45 KW November 2019 – Die Woche der Linsen und Kichererbsen

Die Woche beginnt mit 10° und Regen auf dem Arbeitsweg. Darüber freue ich mich fast ein wenig denn so kann ich ein Geburtstagsgeschenk ausprobieren: die Regen-Chaps, die einen anderen Namen haben aber ich kann mich nicht erinnern und habe die Verpackung weggeworfen. Die werden so einmal um den Bauch herum, um die Oberschenkel und unterhalb der Knie befestigt und wenn dann der Regen kommt, bleiben die Beine trocken, zumindest oben. Funktioniert prima. Allerbesten Dank an A. & T.

Der Rest des Tages besteht aus Arbeit und am späten Nachmittag darf ich, wie jeden Montag, Yoga-Schülerin sein. Sehr schön. Danach gibt es die braune Linsen mit Schwarzkohl – Suppe vom Sonntag.

Die ganze Woche ist voll bepackt mit viel, intensiver und durchaus auch anstrengender Arbeit. Dienstag bekomme ich schon wieder eine Absage vom unechten Patenkind bzw. seiner Mutter. Das Kind hat nun doch andere Wünsche, also kein Einkaufsbummel mit mir. Für ein Handy soll nun gespart werden, also werde ich einen Briefumschlag befüllen und ihn überbringen. Deshalb mache ich allein einen sehr kurzen Stadtbummel, kaufe blitzschnell ein paar Schuhe und eine Hose und bin noch fast vorm dunkel werden zu Hause. Dort gibt es den allerletzten Rest braune Linsen mit Schwarzkohl – Suppe.

Mittwoch, Donnerstag und Freitag bin ich jeden Abend Yoga – Lehrerin. Das macht mir zur Zeit am allermeisten Spaß von den Dingen die ich so tue. Da hätte ich gern mehr davon. Leider reicht meine Zeit nicht aus. Vor dem Yoga koche ich rote Linsensuppe und schneide mir nach dem Yoga noch zwei Hände voll Spinat hinein. Während ich esse, kochen auf dem Herd schwarze Linsen für den Linsen mit Rotkohl und Birnen – Salat. Den soll es am Donnerstag geben. Ab Mittwoch blüht auch endlich eine Balkon Cosmea.

Freitagabend bin ich nach dem Yoga mit A. & T. in Istanbul (das Lokal hat einen anderen Namen, aber die A. und ich wir nennen es gerne so weil es uns an unsere erste Istanbul Reise erinnert) zum essen verabredet. Wir haben es lecker und lustig.

Am Samstag fahre ich nicht zu Erica. Aber keine Angst sie muss nicht hungern. Wir haben in der letzten Woche viel eingekauft und im Notfall bringt der Nachbar alles mit was wir vielleicht vergessen haben. Ich schlafe also so lange bis ich nicht mehr kann, lese bis 11:30 Uhr im Pyjama auf dem Sofa und trinke dabei zuerst Tee und dann Kaffee. Um 12:15 fahre ich Richtung Freundin und unechtem Patenkind. Unterwegs halte ich am Buchladen. Ich habe einen Geburtstags Gutschein und kann mir ein Buch aussuchen. Das ist so schön und ich kann mich gleich bei der Freundin nochmal bedanken. Das unechte Patenkind sitzt mit einem Freund vor einem großen Bildschirm und zockt. Der Freund sagt artig „Hallo“. Das Kind sagt nichts und ich bin mir auch sonst nicht sicher ob es bemerkt hat das jemand, ich, gekommen ist. 12 Jahre alt. So wird das vermutlich noch mindestens 6 Jahre lang bleiben. Die Jungs bleiben allein zu Hause. Muss man sich keinerlei Sorgen machen, dass sie irgendwas anstellen. Die sind vorm Bildschirm festgetackert. Ich fahre mit der Freundin zum Dörnberg.

Einmal drumherum gelaufen, dann Kaffee und Kuchen im Café Helfensteine. Auf dem Rückweg weht toller Wind und ganz weit oben fliegt ein Drache durch die Luft.

Zum Abendessen gibt es Kürbis mit Kichererbsen und Erdnusscreme.

Und dann, kaum zu glauben, bin ich zum Kino verabredet. Es war sogar meine Idee und ich konnte am Freitag A.&T. vom Film überzeugen. Das „Portrait einer jungen Frau in Flammen“ wurde am letzten Wochenende von zwei Freundinnen empfohlen und gelobt und ich wollt so gerne mal wieder ins Kino. T.’s Sohn hatte rechtzeitig Karten besorgt und so saßen wir im kleinen Bali Kino in der letzten Reihe ganz in der Mitte.

Mir hat der Film sehr gut gefallen. So schön still und wunderbare Bilder. Ich hatte währenddessen immer wieder „Foto knips“ Impulse (oder wie auch immer das genannt wird). Und weil der Sohn von der T. ein sehr großer Film Fan ist und mit 21 Jahren schon mehr Filme gesehen hat als ich in meinem bisherigen Leben und sehr sicher auch in meinem zukünftigen Leben niemals mehr aufholen kann und weil er sehr regelmäßig darüber berichtet, teile ich hier seine Kritik zum Film.

Sonntag werde ich um 8 Uhr wach und es nützt auch nichts die Augen wieder zuzukneifen. Also bleibe ich wach und lese. Das ist ja nun auch nicht das Schlimmste was an einem Sonntagmorgen passieren kann. Später habe ich Backlust. Ich probiere so Haferflockenbrötchenkekse die ich in Istanbul in einem Café regelmäßig gekauft habe. Das Rezept dazu denke ich mir aus. Ei, Butter und Zucker kommt darin nicht vor. Die sind schon ganz gut geworden und sehr satt machen sie auch. Nächstes Mal darf mehr Zimt drin sein.

Nach dem Backen: räumen, putzen, saugen, waschen und im Hinterhofgarten Tulpenzwiebeln vergraben und einen großen Haufen Laub zusammenkehren. Danach in der Badewanne liegen, auf dem Sofa liegen und lesen, auf dem Sofa liegen und bloggern. Fertig.

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