitze ich zuerst mit Tee und Buch im Bett und später auf dem Sofa. Auf dem Sofa freue ich mich über die Dahlien und die Cosmea von der Wiese zum selbst pflücken.

Und will dann spazieren gehen und die Gartenfreundin nebst Besuch aus Lübek auch und so laufen wir zusammen los. Auf dem Weg Richtung Wald kommen wir an einer Menge Häuser mit Vorgarten vorbei. In einem Vorgarten liegt dieser hübsche Schrank mit Blumen. Das Haus ist unbewohnt und so legen wir einen Zettel mit Namen und Telefonnummer vor die Tür und hoffen auf eine Rückmeldung, denn einfach mitnehmen können wir den Schrank ja nicht.

Im Wald finden wir diese erstaunlichen Pilzen. Ganz glasig sehen die aus. Den Namen konnte ich bisher nicht herausfinden, das Geburtstags Buch heißt „Was blüht denn da?“ und nicht „Was wächst denn da?“.

Es sind unglaublich viele glasig, glibbrige Pilze die sich an diesem einen Baumstamm versammelt haben.

Dann geht der Regen los. Nicht sehr stark und außerdem ist das Café schon fast in Sichtweite. Dort gibt es Kaffee, Tee und Torte und ein Gespräch über Tiere essen und keine Tiere essen und warum wir sie essen oder auch nicht und was sonst noch so, außer Tier, gegessen wird oder auch nicht. Etwas später fahre ich nach Hause. Dort angekommen wundere und freue ich mich wieder einmal über die wirklich lange und immer noch blühende Kapuzinerkresse die so von meinem Balkon hängt.

Weil ich im Café Tee getrunken habe, möchte ich jetzt noch einen Kaffee. Den trinke ich mit der Nachbarin denn sie ist gestern aus Amsterdam zurück gekommen. Wir trinken Kaffee, erzählen uns Reisegeschichten und dann sinke ich auf mein Sofa und dort sitze ich immer noch. Der nächste Ortswechsel wird dann das Bett sein.

Gerade die Nachricht erhalten: Der Schrank darf abgeholt werden.

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