7 KW Februar 2019 – Vom noch sehr jungen Frühling, dem Gorilla und der Freude über mein Bett

Wie vermutet, war ich die ganze Woche über krank. Ich habe mir also richtig Mühe gegeben und das Beste aus der Woche herausgeholt. In den ersten Tagen habe ich eine Schlafkur gemacht. Sehr zu empfehlen bei großer Müdigkeit, Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen.

Fast täglich ein kleiner Spaziergang für die frische Luft und um dem noch sehr jungen Frühling zuzusehen.

Am kleinen Blumenladen um die Ecke konnte ich nicht vorbei ohne mir einen Frühlingsstrauß auszusuchen.

Weil ich mich nicht entscheiden konnte, habe ich von fast jeder Blume eine ausgesucht. Neu kennengelernt: Die gelbe Knödelblume heißt Trommelschlegel und die ganz vorne rechts in orange heißt Gärtnerschreck. Habe ich mir alles von dem so sehr freundlichen Verkäufer erzählen lassen. Und aus vielen Trommelschlägeln und pinken Blumen, deren Namen ich leider vergessen habe, hat der junge Mann seinen Gesellenstrauß gebunden.

Am Donnerstag hat mich sogar die ebenfalls kranke Nachbarin beim Spaziergang begleitet. Ich wollte sie mit dem Gorilla bekannt machen. Und dann – ach du Schreck- saß er nicht mehr an seinem Platz. Sofort war ich ganz aufgeregt und entrüstet und kam mir auch gleichzeitig etwas verrückt vor so einen Aufstand wegen einem Gorilla zu machen. Also begann die Suche und führte mich sofort zum Komposthaufen. Um den ich einmal aufgeregt herumlief,  um dann von der schlauen Nachbarin darauf hingewiesen zu werden, dass er womöglich eher im Mülleimer liegen würde, wo ich ihn dann auch fand und sogleich errettete. Jetzt sitzt er wieder an seinem Platz an den Grabstein gelehnt. Ich denke darüber nach, mich an die Friedhofsverwaltung zu wenden, um zu fragen wie denn sowas passieren konnte….

Um mich vom Gorilla – Schreck abzulenken, habe ich Haferkekse mit Cranberries gebacken. Am Freitag ging es mir viel besser und so bin ich, im schönsten Sonnenschein und mit den Haferkeksen im Gepäck, zum zweiten Yoga & Coaching Wochenende nach Ratingen aufgebrochen.

Diesmal habe ich in einem anderen Hotel übernachtet. Das Bett war nicht so bequem und so war ich am nächsten Morgen nicht gut ausgeschlafen und habe mich den ganzen Tag über nicht richtig toll gefühlt und außerdem noch etwas gefremdelt – dabei kannte ich die Gruppe doch schon. Geht mir trotzdem oft so.

Die große Überschrift über diesem zweiten Wochenende war „Gegenwart“. Wir haben uns mit unserem aktuellen Standort im Leben, mit inneren Widerständen und Bewertungen beschäftigt und viele Übungen dazu gemacht. In der Samstags – Pause bin ich einmal um die Ayasofya Moschee herum gelaufen, die ich bei meinem letzten Besuch nur aus der Entfernung gesehen hatte.

Am Sonntag habe ich mich besser und viel wacher gefühlt. Wir haben erzählt, geübt, gelacht, getanzt und dann war die Zeit auch schon wieder herum und ich saß im Zug zurück nach Kassel. Gedanklich war ich währenddessen mit Ideen (es sind einige) für die Abschlussaufgabe und mit dem Thema Bewertungen und wie man sie als Konditionierungen erkennt und verändern kann, beschäftigt. Ich wünschte ich hätte eine Woche Urlaub um mich gleich der Abschlussaufgabe widmen zu können.

Und was noch so schön war auf der Rückfahrt: Ich hab mich so sehr auf zuhause und ganz besonders mein Bett gefreut.

 

 

 

 

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2 Kommentare

    1. Meine Schlafkur geht so: so viel schlafen wie es nur geht und wenn ich wach werde einfach die Augen nochmal zukneifen. Der Gesellenstrauß ist der Stauß den man binden muss bei der Prüfung am Ende der Ausbildung zur Florist*in. Die heißt doch Gesellenprüfung, oder? Deshalb dachte ich der Junge Mann hätte ‚Gesellenstrauß‘ gesagt oder vielleicht ‚Prüfungsstrauß‘? Ich werde ihn einfach nochmal fragen.

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