Friedhofsglück

Es gibt Zeiten in denen die Erlebnis- und Eindrucksdichte so viel und sehr hoch ist. So ist es gerade bei mir. Deshalb wähle ich heute aus und entscheide mich für den Friedhof in Montparnasse. Die Stunden auf dem Friedhof teilen sich mit einigen anderen Erlebnissen den ersten Platz – falls er vergeben werden sollte.

Ich bin ja ein großer Friedhofsfan, wie alle wissen die mich kennen. Und gerne könnte ich auf dem wunderbaren Cimetière Montparnasse eine ganze Woche verbringen. Weil ich beim Fotos sichten schon gleich wieder ins Schwärmen gekommen bin, lege ich einfach los. Ganz besonders angetan haben es mir diese klitzekleinen Moosköpfchen die zwischen den Porzellan Blüten hervor wachsen.. Davon kann ich einfach nicht genug bekommen. Die sind doch wirklich zu schön.

Auch ohne Moos und noch neu so wunderschön.

Und so blau.

Alt und verwittert.

Manchmal aus Plastik.

Manchmal aus Stoff.

Ganz lebendige Blumen gibt es auch.

Nach den Sternen greifen.

Am Grab von Marguerite Duras werden verschiedenste Schreibgeräte niedergelegt bzw. gesteckt. So schön.

Simone de Beauvoir und Jean Paul Sartre bekommen Küsse. Ich war das nicht. Obwohl ich gekonnt hätte.

Für Ricardo von Niki.

„A mon Ami Jean-Jacques un oiseau qui s’est envolé trop tôt“ Niki (dt. Für meinen Freund Jean-Jacques. Ein Vogel, der zu früh davongeflogen ist). Niki

Hinter den Friedhofsmauern.

Bisher ist mir in Paris noch keine lebendige Katze begegnet.

Eine Stunde später war ich ganz weit oben und konnte noch einmal den ganzen Friedhof überblicken.

Oh wie war das schön nochmal die Zeit auf dem Friedhof mit den Fotos durch mich hindurch fließen zu lassen. Nun knipse ich ganz ruhig und still die Nachttischlampe aus.

 

 

 

 

 

 

 

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