16 KW April 2020 – Im See, im Garten und im Urwald

Wochenstart mit freiem Montag und Temperatursturz. Nur noch 7° statt 20° wie am Tag zuvor. Trotzdem starte ich den Tag mit Tee auf dem Balkon – eine Wärmflasche und eine Wolldecke ist auch im Spiel. Anschließend Yoga. Das war es dann auch schon mit Aktivität für den Rest des Tages. Ich sitze bis zum Abend lesend, bloggernd und Kaffee trinkend auf dem Sofa.

Dienstag ist es am Morgen noch kälter, 1°. Ich fahre mit dem Auto zur Arbeit weil, ich am Nachmittag mit der Yogafreundin verabredet bin. Bei einem Blick aus dem Bürofenster ist sogar etwas Hagel zu sehen. Auf dem Weg zur Yogafreundin scheint aber schon wieder etwas die Sonne. Wir sind verabredet, um ein Yoga – Video aufzunehmen. Ich soll das Vorturnmodel sein und die Freundin leitet mich an. Das ist eine lustige und erschreckende Angelegenheit. Alles funktioniert natürlich nicht auf Anhieb, so wie wir es uns wünschen, klappt aber dann doch irgendwann so einigermaßen. Erschreckend ist am Ende das Ergebnis. Hätte mit die anleitende Yogalehrerinfreundin nicht bitteschön immerzu sagen können, wie schlimm erbarmungswürdig meine Brett-Position aussieht und das sich mein Rücken in der Katzenposition keinesfalls so schön steckt wie es sich anfühlt. Ich denke einfach nicht weiter darüber nach und hoffe der Hochladevorgang misslingt. (Stattdessen gelingt er- ich mache hier aber keinesfalls Werbung für das Video)

Später am Abend koche ich 2 Stunden lang die Kichererbsen weich, die seit 3 Tagen einweichen. Sonst lasse ich sie oft nur 24 Stunden einweichen und muss sie dann meistens 3 – 4 Stunden kochen. Ich werde mir das mit den 3 Tagen Einweichzeit merken. Ab in den Mixer, Salz, Cumin, Tahini und Eiswürfel dazu und los geht’s mit lautem Geschepper.

Mittwoch ist es so kalt am Morgen, dass ich Handschuhe trage auf dem Weg zur Arbeit. Im Laufe des Vormittages wird es immer wärmer und die Sonne scheint. Auf dem Heimweg fahre ich Tee, Mehl und Nudeln kaufen und im Buchladen vorbei. Ich hatte mir zwei Bücher bestellt und die kann ich nun abholen. Dann gibt es Kaffee mit und bei der Nachbarin und später backe ich einen Blaubeerkuchen. Der Kuchen misslingt leider auf der ganzen Linie. Das stelle ich aber erst am nächsten Tag fest. Und zwar nachdem ich der Nachbarin schon 2 Stücke gebracht habe. Er ist wirklich nicht zu retten und landet komplett in der Mülltonne. Auch die Nachbarin gesteht mir ein paar Tage später, dass sie ihn nicht essen konnte. Ich nehme es ihr keineswegs übel.

Der Donnerstag ist wieder handschuhkalt am Morgen. Aber schon auf dem Heimweg vom Büro beschließe ich, die Badesachen zu packen. Auf dem Weg zum See treffe ich die Gartenchefin und das falsche Patenkind. Sie wollen nicht zum See sondern in den Garten. Prima, dann treffen wir uns später dort. Im See ist es schön und erfrischend und im Garten ernte ich Feldsalat und die Freundin den wenigen Spargel der bei uns wächst.

Weil keine Ostereier zum Suchen zur Hand sind, bastelt das Kind einen Bogen und auch ein paar Pfeile finden sich. Zuerst zielt und schießt er auf den Kompostbehälter, später auf eine große, alte Gummibären-Plastikdose. Die Plastikdose ist schnell durchlöchert. Wir sollen und wollen auch mal ausprobieren. Die Gartenchefin kommt nicht so gut klar mit Pfeil und Bogen und so haben wir Spaß und lachen viel. Überraschenderweise, für mich jedenfalls, klappen meine Versuche recht gut. Zumindest bis ich den Pfeil bis in den Nachbargarten schieße. Womöglich würde mir Bogenschießen Spaß machen.

Am Abend werkele ich noch im Hinterhofgarten. Ich finde eine zweite Schachbrettblume und freue mich über die Maiglöckchen die überall hervor kommen.

Noch immer habe ich Freitag frei. Zuerst gehe ich am Morgen auf den Markt. Dann Yoga, Tee mit Buch auf dem Balkon. Gegen Mittag kaufe ich für Erica ein und treffe mich dann mit der Kollegin vor ihrer neuen Wohnung. Dort liegen mehrere Stapel mit sehr großen Bodenkacheln. Sie waren in ihrer neuen Wohnung und sollen gegen andere getauscht werden. Weil mir die alten Kacheln gut gefallen, bekomme ich sie einfach so geschenkt. Für irgendwann später einmal – falls ich ins Haus auf’s Land ziehen werde…. Dort bringen wir die Kacheln dann gemeinsam hin. Sie werden also bis auf unbestimmte Zeit im alten Wurstekeller von Günther gelagert.

Nachdem die Kollegin wieder gefahren ist, mache ich mit Erica einen Spaziergang durch den Wald. Der ist diesmal mit etwas Abenteuer verbunden, weil wir einen anderen Weg gehen als sonst. Dazu kann ich etwas durch den Bach laufen. Erica kann sich an den Weg erinnern und sagt er führt zu einem anderen Weg und dann geht es wie gewohnt weiter. So ist es aber nicht. Der Weg endet im Gestrüpp und ich ziehe Erica mit einem Stock die Böschung hinauf durchs Unterholz. Wir schwitzen beide als wir oben ankommen und machen eine Pause.

Bis zum Rapsfeld und zum Auto sind noch zwei weitere Pausen nötig. Weil es so schön war im Wald, überlege ich am Samstag einen etwas größeren Waldausflug zu machen.

Trotzdem sitze ich am nächsten Morgen erstmal ausgiebig lesend und Tee trinkend auf dem Balkon bevor ich meinen Rucksack packe und Richtung Sababurg und Urwald aufbreche.

Schon auf den ersten Metern barfuß durch das Laub, freue ich mich über meine Entscheidung. Es ist total schön und meine Füße freuen sich auch ungemein.

Aus etwas Entfernung ist dieser Baumstamm zu sehen. Wie komme ich nur näher heran?

Dazu muss ich durchs Unterholz und Dornengestrüpp. Mit einigen blutigen Kratzern komme ich aber an.

Während ich um den Stamm herum gehe, bleibe ich an einem Tannenzweig hängen und werde von einer Ladung vertrockneter Tannennadeln überschüttet. Alle Nadeln die ich nicht sofort abschütteln kann, finden sich am Abend in meiner Badewanne wieder.

Am Tor vom „Wildschutzgebiet Reinhardswald“ geht es nicht weiter und ich traue mich auch nicht über die Mauer zu klettern – obwohl ich schon gerne wissen würde was dahinter ist.

Pause mache ich auf einer Wiese mit Blick auf die Sababurg. Kurze Zeit später ziehen Wolken auf. Da gehe ich wohl besser in die Richtung, in die ich das Auto vermute. Bis ich dort ankomme, dauert es noch eine Stunde aber es fallen immer noch keine Regentropfen.

Die ersten Tropfen fallen, als ich mich, nach dem Einkauf in Hofgeismar, ins Auto setze. Unterwegs nach Kassel gerate ich dann in einen richtig schönen Schauer, der bis zum Abend nicht mehr aufhört.

Ein verregneter Abend ist gut zum Kuchen backen. Ein neuer Versuch Blaubeerkuchen. Nicht nur ich, sondern auch die Nachbarin, ist am Sonntag der Meinung: Diesmal ist er gelungen.

Den ganzen Sonntag gehe ich nicht vor die Tür. Wenn man den Gang in den Garten zum Wäsche aufhängen und am Abend zum Wäsche wieder hereinholen mal beiseite lässt. Dabei freue ich mich immer, weil ein Ende der Tulpenblüte noch nicht in Sicht ist. Der ganze Tag besteht aus lesen, Tee trinken, Äpfel und Möhren essen, Yoga, bloggern, 2x mit der Nachbarin Kaffee trinken und Kuchen essen, wieder lesen. Fast vergessen: ich staubsauge sogar zwischendurch und räume auf. Jetzt drücke ich nur noch auf ‚Veröffentlichen‘ und bin dann fertig für heute.

Eine schöne Woche für Alle die hier mitlesen und mitgucken.

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