42 KW Oktober 2021 – Ich bin jetzt im goldenen Oktober angekommen

Samstagmorgen spazierten meine Füße noch durch die kalte Nordsee und am Abend lagen sie unter der Wärmflasche auf dem Hocker am Küchentisch.

Nach einer genauso, oder vielleicht sogar noch komplizierteren Rückreise von Ostende nach Kassel, durchsuchte ich 1,5 Stunden sämtliche Schubladen und Zettelstapel nach der PINGPONGPUKSIM für mein Handy. Zwischendurch war ich schlecht gelaunt und wollte aufgeben, damit ich nicht mit schlechter Laune schlafen gehe. Irgendwann hab ich sie aber doch gefunden. Große Freude. Und anschließendes langes chatten mit der Kölner Freundin.

Sonntag war zum Ankommen gedacht. Ich hab ausgepackt, gewaschen, die Wäsche aufgehängt, die Nachbarin begrüßt bzw. sie mich, gelesen, getrödelt, ein kleines bisschen aufgeräumt. Überall lagen Zettel von der Suchaktion am Abend zuvor herum. Das war mir aber egal, denn noch eine ganze Urlaubswoche lag vor mir.

Montag war ich mit Erica zum Einkaufen verabredet. Für mich hab ich auch eingekauft aber sehr viel vergessen. Auf dem Rückweg wurde ich, wegen Umleitung und ungewohntem Auto, leider geblitzt – zu schnell gefahren. Mist.

Am Abend hab ich gelesen und mich durch Social Media gescrollt. Kaum war das Handy wieder einsatzbereit, war es, als hätte es die Handyfreie Woche nicht gegeben.

Die Handyfreie Woche war gut, weil:

  • Meine Vermutung, dass ich schon relativ Handy-süchtig bin, bestätigt wurde.
  • Ich mich aber sehr schnell und flexibel an veränderte Bedingungen anpassen und dann gut mit einem Provisorium leben kann.
  • Es schön und manchmal auch blöd war, keine Straßen Maps zu haben.
  • Ich ja sowieso nie, nie telefonieren will.
  • Der Laptop im Ferienapartment lag und ich am Morgen oder Abend immer die Möglichkeit hatte zu schreiben, mir Ausflugsziele herauszusuchen etc. – ich hatte also erleichterte Bedingungen.

Dienstag war ich mit der Gartenchefin verabredet und wir sind in den Friedwald zum herumspazieren gefahren. Weil Erica nicht mehr spazieren gehen mag und ich schon lange mal richtig durch den Wald laufen wollte, hatte ich sie gefragt, ob wir das zusammen tun könnten.

Am Morgen hab ich also Brote geschmiert (die Gartenchefin hatte seltsamerweise kein Brot im Haus), Äpfel, Kaffee und Schokolade eingepackt (die Schokolade haben wir nicht gegessen) und dann wurde ich abgeholt.

Direkt bei unserer Ankunft, eigentlich sogar schon unterwegs, hatten wir Hunger. Zuerst hab ich der Gartenchefin allerdings den Baum von Günther gezeigt. Und dann haben wir auf der ersten Bank, die wir gefunden haben, Pause gemacht und alle Brote aufgegessen. Und auch etwas Apfel.

Nachdem wir versucht haben uns anhand der Karte zu orientieren, die wir uns dort in Papierform nehmen konnten, sind wir losgelaufen. In der ersten halben Stunde hab ich meine Schuhe 1x aus, dann wieder an und dann wieder aus gezogen.

Danach konnte ich endlich länger barfuß laufen. Die Gartenchefin trug Wanderschuhe wegen kalter Füße und so.

Stellenweise war es toll nebelig und für eine kurze Zeithat es etwas gesprühregnet. Ansonsten war der Himmel grau und es war immer etwas dunkel und diesig. Mir hat das gut gefallen.

Es gab viel Moos und deshalb mussten wir immer mal eine Makroknipspause machen.

Und natürlich auch eine Kaffeepause.

Manchmal haben wir etwas gemeckert, weil wir mit der Nummerierung der Wege nicht einverstanden waren. Sie war schlecht, weil sehr verwirrend und oftmals plötzlich nicht mehr vorhanden. Vermutlich sind wir in mehreren 8en durch den Wald gelaufen. Manchmal haben wir uns vollkommen sicher gefühlt. Mehrmals war uns nicht klar, ob wir nach rechts oder links müssen. Einmal bogen wir nach links ab. Das war falsch, wie ich anhand von matschigem Gras und einem Hochsitz erkennen konnte. Darüber bin ich immer noch sehr verwundert. Denn es gab viel matschiges Gras und auch einige Hochsitze und die Gartenchefin fand nicht, dass wir dort schon mal lang gelaufen sind. So war es aber. Also sind wir umgekehrt und in die andere Richtung gelaufen und das war richtig.

So schön war es. Am liebsten will ich gleich wieder dort hin.

Mittwoch war Massage Tag. Weil die Yoga-Freundin keinen Termin hatte, haben wir uns vor meiner Massage zum Kaffee getroffen. Am Abend war ich im äthiopischen Restaurant essen. Mit der Gartenchefin plus noch einer Freundin. Sehr lecker. Gerne öfter.

Der Donnerstag war wildwindig und es regnete immer mal wieder. Ein guter Tag zum Kuchen backen und lesen. Aufgeräumt und staubgesaugt habe ich auch. Aber ich war nur 1x vor der Tür um den Müll runter zu bringen. Das zählt deshalb nicht richtig.

Am Freitag habe ich mir leckeres Gemüse auf dem Markt gekauft. Aber keine Kürbisse, denn die hatte ich schon von der Gartenchefin geschenkt bekommen.

Mittags war ich auf einer Baustellenparty.

Da hatte ich einen kleinen Fotoauftrag. Das hat viel Spaß gemacht.

Samstag ist das falsche Patenkind 14 Jahre alt geworden. Weil ich zwar nachgefragt hatte, aber dann die Antwort nicht abwarten konnte, habe ich mir selbst einen Geburtstagskuchen überlegt. Weil das falsche Patenkind so bestimmte goldene Schokoladennusskugeln sehr liebt, habe ich nach einer solchen Torte gesucht. Es gab 108 verschiedene Möglichkeiten. Davon 3 ohne backen. Ich hab mich für die allerletzte entschieden. Überraschenderweise hat er sogar ganz gut geschmeckt, obwohl ich Zweifel hatte und die Gartenchefin auch.

Sonntag habe ich versucht etwas früher aufzustehen – ist mir nicht so gut gelungen. Ich hatte mir in den letzten 2 Urlaubswochen so ein schönes Lotterleben angewöhnt.

Bis zum Mittag hab ich das Lotterleben fortgesetzt. Dann hab ich geräumt, gewaschen und sortiert.

Aber die Sonne schien so schön. Deshalb bin ich barfuß über den Friedhof gelaufen. Es war richtig warm. Und ich hatte zum ersten Mal in diesem Jahr so ein richtiges Goldener Oktober Gefühl.

Den Rest des Tages verbrachte ich mit Buch auf dem Sofa und hab immer mal nach oben zum blühenden Weihnachtskaktus geschaut. Der hat Angelo gehört und ich bin sehr begeistert, dass er blüht. Das ist mir bisher noch nie gelungen, wie an dem etwas kleineren Exemplar links daneben zu sehen ist.

Urlaub zu Ende. Schade. Ich könnte noch sehr viel mehr Zeit, besonders zum Bücher lesen, gebrauchen.

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