Begegnung am Morgen

Vormittagsspaziergänge kommen bei mir nicht so oft vor. Ich schlafe gerne etwas länger, trinke Tee im Bett oder wo immer ich gerade bin und lese dabei ein wenig. In Mariendorf laufe ich mit meiner Teetasse jeden Morgen durch das nasse Gras.

Am Samstag also war ich früh wach und nach Tee und lesen bin ich um 10:00 schon losgegangen.

Gleich von der Straße abgebogen, Schuhe ausgezogen, durch Wiesen und am Maisfeld entlang und dann wieder auf eine große Wiese. Rechts und links war Wald und in der Mitte die Wiese.

Ich entschied mich durch das hohe Gras zum gegenüberliegenden Wald zu laufen und dann am Waldesrand entlang als plötzlich ein wirklich riesengroßer Hirsch aus dem Wald gesprungen kam.

„Oh mein Gott…… Foto?……beißen die? Sind die gefährlich?“ waren so meine Gedanken während der Hirsch und auch ich stehen blieb.

Es war nur ein Moment in dem er mich und ich ihn ansah aber es hat sich ganz wunderbar und aufregend angefühlt.

Dann ist er in großen Sprüngen über die Wiese und in den Wald hinein.

So ein tolles Erlebnis.

Ich stand dann etwas ratlos herum weil ich mir die Frage ob so ein Hirsch nun sehr gefährlich ist oder nicht, nicht so recht beantworten konnte. In welche Richtung sollte ich nun gehen?  Lieber in die entgegengesetzte Richtung in den Wald? Aber womöglich sind dort noch mehr Hirsche. Sind Hirsche Rudeltiere?

So sinnierte ich weiter über die Natur von Hirschen, ging ein Stück zurück und dann immer weiter durch die Wiesen und Felder.

Später als ich Erica davon erzähle sagt sie: „Ja klar, die Hirsche sind doch jetzt auch in der Brunft und tragen ihre Kämpfe um die Rehe aus“. Na da bin ich aber froh.

Ich hab übrigens keine Foto vom Hirsch gemacht. Aber ein paar Tage später ist mir, zwar in weiter Ferne, ein Reh begegnet.

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