52 KW Dezember 2019 – Besuch und Besuche

Die letzte Woche des Jahres war voller Besuch und Besuche. Der Besuch aus Köln, der schon am Wochenende zuvor angereist war, blieb bis zum Mittwoch.

Ich hab den Besuch ganz besonders gern, denn wir machen oft Quatsch zusammen. Das Gästebett wurde von den Gästen jeden Tag wieder hergerichtet, dabei gab es wohl eine Verwechslung mit dem kommenden Fest. Es sieht mir nämlich sehr nach Osterhasenfest aus. Nach den täglichen, gemütlichen Frühstücken, hat der Besuch wiederum andere besucht, ich hab Dinge erledigt, war bei der Massage und habe mich noch ein letztes Mal in diesem Jahr mit der Kollegin getroffen.

Dienstag Nachmittag bin ich zu Erica gefahren. Zuallererst hatte ich den Auftrag den Baum zu schmücken. Früher war ja bekanntlich mehr Lametta. Warum heute weniger Lametta ist? Erica sagt:“ Das reicht jetzt mit dem Lametta, zu viel sieht so überladen aus.“ Es folgte Schneewittchen und gleich im Anschluss Aschenbrödel mit ihren drei Nüssen. Nach dem Abendessen habe wir noch etwas zusammen gesessen und den brennenden Kerzen zugeschaut. Später war ich noch, wie fast jedes Jahr, bei den Freunden zu leckeren Getränken eingeladen.

Nach dem Frühstück am nächsten Tag, hat der Besuch seine Sachen gepackt, ich hab währenddessen in die kleine silberne Dose geschaut, die mir die beste Nachbarin geschenkt hat und dann mussten wir uns voneinander verabschieden. Der Besuch reiste weiter zur Familie und ich stieg kurze Zeit später auch ins Auto, holte Erica ab und gemeinsam fuhren wir zur Familienweihnachtsfeier, die bis zum Abend dauerte. Danach wollte ich nur noch mit Buch ins Bett.

Donnerstag ging es weiter mit den Besuchen. Am Nachmittag zur Gartenchefin und dem liebsten falschen Patenkind und am Abend hatte ich eine Einladung zu der ich einen großen Topf Rote-Linsen-Suppe mitgebracht habe. Schön war es und lecker und lustig und am Ende gab es sogar noch eine etwas hitzige Diskussion über Kassels seltsame Fahrradwege bzw. Fahrradstraßen Planung. Dabei waren wir sehr leidenschaftlich, sind aber nun keineswegs zerstritten.

Nach drei Tagen Regen war am Freitag der Himmel endlich blitzeblau und so spazierte ich mit einem kleinen Umweg zum Bebelplatz.

Germaniastraße hinauf bis zur Adventskirche.

Links abbiegen und die Lassallestraße hinauf. Da wohnt doch tatsächlich ein recht großes Pferd auf einem Balkon.

Kurz am Goethestern anhalten. Freie Sicht bis zum Herkules.

Weiter zum Bebelplatz. Brot, Obst, Gemüse, Nudeln und Tee einkaufen. Dabei ein Schaf kennengelernt. Es läuft einem orangen Knödel statt einer Mohrrübe hinterher.

Zurück geht es den Kirchweg hinunter, und an der Herkulesschule vorbei. Und dann bin ich schon fast wieder zu Hause.

Dort schaue ich aus dem Fenster auf die Christrose, die auch Schneerose heißt, was ich einen viel schöneren Namen finde. Am Nachmittag blättere ich durch alte Kalender und Tagebücher und schaue mir an was ich in den letzten zehn Jahren erlebt habe und wie es mir so ergangen ist.

Spät am Nachmittag kommt wieder Besuch. Diesmal aus Berlin. Wir verbringen den Abend mit viel erzählen, zwischendurch essen, weiter erzählen und am Ende trinken wir noch einen Rakı auf einen schönen Abend.

Nach einem späten Frühstück ist am Samstag der Himmel wieder blau und wir trödeln durch die Straßen, sitzen im Café, laufen noch eine Runde durch den Park und dann ist wieder die Zeit zum verabschieden gekommen. Am Abend liege ich auf dem Sofa herum und freue mich über die zweite Staffel von ‚Pose‚.

Am Morgen spät aufgewacht. Ich wache seit zwei Wochen spät auf, denn ich kann seit zwei Wochen so lange schlafen wie ich will. Toll. In den letzten Nächten war es kalt und heute Morgen war zum ersten mal das Wasser in meinem Kneipp-Kübel gefroren. Das war ganz schön kalt. Trotzdem: rein mit den Füssen. Danach ein heißer Tee, Kuchen backen, Buch lesen, Kaffee trinken. Um 14 Uhr fahre ich zu einer Wiese die bald eine Baustelle sein wird. Hier werden viele Freundinnen gemeinsam ein Haus bauen und ich darf dann immer über die Baustelle laufen und den Bagger, den großen Kran und all die anderen tollen Baustellendinge knipsen. Heute habe ich nur eine kleine Fahne und die glücklichen zukünftigen Hausbesitzerinnen geknipst.

Anschließend, auf dem Weg zur Gartenchefin, komme ich schon mal an einer Baustelle vorbei. Bei ihr angekommen gibt es Tee und Kekse und meinen Kuchen. Die Gartenfotografin kommt auch noch, das Kind und ein Freund sind sowieso da und am Ende lerne ich Cluedo. Zumindest gebe ich mir Mühe. Manchmal werde ich leider ausgelacht. Na wartet es nur ab!

Clematispuschel am Bauzaun.

Nun ist das Jahr schon fast ganz und gar herum. Nur noch zwei Tage und zwei Nächte. So schnell geht das.

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2 Kommentare

  1. Ach war das wieder ein schoener Einblick.
    Ich mag sowas ja sehr gerne.
    Danke dir dafuer.
    ich hab auch was geschreibselt was das letzte Jahr anging, leider musste ich es Passwordschuetzen da ich von boesen Menschen beobachtet werde.
    Und das ist aeusserst unschoen.

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