Freitag, 28. November 2025,Rabat – Bisschen Kunst gucken, bisschen Zug fahren

Am nächsten Morgen lag ich Tee trinkend im Bett und überlegte, ob ich zuerst alle meine Sachen packen und danach ins Café und dann in eine Ausstellung oder besser die Sachen erst später packen sollte.

Ich entschied mich dafür, später zu packen, denn ich würde mich ja nochmal umziehen müssen und ich war auch noch nicht in Packlaune. Und richtig gesund war ich auch noch nicht. Deshalb habe ich geduscht, ein wenig gefrühstückt und lief dann in die schmalen Gassen hinein.

Katze genießt Morgensonne.

Viele kleine Salzkekse.

Auf dem Platz, an dem mein Lieblingscafé liegt, gibt es überall so rechteckige kleine Buchstationen. Dort kann man verschiedene, nach Themen sortierte Bücher kaufen. Die sind richtig nett und ich habe sie vom Café aus immer beobachtet.

Nach dem Café lief ich durch ehrliche Straßen Richtung Kunst.

Unterwegs fand ich eingerüstete Häuser mit schönem Licht & Schatten.

Und eine Kirche, nämlich die Kathedrale Saint-Pierre von Rabat. Gerade habe ich gelesen, dass sie auch innen sehr schön sein soll. Kann ich mir ja beim nächsten Besuch von Rabat ansehen.

Noch ein paar Straßen weiter und schon war ich an der Villa des Arts angekommen.

Die Villa des Arts ist ein Kunsttempel, der geschaffen wurde, um das künstlerische Erbe bekannter zu machen. Eine zweite Villa gibt es außerdem noch in Casablanca.

Es gibt dort Ateliers für Künstler*innen, Ausstellungsräume für feste sowie wechselnde Ausstellungen.

Und einen richtig schönen Garten drumherum, in dem sich Skulpturen, Brunnen und viele Pflanzen befinden.

Ich bin zuerst sehr lange einfach nur durch den Garten gelaufen und hab dann dort eine Weile gesessen und geschaut.

Und die versteckte Katze gefunden.

Wirklich schön dort.

Danach habe ich mir die Ausstellungsräume und die aktuelle Ausstellung Yallah AFRIKA! angesehen.

Chloé Ines Berrady
Yahia Al Mukhtar
Aicha Abouhaj

Eine Schulklasse ist mir auch noch begegnet. Hier zwei Nachzüglerinnen, die anderen waren alle schon vorausgelaufen.

Licht & Schatten auf dem Rückweg.

Stecken geblieben.

Dort oben schaut die Kathedrale nochmal hervor.

Auf dem Rückweg habe ich noch ein letztes Mal im Lieblingscafé einen Nous Nous getrunken und mich dann auf den Weg zum Riad gemacht. Unterwegs wollte ich noch schnell Amlou kaufen. In dem einzigen Laden, den ich am Morgen noch gesehen hatte. Leider war es dort ausverkauft und eine neue Produktion war erst für den nächsten Tag geplant. Schade. Und trotzdem hatte ich Glück, denn ein junger Mann hatte mein Problem gehört und mir den Weg zu einem weiteren Laden erklärt. Diesen musste ich erst etwas suchen, aber dann stand ich davor. Er war klitzeklein und gehörte einer Frau, die mir sofort einen kleinen Löffel mit Amlou zum Probieren gab. Sehr lecker. Also fing sie an, extra für mich alle Zutaten zusammenzurühren (Mandelmus, Honig, Arganöl). Und dann bekam ich am Ende zwei mittelgroße Eimer mit dem tollsten Amlou. So ein Glück. Anschließend habe ich alle meine Sachen zusammengepackt, bin zum Bahnhof gelaufen, hab noch ca. 30 Minuten auf der Bahnhofsbaustelle auf meinen Zug gewartet und saß dann 1,5 Stunden gemütlich lesend im Zug nach Casablanca.

Dort hatte ich ein Zimmer im 10. Stock. Toll.

Ich hatte seit dem Frühstück nichts mehr gegessen und mir ein Lokal um die Ecke ausgesucht. Das war leider geschlossen.

Also lief ich etwas ziellos durch die Straßen.

Im Souk wurde mir von jemandem aus einem Sandwich Stand zugewunken und weil die meistens verlässlich lecker und vegetarisch sind, wenn man das möchte, saß ich dort, aß ein Sandwich und Pommes und hatte es gut.

Auf dem Weg zurück ins Hotel sah die Straßensituation wild aus.

Noch etwas Abendsonne und dann lag ich früh im Bett. Denn richtig gesund und fit fühlte ich mich immer noch nicht.

Ich hatte mich in den letzten Tagen noch nicht wirklich mit dem Marokko-Abschied befasst. Aber am Samstag war er dann da. Den ganzen Tag über fand die Rückreise statt, und am Abend lag ich plötzlich wieder in meinem Bett in Kassel. Es kommt mir immer noch alles ganz unwirklich vor und ich glaube, ich brauche diesmal mehrere Tage, um wieder richtig hier anzukommen.

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