Freitag, 1. Juni 2018, Großer Friedhofsmarathon – von dem ich aber nur am Rande berichte

Am zweiten Amsterdam-Tag bin ich erst um 8:30 Uhr aufgewacht. Da habe ich nicht mehr so lange im Bett herumgetrödelt sondern mich zügig den Morgendingen gewidmet: die Katze Zimt* begrüßt und ihr einen guten Morgen gewünscht – es sei ihr aber zu früh für Fotos, sagte sie.

Zähne putzen, Tee trinken im Sonnenschein, noch mehr Dinge in der Ferienwohnung entdecken.

Nach dem Wetter sehen. Erst in den Himmel schauen und dann auf die App. Sonne mit Regen und vielleicht Gewitter. Die Vorhersage für den nächsten Tag versprach ganz sicher Regenwetter und weil ich unbedingt auf den Friedhof wollte, packte ich den Regenschirm ein und ging los. Zuerst mit der Straßenbahn und dann noch 20min zu Fuß. Am im letzten Abschnitt Fußweg laufe ich an Einfamilienhäusern vorbei. Sehr teuer sehen sie aus. Dann biege ich um eine Ecke und bin wohl richtig.

Nach der Ecke kommt eine Brücke, von der Brücke aus kann man die Hinterseite der Häuser sehen. Womöglich wohnt es sich dort noch teurer als ich sowieso schon dachte.

Auf der anderen Seite grenzt sofort der Friedhof ans Wasser, stelle ich kurze Zeit später fest. Und schon allein deshalb ist es wunderschön dort.

Natürlich gibt es noch viele andere Gründe. Und weil es so viele Gründe gibt bekommt der Friedhof einen ganz eigenen Fotobericht, dazu brauche ich aber noch etwas Zeit denn ich habe eine Menge Fotos gemacht, die erst sortiert werden müssen. Aber eins kommt hier trotzdem ganz schnell.

Schon auf dem weg zum Friedhof war wunderschönster Sonnenschein. Und so blieb es dann auch die nächsten ca. dreieinhalb Stunden die ich dort verbrachte.
Gerne hätte ich dort noch länger bleiben können aber irgendwann machte sich doch der knurrende Magen bemerkbar. Die einzige Angst die ich hatte: „Hilfe, womöglich ist die Speicherkarte gleich voll und ich hab’ ausgerechnet heute die Zweite nicht dabei. Oder die zwei Akkus, reichen die denn?.“
Weil so ein toller Fotomarathon zwar Spaß macht, mich aber auch unglaublich erschöpft hat, nahm ich am Ende gleich gegenüber vom Friedhof am Amstel Ufer Platz. Ich schaute dem Wasser und den Möwen zu und bestaunte die Hausboote.

Dann trieb mich der Hunger in das Café Blek. Dort gab es einen Cappuccino und riesengroßes Stück leckeren Appelkoken.
Der wurde Himmel grauer und grauer und es wurde kühl, also los zur Straßenbahn.
Eigentlich genügte mir der Friedhofsbesuch an Tageserlebnis. Aber wo ich schon mal hier bin. Ausstellung oder nicht Ausstellung?
Ausstellung. Die Banksy und Icy&Sot Ausstellung im Moco Museum sollte nicht so groß sein hatte ich gelesen. Das passte doch.

Banksy

Zwischendurch mal aus dem Fenster in den großen Regen geschaut.

 

Und an dieser Stelle war dann auch der zweite Akku des Tages leergeknipst und deshalb sind die folgenden Fotos nicht so der Hit, weil mit dem Handy geknipst.

Icy&Sot

Nach dem Regen den Seifenblasenmann beobachtet und gehofft die Menschen drum herum mögen bitte auf dem Foto nicht zu erkennen sein (die neue DSGVO-Angst).

Auf dem Heimweg noch der Einkauf für das Abendessen, die Füße wurden mir  immer müder und die Arme mit der Einkaufstasche immer länger. Wieder so froh nach Hause zu kommen und von der Katze Zimt erwartet zu werden. Ich erzählte ihr ein wenig von meinem Tag während sie links neben mir lag, denn links liegt sie am liebsten, entdeckte noch so dies&das in der Wohnung und löschte irgendwann sehr müde und glücklich das Licht.

 

*Die Katze Zimt bat darum ihren wahren Namen nicht zu nennen, denn nicht nur 7 Leben hat die  Katz’ sondern vielleicht auch 7 Namen.

 

 

 

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