In der Nacht zum Montag wurde die Rotznase immer schlimmer und es gesellten sich noch Hals- und Kopfschmerzen hinzu. Weil der Besuch sich am Vormittag verabschiedete und es weiterhin gründlich regnete, fand ich das nicht so ganz schlimm und machte es mir auf dem Sofa gemütlich.
So ganz ohne nachdenken und im ersten Augenblick fällt mir zum vergangenen Jahr anstrengend ein. Ich habe mich oft erschöpft gefühlt und mir unterschiedlichste Sorgen gemacht, besonders über das Weltgeschehen. Aber glücklicherweise gab es auch wieder so viele schöne Erlebnisse und Momente. Hier kommen einige davon.
Ein Teil meiner gelesenen Bücher. Die anderen wurden verliehen oder schon verschenkt.
In diesem Jahr habe ich ganz besonders gerne gelesen. Es war als hätte ich die Leselust nochmal neu entdeckt. Dabei kam ich auf 39 Bücher und davon waren 6 so richtige Lieblingsbücher. Es fällt mir schwer, ein ganz besonderes herauszusuchen, aber wenn jemand nur ein Buch im kommenden Jahr lesen möchte, würde ich mein Lieblingsbuch Nr. 6 von Négar Djavadi: Desorientale, empfehlen.
Und weil ich mal sehen wollte, in welchen Monaten ich was gelesen habe, sind sie in der monatlichen und der lese Reihenfolge sortiert.
Montagmorgen war weder an Rad fahren, noch an laufen zu denken. Glatteis. Schon beim Zähneputzen konnte ich sehen, wie Menschen auf der Straße herumgerutscht sind. Ich schloss mich ihren an und rutschte zur Straßenbahn. Die fuhr mich aber auch nicht bis zum Ziel, sondern ich musste die letzten Stationen laufen bzw. rutschen. Unterdessen kamen allerlei Nachrichten per WhatsApp von Kolleginnen, die Verspätung meldeten.
Am Montagmorgen zeigte die Wetterapp -6°. Das erschien mir unmenschlich kalt und ich befürchtete Glatteis. Aber es war nicht glatt und darüber war ich sehr froh, denn auf Laufen war ich nicht eingestellt.
In der Nacht zum Montag hab ich schlecht geschlafen und lag 1 Stunde wach herum. Schneegestöber auf dem Weg zur Arbeit. Ich hatte vergessen, wie nass Schnee ist. Er sah so fluffig aus. Also zog ich keine Regenhose an und hatte am Ende nasse Beine. Im Büro gab es einiges zu tun, aber trotzdem war es ein guter Start in die Woche.
Nach der Arbeit wollte ich meine Kamera zur Reinigung bringen und nach einem fahrradtauglichen Parka schauen. Ich hab nun neue Schuhe und ein neues Kleid.
Um hier mal wieder in den Tritt zu kommen, überspringe ich ein paar wenige Urlaubstage, von denen ich hoffentlich in den nächsten Wochen noch berichte.
Bei meiner Ankunft in Fès (oder auch Fes oder Fez), war ich etwas zerrissen. Mein Riad lag ganz am Rand der Medina. Einerseits war ich froh, ein paar Tage länger zu bleiben und nicht schon wieder nach 2, sondern erst nach 4 Nächten meine Sachen packen zu müssen, andererseits war ich noch nicht so ganz von der Lage meines Zimmers im neuen Riad überzeugt.
Auf der Fahrt vom Bahnhof durch die Stadt war ich ein wenig eingeschüchtert von Meknès. Alles war so ganz anders, staubiger, schmutziger und ärmer als im schicken Rabat und wuseligen Tanger.