45 KW November 2020 – Novembergold und erfolgreiche Ablenkung vom Weltgeschehen

Gleich nach meiner Rückkehr von Madeira habe ich am Freitag auf dem Markt einen großen Gemüseberg eingekauft, die Reisetasche ausgepackt, die Waschmaschine beladen, bin durch die Wohnung gelaufen und angekommen. Am Nachmittag war ich mit A. & T. im Café verabredet. Da uns ab Montag der nächste Lockdown vorerst den Besuch netter kleiner Cafés und auch Restaurants verwehrt, sollte das Café noch einmal unterstützt werden. Am Abend haben wir uns dann gleich nochmal getroffen. Es war ja Freitag. Also gab es Pizza. Leider waren wir nicht vollzählig, die Gartenchefin wollte ein paar Tage lang mehr Abstand halten weil es in der Schule vom falschen Patenkind gab einen positiv getesteten Elternteil eines Kindes gab.

Samstag habe ich Samstagsdinge wie z.B. lesen, Tee trinken und zu Erica fahren erledigt. Einkaufen waren wir nicht. Erica hatte vergessen, dass ich mich angekündigt hatte und schon am Freitag mit dem Nachbarn eingekauft. Wir waren spazieren weil die Sonne vom Himmel schien.

Am Sonntag habe ich die Kollegin besucht. Sie ist umgezogen und hatte gefragt ob ich mir vielleicht mal ihre Schubladen vom Unterschrank ansehen könnte. Sie seien schief. Konnte ich mir ansehen. Aber ich frage mich, ob sie eigentlich jemals meine Schubladen angesehen hat. Dann hätte sie mir diese Frage nicht gestellt. Ich kann an schiefen Schubladen nichts ändern.

Anschließend bin ich im schönsten Sonnenschein und 16° einmal um den Buga See gefahren und fand es sehr schade, dass ich keine Badesachen dabei hatte.

Als ich am Montagmorgen durch die Stadt gefahren bin, habe ich vom Lockdown nichts gemerkt. Es war überall so voll wie eh und je. Der erste Arbeitstag war trotz Lockdown Spannung und der kurz bevorstehenden US Wahl ruhig für mich. Weil es so 20° warm und sonnig war bin ich mit der Kollegin am Nachmittag ein Stück durch die Aue gelaufen und dann zum Buga See abgebogen. Schon wieder hatte ich keine Badesachen dabei und weil es 16:15 war stand die Sonne schon recht tief, aber das war mir alles egal. Schnell alles ausgezogen und ab in den See. Ganz schön toll kalt. Deshalb war ich auch ziemlich schnell wieder draußen. Abgetrocknet habe ich mich mit meinem Halstuch. Sehr wahrscheinlich war dies nun wirklich das letzte Seebad des Jahres.

Am Dienstag war es schon erheblich kälter, am Mittwoch nur noch 6° und am Donnerstag sogar nur 3°. Ab Mittwoch bin ich dann mit Handschuhen und dicker Jacke zur Arbeit gefahren. Donnerstagnachmittag habe ich eine Yoga Freundin zu einem Spaziergang abgeholt und wir sind durch den nebligen Park gelaufen.

Markteinkauf am Freitag vor der Arbeit. Weil es zwar kalt aber sonnig war, bin ich nach der Arbeit über den Friedhof gelaufen.

Du meine Güte, der Gorilla war umgefallen und niemand hatte ihm geholfen.

Und obwohl ich beruhigend auf ihn eingeredet habe, sah er hinterher noch immer verschreckt und etwas ängstlich aus finde ich.

Vielleicht sollte ich ihn mit dem Bären bekannt machen, dann können sie sich gegenseitig helfen falls noch einmal etwas passiert. Der Bär gehört zum Grab vom Vater einer Freundin und er fällt auch immer mal von seinem Stein und bracht dann Hilfe.

Wieder zurück vom Friedhof kommt sogleich die Nachbarin zum Kaffee trinken. Dazu gibt es für jede von uns ein halbes Stück Apfelstrudel.

Samstag trinke ich einen Balkontee und turne danach eine Stunde lang Online Yoga. Danach lese ich mich mit einem Kaffee durch einige meiner Lieblings – Blogs. Das hatte ich schon länger nicht mehr in Ruhe getan. Gerne wäre ich einfach den ganzen Nachmittag in der Küche sitzen geblieben, aber ich war mit Erica zum einkaufen verabredet.

Diesmal waren wir tatsächlich einkaufen und anschließend haben wir in Niedermeiser, dem Ort in dem sie aufgewachsen ist, gehalten und sind den Bruchweg entlang gelaufen.

Erica sagt: „An Gründonnerstag hat mich die Oma immer losgeschickt und ich musste Brennnesseln sammeln. Da waren die Brennnesseln noch ganz jung. Ich hab eine Schere in die Hand bekommen und dann ging’s los. Gründonnerstag gab es immer Brennnesselgemüse“. Ich hoffe ich vergesse das nicht bis zum Frühjahr damit ich auch mal Brennnesselgemüse probieren kann.

Heute Morgen habe ich eine Weile im Bett gelesen und Tee getrunken. Aber dann hat mich die Sonne auf den Balkon gelockt.

Dort gab es Kaffee und ich hab mich über die einzige Knospe der Glockenrebe gefreut. Später hab ich gewaschen und ein wenig rumgeräumt.

Mittags wollte ich mit der Gartenchefin spazieren gehen. Sie war aber nicht zu erreichen. Also bin ich allein losgezogen.

Ungefähr 300 Meter mit Schuhen den Feldweg entlang. Dann Schuhe aus und nicht mehr angezogen. Ich könnte die Schuhe einfach gleich im Auto lassen. Aber ich denke immer, ich brauche sie vielleicht doch noch. Das passiert aber wirklich selten. Auch heute habe ich sie nicht mehr gebraucht. Und auch keine Jacke oder ein Tuch. Hatte ich aber dabei und deshalb hab ich geschwitzt obwohl ich die Jacke umgebunden und das Tuch und die Schuhe in der Hand hatte. Und die Kamera hing auch noch um meinen Hals.

Bei den Galloway Rindern hab ich mich etwas länger aufgehalten.

Ich mag die Rinder wirklich gern.

Das Pfaffenhütchen oder auch der gewöhnliche Spindelstrauch sieht aus, als würde eine klitzekleine Miniorange in den pinken Blütenblättern stecken denke ich jedes Mal.

Wieder Zuhause habe ich alle Mitbringsel dieser Woche auf dem Tisch ausgebreitet.

Dann hab ich mich an der Makrofotografie geübt.

Dabei war ich nicht so richtig zufriedenstellend erfolgreich.

Na ja, wird schon noch werden irgendwann. Hauptsache es macht Spaß.

Zum all die Fotos und Erlebnisse verbloggern gab es Kaffee und nochmal Apfelstrudel.

Was ich noch gemacht habe um meine Gedanken nicht dauernd um Corona, den neuen Lockdown und außerdem auch noch die US Wahlen kreisen zu lassen: Ich hab mich jeden Abend mit Serien abgelenkt. Ununterbrochen. Hat gut funktioniert. Aber so soll es in der kommenden Woche nicht weiter gehen. Bücher lesen ist nämlich auch schön. Sehr sogar. Und die Wahlen haben ja nun ein gutes Ende genommen. Oder zumindest ein Ende, was wieder hoffen lässt.

Ich hab Charitè und Das Damengambit angesehen und fand beide Serien richtig gut. Bei Das Damengambit musste ich oft an einen Freund denken, der 60er Jahre Möbel und Geschirr so gerne mag. Ich mochte auch noch die Mode der 60er und ganz besonders die Hauptdarstellerin Anya Taylor_Joy von der ich bisher noch nie etwas gehört hatte. Das bedeutet allerdings nichts, da ich so selten ins Kino gehe oder mich mit Filmen beschäftige.

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