Inseltage auf Büyükada I

Schon als ich in Hamburg ankam waren alle Zweifel verflogen und die Freude ging los. Kurze Corona -Info die auch überblättert werden kann: Der Flug ging um 15 Uhr los. Ich hatte geplant um 12 Uhr am Flughafen zu sein wegen verlängerter Kontrollen. Ich war dann sehr viel früher am Flughafen, weil ich in allerletzter Minute nur einen sehr frühen Zug buchen konnte. Alle anderen Züge waren ausverkauft ober absurd teuer. Ich war also schon um halb 10 in Hamburg. Weil ich gerne noch etwas draußen sein wollte, habe mich vor den Bahnhof gesetzt und den ersten Kaffee des Tages getrunken und bin danach zum Flughafen gefahren. Da war ich um 11:30. Das war viel zu früh. Check-in begann um 12:30 und nichts hat länger gedauert als bisher. Ausweis zeigen, CovidPass zeigen, Einreiseformular zeigen – fertig. Nur dieses eine Mal. Bei der Passkontrolle in Istanbul wurde später nur der Pass kontrolliert. Das war’s.

Ich bin am neuen Flughafen angekommen. Den kenne ich noch nicht so gut. Ich glaube ich bin 2x von dort abgeflogen. Also musste ich ein wenig umherirren um den Busterminal zu finden. Als er gefunden war ging es auch recht flott. Ticket kaufen, Bushaltestelle suchen und gleich finden, Gepäck einchecken und kurze Zeit später fuhr der Bus los und nach ca. 45 Minuten war ich in Taksim. Es war schon recht dunkel und irrsinnig voll aber ich hatte Lust bis zu meinem Zimmer zu laufen. Das war zwar schon ein etwas längerer Weg, besonders weil ich ja auch noch den rumpelnden Rollkoffer bei mir hatte, aber ich hatte ja den ganzen Tag nur gesessen. Und hach – es war so toll. Alles voller Menschen, Autos, Lärm, leckeren Gerüchen aus den dampfenden Küchen, nicht so leckeren Gerüchen aus den kleinen Gassen … Um die ganz genaue Adresse der Unterkunft zu finden, hab ich noch in einem Lokal was getrunken und mich dort ins Internet begeben und bemerkt, dass ich nur zwei Minuten entfernt war. Ein prima kleines Zimmer für eine Nacht.

Zum Frühstück hätte ich mir ein Päckchen Mayonez oder Ketçap in den Tee oder Kaffee schütten können. Seltsam.

Erster Blick aus dem Fenster am Morgen, denn am Abend war es ja dunkel gewesen. Katze schläft auf Ladefläche. Kurz darauf wird sie vom Autoinhaber herunter gejagt.

Nach dem Morgentee einen kleiner Spaziergang. Ich muss schauen ob noch alles da ist. Oder zumindest das, was ich in kurzer Zeit sehen kann.

Galata Brücke.

Die Brücke ist noch da, das ist schon mal sehr gut.

Die andere Seite vom Bosporus ist auch noch da. Das habe ich nicht anders erwartet.

Beim Anstieg hoch nach Galata nochmal schnell umgeschaut und den Fernsehturm gesichtet.

Graffiti ist auch noch an den Häuserwänden.

Kurze Zeit später, ich habe zwischendrin gepackt, bin ich schon auf der Fähre nach Büyükada. Die Freundin sagte dazu zwar “ Ich kann nicht verstehen, dass du erstmal der Stadt 4 Tage den Rücken kehrst.“ Aber ich wollte so gerne auch etwas Ruhe und Meerbäder und so…

Also sitze ich auf der Fähre und sehe Socken für Freitage, dabei ist es Sonntag. Könnte mir auch passieren.

Viele Menschen machen viele Fotos. Ich auch.

Es gibt keinen Stop irgendwo sondern geht direkt zu den Inseln. Nur jeweils ein kurzer Halt in Kınalıada und Heybeliada.

Und dann kommt auch schon Büyükada, die größte der 9 Prinzeninseln.

Ganz schnell habe ich mein Hotel gefunden.

Sehr schön alles und ganz schnell hab ich meine Zimmer eingeräumt.

Dann habe ich mich kurz ausgeruht und danach den ersten Orientierungsspaziergang gemacht. Es gibt, wie auch in Istanbul, viele Katzen. Sehr viele Katzen. Das ist ja schon mal ein gutes Zeichen.

Holzhäuser mit schönen Kacheln.

Sehr viele Elektro-Fahrzeuge. Fahrräder, Mopeds, Roller, Busse alles Elektro.

Vor fast jedem Haus steht so ein kleines, surrendes Fahrzeug.

Und auch Fahrräder ohne Elekro, die immer um irgendeine Ecke geschossen kamen. Daran musste ich mich erst gewöhnen. Es waren wirklich viele, aber nicht alle Fahrer*innen waren geübt im Radfahren. Grundsätzlich fand ich es aber sehr toll, dass es keine Autos auf der Insel gab – abgesehen von den Müllautos oder ein paar sehr wenigen Polizei- und Feuerwehrautos.

Und so konnte man natürlich auch überall Fahrräder mieten. Mit und ohne Körbchen.

Viel Gebimsel gab es zu kaufen.

Weisse Elefanten habe ich gefunden.

Den Fähranlegen von der anderen Seite angesehen.

Viele Möwen toben durch die Luft und auch durch die Straßen.

Freundliche Kissen schauen gemütlich aus dem Fenster.

Freundinnen beim Eis essen.

Dann wurde ich langsam müde, bin zurück ins kleine Hotel und habe das Licht am schönen Lichtschalter ausgeknipst.

Und kurze Zeit später wieder angeknipst weil ich Übernachtungsbesuch bekommen habe. Sehr niedlich. Eine ruhige Nacht hatte ich dadurch nicht und auch recht wenig Platz obwohl das Bett groß genug war. Aber es war so heiß und ich musste immer wieder von der kleinen Katze wegrutschen die sich an mich gekuschelt hatte und mit Milchtritt an meinem Hals begann, sich dann ausgiebig putzte um dann wieder angekuschelt zu kommen. Das Foto ist vom nächsten Morgen – nach der ersten Runde „Hallo ich bin wach und will spielen. Sofort!“

Fortsetzung folgt…

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