Nach dem Regen unter Knochen

Das erste Foto ist vom Ende des Tages. Als ich durch den Jardin des Plantes zurück zum Hotel gelaufen bin. Dort fing meine Paris Woche ja auch an. Es waren für heute viele Regenschauer vorhergesagt, ein wenig hab ich mich sogar darüber gefreut denn so würde ich einfach den ganzen Tag in verschiedenen Museen des Jardin des Plantes verbringen. Zuerst aber: Hotelzimmeryoga am Morgen. Dabei habe ich festgestellt, dass mir der kleine Sturz am Mittwoch doch mehr geschadet hat, als ich gedacht habe. Ich war mit meinem großen Zeh doch tatsächlich im Bettlaken hängengeblieben und über die Bettkante auf den Boden gefallen. Aufgeschlagen, also gebremst, habe ich mich mit meiner rechten Hand die sowieso schon so blöd arthrosegeschädigt ist und mein Knie schrappte über den Teppichboden. Nun tut mein Handgelenk sehr weh und mein Knie ist heute dunkellila. Immerhin wurde keine Haut abgebrannt. Das passiert ja mal leicht bei so Teppichboden. Blöd das alles. Also mussten ein paar Sonnengrüße und ein Kopfstand an der Wand genügen. Auf dem Weg ins Café dann der erste Regen.

Der aber schnell vorbei war und so überlegte ich mir, ob es nicht vielleicht doch nett wäre zuerst ein wenig draußen zu sein. Schnell in die Metro und nach Montmartre gedüst. Diese Idee hatten viele andere Menschen auch. Zumal ja auch Karfreitag war, wie mir dann einfiel. Es waren also wirklich viele Menschen unterwegs und sie sammelten sich alle im Park vor der Basilika Sacré-Cœur auf dem Montmartre. Es gab einen kleinen Gottesdienst unter freiem, regnendem Himmel und gesungen wurde zwischendurch auch. Das war alles sehr schön und ich hatte die Möglichkeit mir unter vielen Regenschirmen den Hübschesten auszusuchen.

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Friedhofsglück

Es gibt Zeiten in denen die Erlebnis- und Eindrucksdichte so viel und sehr hoch ist. So ist es gerade bei mir. Deshalb wähle ich heute aus und entscheide mich für den Friedhof in Montparnasse. Die Stunden auf dem Friedhof teilen sich mit einigen anderen Erlebnissen den ersten Platz – falls er vergeben werden sollte.

Ich bin ja ein großer Friedhofsfan, wie alle wissen die mich kennen. Und gerne könnte ich auf dem wunderbaren Cimetière Montparnasse eine ganze Woche verbringen. Weil ich beim Fotos sichten schon gleich wieder ins Schwärmen gekommen bin, lege ich einfach los. Ganz besonders angetan haben es mir diese klitzekleinen Moosköpfchen die zwischen den Porzellan Blüten hervor wachsen.. Davon kann ich einfach nicht genug bekommen. Die sind doch wirklich zu schön.

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Ein Stück Paris durch Regentropfen

An Tag 2 schon um 8 Uhr aufgewacht. Aber einfach noch im Bett geblieben und Tee getrunken. Es gibt nämlich einen Wasserkocher im Hotelzimmer. Sehr toll. Für den Tee und auch für die Wärmflasche die ich dabei habe. Nach dem Yoga geturne und einer heißen Dusche, wieder den Lippenstift aufgetragen und hinaus ins Regenwetter. Mit der Metro zum Eiffelturm gefahren, ausgestiegen, durch den Regen gelaufen, die lange Schlange am Eingang gesehen, der Regen lief in den Mantelkragen, mir war ungemütlich und kalt. Also nur ein paar Beweisfotos gemacht und dann Kaffee trinken gegangen. Der Kaffee am ersten Tag war schon nicht so toll, ging aber mit Pastis dazu, der Kaffee am Eiffelturm war auch nicht toll. Neuer Plan: ich googele diese große amerikanische böse Kaffee-Kette. Bei Kaffee verstehe ich keinen Spaß. Gegoogelt und gefunden. Mich auf den Weg gemacht und den Regen ignoriert. Unter Brücken hindurch gelaufen.

Fotografierende Menschen fotografiert.

Im trocknen Café gesessen, mich aufgewärmt, lecker Cappuccino getrunken und Lampen geknipst.

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Montag in Paris und warum ich nicht im Hotel geblieben bin

Hier wohne ich. Ganz rechts im Hotel des Ecrivains. Mit Baustelle.

Da bin ich also gestern in Paris angekommen, hatte einen Plan – und habe mich nicht daran gehalten. Denn der Himmel war blau, es fiel kein Regentropfen, ich hatte ein Kleid in der Reisetasche, denn zu meiner Vorstellung von „Simone in Paris“ gehörte ein Kleid und Lippenstift, den hatte ich mir extra noch gekauft. Die Tasche war schnell ausgepackt, das Kleid angezogen und die Lippen bemalt, noch schnell auf die Karte geschaut in welche Richtung ich zum Wasser gehen muss und schon ging es los.

So schöne Balkone unterwegs gesehen.

Völlig ahnungslos drauflosgeknipst wann immer ich etwas entdeckt habe.

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12KW – Vorosterfereinwoche und wenig Zeit für Reisevorbereitungen

**So eine letzte Woche vor den Ferien ist immer im Nu vorbei dabei hab ich gefühlt mehr zu tun als in normalen Wochen denn es muss ja vor den Ferien noch immer extra viel erledigt werden. Tatsächlich hielt sich alles in Grenzen, es fühlte sich nur nach einem riesigen Berg an.
**Ich hatte einen Fotoauftrag damit die Kollegin eine Anfrage nach Bildern vom Projekt zu Ende bringen kann. Und weil wir dafür die Erlaubnis zur Veröffentlichung der Eltern benötigten, darf ich hier auch etwas zeigen. In die Farben vertieft.

Ich mag unsere Zootiere.

Und ich bin schon seit jeher eine große Freundin von Flechtfrisuren.

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11KW – Sehr kurz, aber mit Hummus am Ende

**Der Montag der letzten Woche war der 12. März, ich konnte gleich mit 12von12 starten und habe deshalb zum Montag hier nichts mehr zu berichten. Mein 12von12 ist hier nachzulesen.

**Weil ich am Dienstag immer noch schlimme Verspannungskopfschmerzen hatte, habe ich mir beim Massagetermin nicht die Füße sondern den Rücken und Nacken massieren lassen. Das war eine gute Idee und es ging mir anschließend  besser.

**Fast jeden Tag war schönster Sonnenschein und so kam Frühlingsstimmung auf.

**Und wie auch schon erwähnt, saß ich oft nachmittags am Küchentisch um Meisen und andere Vögel zu knipsen. Nachzulesen hier.

**Mittwoch, Donnerstag und Freitag wieder jeweils einen Yoga-Kurs unterrichtet.

**Am Mittwoch nach dem Yoga eingekauft. Allerlei Dinge und einen Becher Sahne. Alles in die Fahrradtasche gepackt. Zuhause ausgepackt. Komisch, der Sahnebecher ist so leicht. Die Sahne hatte sich zwar nicht in die Tasche, aber in das in der Tasche befindliche Wolltuch ergossen. Tuch in die Waschmaschine gesteckt und die Reste aus der Tasche gewaschen. Am Freitag bemerkt, das es im Bad seltsam und nicht gut riecht. Oh je, das Tuch mit der Sahne vergessen. Noch Kleidung dazu getan und alles bei 40° gewaschen. Beim Wäscheaufhängen festgestellt: die Wäsche riecht nicht gut. Sie stinkt. Am Samstag komisches Wäschedesinfektionszeug gekauft. Nochmal gewaschen. Wäsche stinkt immer noch. Trotzdem die Yogahose zum Yoga angezogen. Beim Yoga am liebsten die Hose ausgezogen und ohne Hose weitergeturnt. Hose stinkt. Das böse Waschmittel mit A gekauft. Die Wäsche bei 60° gewaschen. Die Wäsche stinkt immer noch. Das Tuch, ein paar Handschuhe und drei T-Shirts schon mal weggeworfen. Womöglich nimmt der Rest der Kleidung den gleichen Weg.

**Jeden Tag am Mittag Salat und am Abend Suppe gegessen. Hier zu sehen Kohlrabensuppe. Die roten Pünktchen sind Chillistückchen. Denn auch in einer feinen Kohlrabensuppe schadet eine Chillischote nicht. Es gab auch noch Kürbis- und Süßkartoffel-Suppe an anderen Tagen.

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Von Meisen und anderen Vögeln

Vielleicht sollte ich erst meine Zeitrechnung erklären, bevor hier der Vogelbericht beginnt. Also es gibt ein Früher, das ist so ca. 10 Jahre her. Dann noch ein ganz Früher, das ist 20 bis 30 Jahre her. Ein ganz, ganz Früher ist so 40 bis 50 Jahre her und ganz, ganz, ganz Früher ca.60 bis 75 Jahre. Von ganz, ganz, ganz Früher sollte mir Erica bitte immer erzählen als ich ein Kind war, denn damit war die Zeit gemeint als sie ein Kind war und da hat sie, aus meiner damaligen Kindersicht, ganz unglaubliche Dinge erlebt denn es war K R I E G. Dieses schlimme Wort, unter dem ich mir nicht so richtig etwas vorstellen konnte. Heute geht es mir um ganz Früher und ganz, ganz Früher, also als ich Kind und junge Erwachsene war. Zu der Zeit nämlich, gab es bei uns ein Vogelhäuschen direkt vorm Küchenfenster, es hängt dort heute immer noch. Und Erica hat, damals wie heute, Vögel beobachtet. Meisen und Amseln, Spatzen und diese „erbärmlichen Elstern“ (O-Ton Erica) die die anderen Vögel weggejagt haben.

Ich habe für dies große Vogelfreude keinerlei Verständnis gehabt. Ich fand so ziemlich alle Tiere toll, habe Tiersendungen gesehen und Tierbücher durchblättert. Aber Vögel?? Das waren irgendwie keine richtigen Tiere für mich. Aber seit Früher, was in meiner Zeitrechnung so 10 Jahre her ist, habe ich ein Vogelhäuschen,  und ertappe mich dabei wie Jahr für Jahr mein Vogelinteresse größer wird. Die Erica-Gene breiten sich immer mehr aus. Was mich manchmal etwas beunruhigt, in diesem Falle bin ich amüsiert und erfreut.

Und so saß ich in dieser Woche oft am Küchentisch auf der Lauer und habe Meisen und Amseln geknipst und mich gefreut.

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12von12 im März

Was ist denn eigentlich 12von12? Bei Draußen nur Kännchen ist es zu erfahren.

Um 5:30 aufgewacht, dabei hätte der Wecker erst um 6 Uhr geklingelt. Ich blieb bis 6:15 im Bett und guckte in die Luft. Mein Nacken, der gestern Nachmittag schon sehr verspannt war, hatte über Nacht leider keine Wunderheilung erfahren.

Raus aus dem Bett, Zähne geputzt, auf die Yogamatte. Nach dem Yoga war es schon fast hell aber der Nacken war immer noch verspannt. Schade.

Die restlichen Badezimmerdinge erledigt, Tee gekocht, Tagebuch geschrieben und dann mit Tee und Strickjacke auf den Balkon. Es war so schön mild und die Vögel haben wild rumgezwitschert.

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10KW – Warum ich kein Hummus habe und die Eröffnung der Sommerresidenz

Zum letzten Mal die Tulpen. Heute habe ich mich dann wirklich von ihnen getrennt.

**Sehr aufregend war der Wochenstart am Montag. Kursstart mit vielen neuen Frauen und der immerwährenden Unsicherheit ob wohl alles klappt wie geplant bzw. ob uns wohl wegen irgendetwas Unvorhergesehenem schnell ein Plan B einfällt. Ein Plan B war nicht nötig und so waren wir erleichtert. Und haben dann den 8. März gleich genutzt um ein großes Frauenfrühstück zu veranstalten.

**Vor ein paar Wochen habe ich das Tuch einer Kollegin bewundert. Am Dienstag stand sie mit einem kleinen, hübsch verpackten Päckchen vor mir. Ich bekam einfach so ein Geschenk. Ich hab mich so sehr gefreut. Herzlichen Dank an die liebste G.

**Sehr kurzer Zahnarztbesuch. Im April bekomme ich einen Zahn gezogen. Ich fing schon gleich mal an zu schwitzen. Als ich vom Zahnarzt kam hab ich diese reizende Dame vorgefunden. Sie darf gerne mal bei mir an der Tür klingeln. Danke liebe A.&T.

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9KW-Sonnenschein und ein großer Geburtstag

**Jeden Tag der Woche habe ich mich über den Sonnenschein gefreut, damit war die klirrende Kälte gut auszuhalten. Auch sonst war die Woche fabelhaft.

**Der Montag begann mit einem Arbeitsfrühstück bei mir. Ich hatte die Kolleginnen eingeladen, den es plant und bespricht sich in Ruhe manchmal besser als im Büro. Da ich grundsätzlich gerne nette Menschen bewirte, hatte ich ein kleines Frühstück vorbereitet – nur weil ich faste sollen die Kolleginnen ja nicht hungern. Mit dabei waren natürlich auch die Zimtschneckenknödelknoten.

Nach dem Frühstück sind wir ins Büro gefahren und dort habe ich bis zum Abend durchgearbeitet. Danach leider keine Zeit zum Yoga zu gehen. Stattdessen zuhause etwas geturnt.

**Am Dienstag war ich gemeinsam mit der Kollegin zu zwei workshops mit angehenden Erzieher*innen geladen. Die Themen: Interkulturelle Elternarbeit  in der Kita und Leichte Sprache. Ich hatte mich schon am Abend zuvor darauf gefreut, morgens um 8 Uhr einen Spaziergang zum Gorilla machen zu können, denn der Weg führte am Nachbarschaftsfriedhof vorbei. Ich bin nicht vorbei sondern hindurch gelaufen. Und dort saß er im Schnee.

Er hat sich gewundert mich so früh zu sehen.

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