15 KW April 2020 – Sommerliche Frühlingswoche mit Blumen, Schnecken und einem ersten Bad im See

Das Wetter ist am Montag so toll warm, dass ich überlege an einem der nächsten Tage meine Badesachen einzupacken und nach der Arbeit in den See zu springen. Am Nachmittag backe ich Kuchen für die Kolleginnen und für die Freundin in Köln. Sie soll ein Päckchen bekommen. Am Abend habe ich noch schnell den Wochenbericht der letzten Woche verbloggert.

Jeden Morgen, wenn ich meine Fahrrad hole, freue ich mich über die Blumen im Hinterhofgarten. Eine weitere große Freude folgt kurze Zeit später: Ich fahre mit dem Rad durch die fast menschenleere und autofreie Stadt. Der Grund dafür ist beängstigend, aber ich genieße es trotzdem jeden Tag und schäme mich etwas dafür. Am Nachmittag schreibe ich Frühlingspost, packe das Päckchen und bringe dann alles zusammen zur Post.

Mittwoch war ich nach der Arbeit mit einer Yoga-Freundin verabredet. Wir liefen mit großem Abstand durch die Aue und an der Fulda entlang. Es war sehr warm und ich bedauerte sehr, die Badesachen am Morgen vergessen zu haben.

Dafür war es dann aber am nächsten Tag endlich so weit. Mein erstes See-Bad des Jahres. Es war viel weniger kalt als erwartet. Anschließend saß ich auf der Bank bis mir zu warm wurde und ich gleich nochmal ins Wasser wollte. So kam ich auf insgesamt 3 Badegänge. So toll. Sehr gut gelaunt fuhr ich nach Hause.

Zum Start vom sehr langen Wochenende gab es, wie jeden Morgen, zuerst Tee auf dem Balkon und 60 min Yoga. Nun musste ich ja nicht, wie an den vorherigen Wochentagen, zur Arbeit, sondern konnte mich wieder lesend und mit Kaffee auf den Balkon setzen.

Am Nachmittag war ich mit A. verabredet. Weil wir in den Parks unserer Umgebung viele Menschen vermuteten, setzten wir unsere Nase/Mund Masken auf und fuhren mit dem Auto Richtung Dörnberg. Stellten das Auto irgendwo an einem Feldweg ab, ich zog Schuhe und Strümpfe aus, die A. aber nicht, und drehten eine große Runde durch die Felder bis zum Waldesrand. Lagen dort fast eine Stunde in der Sonne rum und erzählten uns alles, was wir uns lange nicht erzählen konnten, liefen dann durch den Wald an einem großen Felsen vorbei. Der Felsen ist wohl recht bekannt und hat auch einen Namen. Der Name ist der A. leider nicht eingefallen.

Zurück zu Hause hat das Nachbarskind hinter und unter der Hängematte eine Zelt gebaut. Ich freue mich sehr darüber, dass die Kreativität vom Kind und seinen Eltern kein Ende nimmt.

Am Freitagabend hatte ich Hefeteig vorbereitet, den ich am Samstag Vormittag zu eckigen Apfel-Zimt Schnecken rollte und in den Backofen schob. Ich bin mit den Garten _ Freundinnen verabredet. Wir wollen auf der Gartenwiese sitzen und ein Frühlingsessen veranstalten. Selbstverständlich mit viel Abstand zwischen uns. Es gibt Osterzopf, Osterbrot, die eckigen Schnecken, Rohkost zum knabbern, Baguette und von der Gartenchefin selbst gemachtes Ajvar. Ich kann leider nicht alles probieren weil ich noch im „nach dem Fasten Aufbau“ bin.

Der Gartenchef, also der Vater der Gartenchefin (vermutlich hat sie das Cheffinnendasein von ihm geerbt) kommt vorbei und bleibt am Gartenzaun stehen. Er schimpft ein wenig weil wir 4 Personen sind im Garten, denn das falsche Patenkind ist natürlich auch noch da. Aber wir achten sehr auf Abstand, ganz im Gegensatz zu ihm, er hatte vor zwei Wochen viel Gartenbesuch und deshalb etwas Ärger mit der Gartenchefin bekommen. Nun macht es ihm sichtlich Spaß uns zu tadeln.

Weil auch der Hase schon seine Arbeit erledigt hatte bevor das falsche Patenkind eintraf und deshalb ein blaues, ein rotes, und ein orangenes Ei vorhanden war, haben wir fast 2 Stunden lang Eier im Garten versteckt und gesucht und gefunden. Am Ende waren es immer noch 3 Eier. Seltsam. Seltsam auch, dass das 12 jährige Kind noch so Spaß daran hatte. Zumindest nach ausgiebigem im Schatten sitzen und mit dem Handy zocken.

Auch am Sonntagmorgen schien die Sonne schon ab 7 Uhr durch die Äste auf den Balkon und in mein Gesicht beim Tee trinken und lesen.

Gegen Mittag fuhr ich, mit Masken bestückt, zu Erica. Ich brachte ihr den Wocheneinkauf und damit ihr nicht zu langweilig wird, legten wir die Masken an und Erica zudem noch Handschuhe und fuhren in den Friedwald.

Dort glitzerten die ersten grünen Blätter in der Sonne.

Einmal um die Ecke abgebogen sieht es recht gespenstig aus.

Während Erica eine neue Bank einweiht, laufe ich eine Runde links herum durch den Wald.

Und während sie nochmal eine Pause macht, laufe ich eine Runde rechts herum durch den Wald. Ich schlage noch einen Halt an der Sababurg vor, aber Erica sagt: „Ach ich habe keine Lust, das machen wir wenn wir da mal Kaffee trinken können und nicht immer einen großen Bogen um die anderen Leute machen müssen.“ Darauf werden wir wohl noch länger warten müssen.

Später laufe ich nochmal durch den Hinterhofgarten zur Tulpenbewunderung.

In der Gartenhälfte die nun ein Spielplatz ist, wurde radikal aufgeräumt. Keine Hängematte, kein Zelt, keine Baustelle, keine Rennbahn, kein Grill. Alles weg. Wetterfest eben, denn ab Montag soll es wieder frischer werden.

Eigentlich wollte ich am Abend noch Hummus mixen. Die Kichererbsen lagen schon 1 Tage zum quellen im Wasser. Leider hatte ich kein Tahini mehr. Da muß ich nun bis Dienstag warten. Schade.

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