44 KW November 2021 – Novemberfarben, Zimtschnecken und gegenderte Strümpfe

Am Montagmorgen war es sehr mild. Mir war recht warm auf dem Büroweg. Emsiges Arbeiten, es gab viele kleine Dinge zu erledigen. Und kaum war ich zu Hause, wurde es auch schon dunkel.

Mir macht das nicht so viel aus. Ich mag die Novemberdunkelheit in diesem Jahr sehr. Da kann ich gleich nach der Arbeit aufs Sofa zum Buch.

Auch am Dienstag war es sehr mild am Morgen. Das Handschuhwetter ist vorerst vorüber. Ein voller und langer Bürotag. Morgens im Dunkeln ins Büro und abends im Dunkeln zurück. Für einen Tag im Heimbüro hatte ich mir viel Arbeit in die Satteltasche gepackt.

Mittwoch war Wandertag. Weil die letzten 1,5 Jahre unter erschwerten Bedingungen stattfanden, haben wir von unserer Geschäftsleitung einen Kreativtag geschenkt bekommen – einen Tag an dem eine sehr kleine Gruppe (am liebsten 3 Personen) gemeinsam irgendetwas tun können. Wir durften uns einfach etwas überlegen wie z. B. eine Ausstellung besuchen, gemeinsam zur Massage gehen, Frühstücken, zusammen kochen, einen Töpferkurs machen… , völlig egal. Alles war erlaubt und sogar eine kleine Finanzspritze war inbegriffen.

Wir waren 4 Kolleginnen und haben uns für einen Wandertag entschieden. Am Morgen war ich mit Halsschmerzen aufgewacht, habe ich sofort ignoriert und mir ein Pausenbrot fertig gemacht. Um 10 Uhr haben wir uns am Bahnhof getroffen.

In Rotenburg an der Fulda sind wir ausgestiegen. Und zuerst einmal in die falsche Richtung gelaufen. In der falschen Richtung gab es aber eine Touristeninformation. Das war gut, denn dort hat die Kollegin eine Karte bekommen.

Kaum waren wir losgelaufen, ging auch schon der Regen los. Immer mal mehr und mal weniger begleitete er uns während der ganzen Wanderung.

Fast am Ende, als wir auf dem Weg ins Café waren, hörte es endlich auf zu regnen.

Rotenburg kam mir an manchen Stellen wie in einer Puppenstube vor und an anderen Stellen recht trostlos.

Ich hatte das Café ausgesucht. Es wurde mir vor einer Weile über Social Media in die Timeline gespült und sah sehr nett und lecker aus. Und das war es dann auch. Es gab eine sehr tolle, dicke und warm Zimtschnecke für mich. Die Kolleginnen hatten verschiedene Kuchen, die auch sehr gut waren, wie mir versichert wurde.

Auf dem Rückweg hatte ich Kopfschmerzen. Am Abend war ich krank. Kopf- und Halsschmerzen plus Zähneklappern vor Kälte.

Donnerstagmorgen hab ich mich noch immer angeschlagen gefühlt und war froh, über einen Tag im Heimbüro. Mit Wärmflasche an den Füßen und im Rücken konnte ich gemütlich vor mich hin arbeiten. Am Nachmittag ging es mir wieder gut und ich war bereit für die Yoga Kurs.

Am Freitag nach der Büroarbeit trieb mich und die Kollegin die Neugierde in den neu umgebauten Kaufhof, der nun Galeria heißt und davor Galeria Kaufhof. Nur die Kollegin und ich haben ihn einfach immer nur Kaufhof genannt. Wir sind eben auch nicht mehr so auf dem Stand der Zeit. Auf in den Kaufhof also. Dort haben wir gelernt: In der Damenabteilung gibt es Strümpfe. Und in der Herrenabteilung gibt es Strümpfe. Damen tragen Strümpfe bis Größe 40. Herren tragen Strümpfe ab Größe 41. Braucht eine Dame Strümpfe in Größe 41 (was ja eigentlich so nicht vorgesehen ist und sie deshalb ihre Füße in zu kleine Strümpfe zerren sollte) muss sie und somit auch die Kollegin und ich, in die Herrenabteilung. Das hat mich in sehr bockige, mürrische Stimmung versetzt. Wir haben trotzdem Strümpfe gekauft. Ich habe nicht nach Strumpfhosen geschaut, ahne allerdings Komplikationen. Früher gab es übrigens einfach eine Strumpfabteilung. Ich finde gegenderte Fuß- und Beinmode einen großen Rückschritt. Aus diesem und noch ein paar anderen Gründen bin ich nicht überzeugt vom neuen Kaufhof Konzept. Ich trauere also ab jetzt einer vergangenen Kaufhaus-Ära hinterher.

Samstagsdinge am Samstag. Yoga, Balkontee und Balkonkaffee mit Buch. Mittags Einkaufsfahrt mit Erica.

Durch eine große Umleitung, fahre ich seit ein paar Wochen einen anderen Weg und komme jetzt immer an einer Alpaka-Weide zwischen Zierenberg und Obermeiser vorbei. Auf dem Rückweg hab ich gehalten und einen Spaziergang gemacht. Die Sonne schien noch etwas und es war so warm, dass ich noch barfuß laufen konnte. Sehr schön war das.

Sonntag war aufräumen und staubsaugen dran. Aber vorher Balkontee und Kaffee mit Buch. Dann ging der Regen los.

Da kam ich auf die Idee Zimtschnecken zu backen.

Während der Teig auf dem Sofa lag, um aufzugehen, hab ich den Gorilla besucht.

Dann ging der Regen wieder los.

Das war ganz schön, denn alles hat geglitzert.

Als ich wieder zurückkam, habe ich bei der Nachbarin geklingelt, um die Zimtschnecken anzukündigen.

Die sind allerdings leider so richtig gründlich misslungen. Der Teig war überhaupt nicht aufgegangen. Nicht nach der Zeit auf dem Sofa und auch nicht im Backofen. Von dick und fluffig weit entfernt. Wir haben sie trotzdem gegessen und sie waren auch lecker. Anders lecker eben.

Jetzt noch schnell das Bett beziehen und dann mit Buch aufs Sofa. Für morgen einen schönen Wochenstart allerseits.

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