21 KW Mai 2020 – Zu viel erlebt für eine knappe Überschrift

Die Arbeitswoche war sehr kurz. Wegen Feier- und Brückentag. Sie dauerte von Montagmorgen 8:30 bis Mittwochmittag um 12 Uhr und war übersichtlich mit Arbeit gefüllt. Also schon mal ein guter Start.

Ganz besonders schön zum Wochenstart war die allererste, echte Yogastunde, die ich am Montag besucht habe. Etwas seltsam mit so viel Abstand zwischen den Matten, aber viel Platz zu haben ist ja nicht das Schlechteste und so habe ich mich total gefreut und die Stunde sehr genossen.

Knospe, m letzten Jahr waren hier sehr viele Teufelskrallen.

Am Mittwoch bin ich gleich von der Arbeit aus aufs Land gefahren um der Yoga – Freundin zum Geburtstag zu gratulieren. Dazu haben wir uns dann sogar mit Abstand umarmt. Ja, das geht irgendwie.

Blüte, in diesem Jahr sind es ganz wenig. Oder es ist noch zu früh.

Bevor wir losgelaufen sind, habe ich einen Kaffee bekommen und wir haben schon mal begonnen uns allerlei Erlebnisse zu erzählen.

Wir sind einen sehr schönen Weg gelaufen, den ich auch noch überhaupt nicht kannte und der durch eine Art Schlucht führte. Die Schlucht war anders als ich mir eine Schlucht vorgestellt hatte. Sie war erheblich kleiner als in meiner Vorstellung aber dafür ganz besonders schön und es gab immer wieder richtig verwunschene Einblicke.

Wasser kam auch vor und ich bin dort ganz sicher nicht zum letzten Mal gewesen. So ein schöner Tag. Hätte auch gerne mein Geburtstag sein dürfen.

Donnerstag war ich im Schrebergarten verabredet. Nachdem ich gründlich mit Tee, Kaffee, Buch und Yoga herumgetrödelt hatte, fuhr ich los. An der Fulda hab ich gehalten und mein erstes Flussbad in diesem Jahr genommen. Hach, wie schön und gar nicht kalt. Ich hab noch eine Weile im Gras gesessen und Gras und fliegende Flusen geknipst.

Im Garten war ich ausnahmsweise einmal die Erste. Weil es im Gartenhäuschen wirklich schlimm aussah, hab ich mit Entrümpeln und Putzen begonnen. Glücklicherweise kamen bald die Gartenfreundinnen und ich konnte wieder aufhören. Die Gartenchefin hatte Quiche und Kuchen und die Gartenfotografin Zucchini – Salat und ich Espresso, Kuh- und Hafermilch. Das war alles lecker.

Nach dem Essen macht sogar die fleißige Gartenchefin eine Pause auf dem karierten Liegestuhlpolster, während ich in bequemer Seitenlage und dreckigen Füssen dem Gras beim Wachsen zuschaue. Die Gartenfotografin läuft derweil durch den Garten und knipst Blumen und zwischendurch auch uns.

Später laufe ich auch noch knipsend durch die Beete und putze sogar im Gartenhaus weiter, bis es Zeit ist nach Hause zu radeln.

Am Freitag Morgen ist es bedeckt. Ich gehe früh zum Markt und sitze danach mit Tee und Buch auf dem Balkon, hab dann aber Lust auf einen Ausflug mit dem Rad. Immer an der Fulda entlang bis nach Hann. Münden. Eine schöne Strecke, immer am Wasser entlang.

Unterwegs habe ich, wie schon bei meiner letzten Radtour an der Fulda entlang, die kleinen Kronkorken von mannaputs und crowns_for_street gefunden. Diesmal sogar 6 an der Zahl. Diese Beiden OPEN MIND fand ich besonders schön.

In Hann. Münden angekommen, habe ich, immer an den kleinen, bunt bemalten Steinen entlang, mein Rad zum Weserstein geschoben. Den Weserstein mit Spruch habe ich nicht fotografiert. Darüber gibt es oben im Link einiges zu erfahren.

Stattdessen habe ich viele der bunt bemalten Steine geknipst. Vogel und Sonne.

Fisch an Gras und Blume. Die bunten Steine sind von der Initiative HMÜsteine, von der hier berichtet wird, ins Leben gerufen worden.

Rakete, Käfer und Elefant.

Hase, Bibo und ein Dino. Dann bekam ich Kaffeelust. Fand ein besonders kleines Café mit leckerem Cappuccino, wurde vom Café Inhaber angesprochen und stellte fest: Wir kannten uns aus den 90ern. Damals habe ich in einem Café gearbeitet in dem er Stammgast war. Ein so nettes Wiedersehen. Das Café am Sandmarkt empfehle ich hier ausdrücklich ohne Werbeauftrag, sondern einfach weil es ein hübsches Café mit einem netten Inhaber, netter Bedienung, leckerem Kaffee und vermutlich auch leckerem Kuchen ist.

Ich schiebe mein Rad nach dem Café Besuch über die Alte Werrabrücke. Auf der einen Seite sind Fachwerkhäuser.

Auf der anderen Seite eine Baustelle.

Und sogar eine Moschee direkt am Fluss.

Während ich so mein Rad durch die kleine Stadt schiebe, höre ich wie jemand meinen Namen ruft. Na sowas, da treffe ich tatsächlich noch eine Freundin die sogar eine Weile bei der besten Nachbarin gewohnt hat. Wir sind beide überrascht und freuen uns sehr. Sie wohnt seit einer Weile wieder in Kassel, aber wir haben uns bisher nie getroffen. Noch eine nette Begegnung.

Später dann, auf dem Weg zum Bahnhof, ja ich bin zu faul um mit dem Rad zurück zu fahren, werde ich vom Fenster aus beobachtet. Ich muss eine halbe Stunde auf den Zug warten und gucke so lange in die Luft.

Zuhause bin ich hungrig und mache mir Kartoffelsalat mit Radieschen und Radieschenblättern und Spargelresten. Lecker. Sehr müde falle ich ins Bett und höre dort dem Regen zu bevor ich einschlafe.

Samstag ist es kälter und es regnet immer wieder. Ich mache Yoga, trinke Tee und Kaffee auf dem Balkon während die Waschmaschine wäscht. Später fahre ich mit Erica einkaufen und drehe danach eine Spazierrunde mit ihr.

So schön findet sie die roten Kastanienblüten. Allerdings: „Die riechen ja gar nicht.“ sagt Erica.

Zierlauch

Die lila Knödelblume riecht auch nicht, ist aber trotzdem wunderschön, finde ich und Erica auch.

Anschließend helfe ich ihr noch ein wenig und komme dabei in die Waschküche. Dort hängt noch der sehr alte Stock, mit dem früher die Kochwäsche („Deine Windeln“ sagt Erica) herumgerührt wurden, neben den Steckern und der Steckdose für die Waschmaschine mit der Erica heute wäscht. Wir finden beide, dass Waschmaschinen eine sehr tolle Erfindung sind. Besonders toll ist auch, dass wir beide eine haben.

Neben der Waschküche ist ein Zimmer mit Tapete und Bambi. Früher und deshalb auch heute noch, hieß das Zimmer Spielzimmer und gehörte mir. Ich habe aber mit der Tapete und auch mit Bambi nichts zu tun. Das Zimmer heißt zwar immer noch Spielzimmer, war aber danach eher ein Gästezimmer und ist nun ein Abstellraum.

Als ich nach Hause komme lege ich mich ein wenig aufs Sofa und freue mich auf den bevorstehenden Abend. Als ich fertig mit Ausruhen bin, ziehe ich mich um, stecke den Regenschirm in die Tasche und laufe los. Ich bin mit A. & T. verabredet. Im Restaurant. Seit so langer Zeit endlich mal wieder. Ich sage es an dem Abend mehrere Male und will es auch hier nochmal erwähnen: Ganz besonders toll ist es Essen gekocht zu bekommen und bedient zu werden. Das Essen ist Pizza, endlich mal wieder Pizza hurra. Leckere Getränke gibt es natürlich auch und ich werde sogar zu einer Art Aperol Sprizz eingeladen. So toll der ganze Abend. Und obwohl es sogar hagelt und wild regnet, werde ich auf dem Heimweg nicht nass. Schon wieder falle ich sehr glücklich ins Bett.

Am schönen vierten freien Tag, der ja heute ist, sitze ich natürlich wieder zuallererst auf dem Balkon, mache dann Yoga, topfe ein paar Pflanzen ein und um, räume etwas auf und mache es mir dann auf dem Sofa gemütlich.

Auf dem gemütlichen Sofa mache ich mir Gedanken über den Start und die neuen Anforderungen an meinen Yoga Kurs. Ich beschließe am Donnerstag wieder zu beginnen und schreibe sogleich eine Mail an alle Teilnehmer*innen. Erste erfreute Rückmeldungen treffen im Laufe des Nachmittages ein.

Was ich fast vergessen hätte: das kleine Gartenhäuschen im Hinterhofgarten.

Es wurde rostrot gestrichen. Zuerst war ich skeptisch. Nun finde ich es toll.

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