Ich war in der Grande Galerie de l’Evolution und es war toll

Ich habe heute mal was völlig verrücktes gemacht. Obwohl mein Zug schon um 13:55 Richtung Heimat fahren sollte, wollte ich vorher noch ins Museum gehen. Für viele Menschen sicher nichts besonderes, für mich allerdings fast eine kleine Sensation. Früher hätte ich noch nicht einmal angefangen darüber nachzudenken ob die Möglichkeit besteht. Ich wäre ab 10 Uhr startklar für den 8 minütigen Fußweg zur Metro, die 20 minütige Fahrt zum Bahnhof, Versorgung mit Reiseproviant, häufige Kontrolle der Uhrzeit, des Tickets, des richtigen Bahnsteigs, mehrere Toilettengänge und aufgeregtes stundenlanges warten auf den Zug, gewesen. Doch nun ist es anders. Weil gestern der Museumsbesuch so toll war, wollte ich heute unbedingt noch in die Grande Galerie de l’Evolution im Jardin des Plantes. Auf dem Weg ist eine weitere Besucherin vor mir gelaufen. Sie sah aus als wäre sie vom Fach, so mit dem Delfin in der Hand.

Es war eine sehr gute Entscheidung und ich war wieder genauso begeistert wie schon in der Paläontologischen Ausstellung. riesengroßes, halliges Gebäude mit riesengroßen Tieren. Heute also weniger Knochen, dafür mehr ausgestopfte Tiere die aber einen lebendigen Eindruck machten.

Besonders weil auch Geräusche und die Lichtverhältnisse eine große Rolle spielten. Manchmal war entferntes Donnergrollen zu vernehmen und es machte den Eindruck als würden die Elefanten immer dann besonders laut lostrompeten, wenn ein Kind zu nah an ihnen vorbei lief oder kroch.

Wilde Kinder vor wilden Tieren.

Das ist ein Dodo Kind. Sehr lustiges Tier.

Flusige Zelltierchen.

Irgendwas ist komisch mit dem Licht. Liegt wohl an der wechselnden Beleuchtung. Manchmal ist alle sin gelb. rot, grün oder eben blau getaucht.

Um 12 Uhr verabschiede ich mich und so kehren mir alle Tiere den Rücken.

Um mein Gepäck zu holen, gehe ich zurück zum Hotel und an Jeanne d’Arc vorbei.

Ich hab noch so viel Zeit. Trödele noch ein wenig im Hotel herum, gehe Kaffee trinken, fahre zum Bahnhof und habe Zeit für Reiseproviant, um auf die Uhr zu sehen, auf das Ticket zu schauen und den Bahnsteig zu finden. Und am richtigen Bahnhof bin ich auch, Gare du l’Est. Oder war es doch der Gare du Nord? Ach was. Alles prima. Und schon bin ich eingestiegen und düse Richtung Kassel. In 30min bin ich da.

Und schon hat sie schnell auf „Veröffentlichen“ getippt um dann mit Schrecken festzustellen, das die Überschrift fehlt. Also zum Ende hin dann doch etwas verspannt im Zug gesessen. Nun geschwind den Fehler beheben.

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