25 KW Juni 2019 – Vom Wurstzipfel im Kinderzimmer, mehr Mohn und noch einer Hochzeit

Am Dienstag habe ich nach der Arbeit zum ersten Mal in diesem Jahr ein Bad im Fluss genommen. Es war sehr viel weniger kalt als erwartet und gewünscht. Aber es war sehr toll. Auf dem Rückweg bin ich am Garten der Kollegin vorbei geradelt und habe den Mohn bestaunt. Die Fotos habe ich dann am nächsten Morgen gemacht. Denn da bin ich gleich wieder zum schwimmen gefahren. Diesmal aber an den See. Sehr früh am Morgen, noch vor dem Büro. Das Wasser im See war zu warm aber ich habe vom Wasser aus einen Fuchs beobachten können der am Ufer entlang lief.

Am Abend hatte ich Gäste zum Essen eingeladen. Und obwohl ich dachte ich hätte diesmal eine bessere Einschätzung der Mengen gehabt die man so gemeinsam verzehren kann, war es wieder viel zu viel. Wie macht man das denn bloß mit der Kalkulation? Zum Wetter passend gab es also zu viel Melonensalat (selbst gemacht), Gözleme, Pide und Oliven (gekauft wegen Zeitmangel und Hitze) und Reiseerlebnisse.

Am Donnerstag war ich in Mariendorf bei K. zu einer Nadi Muskeltherapie – Übungsstunde eingeladen. Ich durfte auf dem Boden liegen (das kam mir sehr entgegen denn ich war so müde) und sie hat an mir herumgedrückt. Dem Schultergürtel hat es gut getan und seither übe ich zu meinem normalen Yogaprogramm am Morgen, noch zwei Übungen am Nachmittag oder Abend dazu.

Und weil zu einem Besuch in Mariendorf auch immer ein Spaziergang gehört, haben wir die Schuhe auf die Terrasse gestellt und sind barfuß losgelaufen. Wir sind ca. 1,5 Stunden gelaufen und während dieser Zeit kündigte sich ein Regenguss mit Gewitter an.

Auf den letzten Metern fielen dann auch die ersten dicken Tropfen und als wir sicher wieder zu Hause waren, ging das Gewitter los. Anschließend war die Luft schön frisch. Ich bekam noch ein leckeres Abendessen und trat dann den Heimweg an.

Kurz hatte ich überlegt am Freitag ins Büro zu fahren und allein vor mich hin zu arbeiten – alle Kolleginnen hatten sich einen Brückentag genommen oder waren  leider sommergrippekrank. Dann hatte ich aber doch keine Lust, habe mich lesend auf den Balkon gesetzt, bin zum Markt gegangen und anschließend mit Erica zum einkaufen gefahren. Erica überlegt gerade immer sehr lange worauf sie mal so Lust haben könnte. Käse ist es nicht, Schinken ist es nicht. Vielleicht mal wieder Ahle Worscht (falls jemand die nicht kennt hier ist die Erklärung). Und Kuchen natürlich. Zu Hause angekommen verräume ich immer den Einkauf. Die Ahle Worscht hat einen besonderen Platz. Und der ist in meinem alten Kinderzimmer. Dort steht der Ständer vom Vogelkäfig. Der Ständer mit dem Vogelkäfig dran stand früher immer in der Küche. Und gewohnt hat dort abwechselnd ein Bubi und ein Pucki. Es gibt schon lange keine Bubis und Puckis mehr und der Ständer wurde in mein altes Kinderzimmer geräumt. Wo der Käfig hin ist weiß ich nicht. Aber der Haken an dem der Käfig aufgehängt wurde dient nun dazu die Ahle Worscht dort aufzuhängen. Ein kleiner Wurstzipfel hing dort noch. Den hatte Erica vergessen.

Als ich zurück kam war ich nicht zu faul zum Yoga zu fahren und darüber war ich dann sehr froh. Und zur Belohnung gab es einen total schönen Hinterhofhimmel.

Am Samstag stand schon wieder eine Hochzeit vor der Tür. Ich konnte noch nicht so richtig herausfinden in welchem verwandtschaftlichen Verhältnis ich zum Bräutigam stehe. Vermutlich mein Großneffe. Und für diese Hochzeit habe ich mir diesmal nicht selbst sondern sogar von einer echten Frisörin meine dünnen Funzeln (O-Ton Erica) in eine wilde Lockenmähne verwandeln lassen. Weil ich schnell einen Notfalltermin bekommen habe und es manchmal, so alle 10 Jahre, lustig finde „frisiert“ zu werden. Danach kurz ausruhen, umziehen und losfahren. Zur Hochzeit ins Gewächshaus.

Was schon von außen ein sehr schöner Ort ist.

Setzt sich innen fort.

Ganz besonders wenn noch alles hochzeitsfein eingedeckt wurde.

Mich haben sehr die vielen Blumen beglückt die es auf jedem Tisch in großer Fülle zu bestaunen gab.

Die Braut ist Floristin und das Motto der Hochzeit war Die Verrückte Teeparty die Alice gemeinsam mit dem Hutmacher im Wunderland gefeiert hat.

Durch viele kleine Details wurde man immer wieder daran erinnert.

Es war ein Nachmittag mit strahlendem Sonnenschein, leckeren Getränken und viel Zeit um im Park zu spazieren und mit den Gästen zu plaudern. Später gab es zu den Getränken noch leckeres Essen und noch sehr viel später wurde getanzt bis die Wolken lila wurden. Das vermute ich zumindest denn als ich um 1:30 ging war die Stimmung noch sehr ausgelassen.

Heute war ich den ganzen Tag über so müde denn ich bin es nicht gewohnt so spät nach Hause und ins Bett zu kommen. Macht aber nichts weil es so schön war und ich hatte heute nichts zu tun außer herumzuliegen, ein wenig lesen, ein wenig essen, ein wenig Kaffee trinken mit der Nachbarin. Und etwas ratlos den Minikürbis zu bestaunen der auf meinem Balkon wächst. Ich hoffe er wird nicht zu groß denn dann hätte ich die Sorge, dass er herunter und womöglich den Nachbarn auf den Tisch oder – schlimmer noch – auf den Kopf fällt. Nun nur noch das Bett beziehen und Abendessen zubereiten.

 

 

 

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2 Kommentare

  1. Tolle Bilder…. die Braut hat ein Händchen für Dekoration, sehr schön gemacht. Hat sie der gestiefelte Kater geheiratet? Fehlt nur noch ein Bild von die wilde Lockenmähne!

    1. Ach die Lockenmähne. Da kannst du mich laut lachen sehen.
      Die Braut hat einen Schornsteinfeger, meinen Großneffen, geheiratet. Das passt sehr gut zur verrückten Teegesellschaft finde ich.

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