40 KW Oktober 2021 – Erlebnisreiche Woche und ein unfreiwilliges Experiment

Kornblume

Am Montag hatte ich zwei längere, schöne Arbeitstermine. Am späten Nachmittag kam Spontanbesuch Nr.1. Die Freundin H., die seit ein paar Monaten zwei Kinder hat. Ich werde sie nur noch H. und die wilden Raketen nennen. Wir hatten eine lustige und turbulente Stunde zusammen..

Dienstag sind meine Jeans bedeckten Knie auf dem Weg zur Arbeit sehr nass geworden. Am Abend kam der Spontanbesuch Nr. 2. Es war meine ehemalige Nachbarin und Freundin S., die jetzt auf einer Insel lebt. Ich hab uns mittelscharfes Rote Linsen Curry gekocht. Den ersten Topf voll Reis, den es dazu geben sollte, habe ich vollkommen verbrannt. Der zweite Versuch gelang perfekt. Letztendlich war es sehr lecker und wir hatten uns viel zu erzählen. Der verbrannte Topf steht seit Tagen in der Küche rum. Ich muss ihn unbedingt retten, denn er ist von meiner Oma.

Ringelblume, angetrocknet und eingerollt.

Der Arbeitsmittwoch war länger als geplant. Anschließend gab es keine Massage, weil ich am Abend noch eine Mitfrauenversammlung im Mädchenhaus hatte. Spät am Abend Reste essen vom Dienstag und danach sofort ins Bett.

Ringelblumensamen.

Donnerstag war der letzte Tag vom Frauen Kurs. Es gab ein unglaublich leckeres afghanisch-syrisches Frühstück. Im Fattoush war so viel Knoblauch, dass ich etwas Angst hatte, die Yoga Gruppe könnte entsetzt sein. Waren sie aber nicht – haben sie zumindest behauptet. Der Tag war voll und toll und ich hab mich immer wieder zwischendurch so sehr auf die Ferien gefreut. Am Abend gab es ein schnelles Abendessen und wieder schnell mit Buch ins Bett.

Freitag war ich gleich nach dem Wecker klingeln knallwach. Der letzte Arbeitstag vor den Ferien lag vor mir. Und der versprach sehr schön zu werden. Yoga, kleiner Markteinkauf, Büro. Allerletzte Dinge erledigt. Ich hoffe ich hab nichts vergessen. Am Nachmittag kam Besuch aus Köln und holte mich vom Büro ab. Zusammen und mit Kolleg*innen, gingen wir in den Arbeitsplatz eigenen Biergarten, um einen Abschied zu feiern.

Für den Anlass hatten wir echtes Glückswetter. Leckere herzhafte und süße Häppchen und selbstverständlich auch Getränke, verschiedene Abschiedsworte und Musik gab es auch. So ein schöner Nachmittag.

Passionsblumenkringel.

Am Abend habe ich mit dem Kölner Besuch viel erzählt, geschwind meine Reisetasche mit zu vielen Dingen bepackt und bin zu spät ins Bett gegangen.

Sonnenblume.

Samstagmorgen hat der Wecker um 7 Uhr geklingelt. Ich bin aber erst um halb 8 aufgestanden. Kein Yoga, weil der Besuch im Yoga-Zimmer geschlafen hat. Nochmal die Reisetasche überprüft und festgestellt, dass sie zu schwer ist. Ich konnte aber nichts daran ändern, weil ich befand: Alles muss mit. Nachdem ich mir Reiseproviant geschnitten und geschmiert, Tee und Kaffee mit dem Besuch getrunken und den Müll entsorgt hatte, ging es los.

Ich war etwas früher am Bahnhof, weil ich gehofft habe, dort die Gartenchefin mit dem falschen Patenkind und der Oma zu treffen. Dafür hatte ich extra für das falsche Patenkind goldene Lieblingsschokoladenkugeln gekauft. Und dann hab ich sie auch wirklich noch getroffen. Das war schön. Nachdem ich ihnen gewunken hatte, kam kurze Zeit später, auf dem gleichen Gleis, mein Zug angefahren. Bis dahin lief alles wie gewünscht und nach Plan. Nachdem ich 10 Minuten in meinem Zug gesessen hatte, bekam ich die Nachricht, dass der Anschlusszug in Frankfurt ausfallen würde. Ich würde also von Kassel nach Oostende zockeln und dabei mehrmals umsteigen müssen. Von Kassel nach Frankfurt habe ich alle Apfel- und Möhrenstücke nach Häsinnenart in mich hinein geknurpselt. Von Frankfurt nach Köln Deutz die Brote, Tomaten und das Apfel Zimt Brötchen gegessen und den Kaffee getrunken. Ich hatte noch nicht die Zeitung gelesen, die Zeitschrift auch nicht und auch keins der beiden Bücher. Stattdessen habe ich in mein Handy gestarrt und nach den besten Verbindungen gesucht. Zwischendurch mal aus dem Fenster geschaut und überlegt, ob ich mir wohl noch Reiseproviant organisieren könnte. Konnte ich nicht.

Irgendwann gegen 18 Uhr kam ich aber dann doch endlich an. Schnell hab ich alles ausgepackt und bin zum 3 Minuten entfernten Strand gelaufen. Hach schön.

Später gab es Pizza und alkoholische Getränke. Zwei Stück. Dann bin ich zurückgelaufen. Unterwegs ging mein Handy aus, weil Akku leer. Im Apartment hab ich 3x die falsche PIN Nummer eingegeben. Ab hier beginnt nun das unfreiwillige 1 Woche ohne Handy Experiment.

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