44 KW Oktober 2019 – Im Sauseschritt durch die letzten Oktobertage

Ich bin nicht nur durch die letzten Oktobertage sondern auch durch die ersten Novembertage gesaust. So fühlt es sich jedenfalls an. Etwas entspannter wurde es erst am Freitagabend.

Am Montag ist es richtig frisch auf dem Rad und ich habe zum ersten Mal eine Mütze auf dem Kopf, Handschuhe trage ich schon seit ca. 2 Wochen. An der Arbeit ist es turbulent. Beim Yoga am Abend werde ich etwas ruhiger.

Dienstag stehe ich am Morgen nicht sehr lange in meinem Wasserkübel auf dem Balkon und ziehe etwas später zum ersten mal richtige Socken an, also so welche die bis über die Knöchel reichen. Und das dicke Steppfutter habe ich auch in die Jacke hineingeknöpft. An der Arbeit verabschiede ich schon wieder eine Gruppe mit einem tollen Frühstück. Es gibt Essen aus der syrischen, türkischen, kurdischen und somalischen Küche. Der Arbeitstag ist vollgefüllt bis oben hin. Die Verabredung am Nachmittag mit dem unechtenPatenkind wird leider abgesagt. Das arme Kind hat zu viele Hausaufgaben auf. Dabei wollten wir doch gemeinsam sein Geburtstagsgeschenk kaufen.

Mittwoch habe ich etwas mehr Zeit am Morgen. Es sind 0° und auf dem Gras im Garten ist etwas Raureif zu erkennen. Ich beobachte vom Küchentisch aus die Spatzen und Meisen am Vogelhäuschen. Das macht mir Spaß und ich überlege ob es nicht vielleicht möglich wäre die Kolleginnen davon zu überzeugen, dass ich in Zukunft immer erst um 10 Uhr zur Arbeit komme. Dann würde es vielleicht auch mit der Vogelfotografie besser klappen. Ich erahne ihre Antwort.

Donnerstag, -3°. Während ich mit dem zweiten Bein in den Wasserkübel steige, will ich mit dem ersten Bein sofort wieder hinaus. Als die ersten Vögel zum Frühstück angeflogen kommen, muss ich ins Büro radeln. Dort ist wieder zu viel los und ich habe es am Nachmittag schwer, die Büroerlebnisse aus dem Kopf zu bekommen. Deshalb bin ich sehr froh über meine Yoga – Gruppe die meine Aufmerksamkeit fordert und mich mit Ruhe belohnt. Danach gibt es, schon den dritten Abend in Folge (Dank der Berliner Freundin die mir ein Glas Za’tar neben meine Reisetasche gestellt hat) Pellkartoffeln mit Olivenöl und Za’tar. Lecker.

Am Freitag findet die Arbeit nicht am üblichen Ort statt und deshalb entscheide ich mich durch die Aue zu fahren. Ich stelle es mir schön vor am kalten Morgen im Park und am Wasser. Dazu koche ich mir sogar Kaffee zum mitnehmen und trinke ihn auf der Bank . Das war eine sehr gute Idee.

Der Arbeitseinsatz ist voll und dicht und im Anschluss sinke ich für eine Stunde auf’s Sofa. Am Abend werde ich mit einer Yoga – Vertretungsstunde mit schönsten Rückmeldungen belohnt.

Samstage sind ja für Wocheneinkauf mit Erica. So auch dieser Samstag. Und weil überraschenderweise das Thermometer 6° anzeigt, kann ich Erica zu einer kleinen Runde durch den Wald überreden. Dort begegnet uns die diesjährige Pilz Flut in verschiedenen Farben, Formen und Größen.

Wir sammeln Tannenzapfen zum Feuer anzünden und Äpfel, die Erica später zu Apfelbrei verkochen will. Weil das alles anstrengend ist braucht Erica eine Pause während der ich die schwere Apfel- und Zapfentasche zum Auto trage. Danach laufe ich zurück zum Pilze knipsen und Erica abholen. Sie kommt auf ihrem Weg nicht weiter und muss sich einen Pfad durchs Unterholz bahnen.

Später wird der Einkauf ausgepackt und verstaut, die Kontoauszüge sortiert und der Himmel bestaunt. Zurück in Kassel passiert eigentlich nichts mehr. Ich bin müde von der Woche, liege auf dem Sofa rum und mach zur Entspannung Reisepläne.

Sonntag ist es so warm, 10°, da kann ich sogar auf dem Balkon sitzen und Kaffee trinken. Eine ganze Stunde lang. Bis die Füße dann doch sehr kalt werden.

Ich stelle die Waschmaschine an und ziehe um auf’s Sofa. Zuerst lese ich und dann überlege ich, was ich noch so alles machen könnte. Also außer bügeln, Wäsche, Bett beziehen, aufräumen, staubsaugen…

Mir fällt lesen, Kino, Tulpenzwiebeln vergraben, bloggern, backen, baden, spazieren, kochen und sitzen ein. Das ist mir alles zu viel. Also lese ich wieder eine lange Weile.

Dann beschließe ich die Wohnung nicht zu verlassen. Das fühlt sich gleich richtig klasse an. Und auch überhaupt nicht faul weil ja trotzdem die Waschmaschine läuft. Und so lese ich den ganzen Nachmittag, zwischendrin etwas bloggern, Bett beziehen, eine ganze Stunde schlafen (die Arbeitswoche war wirklich auf verschiedenen Ebenen herausfordernd). Bügeln, staubsaugen und Suppe kochen wird auch erledigt (Linsen mit Schwarzkohl).

Jetzt fehlt nur noch die Badewanne, danach lege ich mich am Besten gleich ins Bett und lese dort weiter bis zum Licht ausknipsen.

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