Montag, 15. April 2019 – Von Mosaiken, Menschen und salzigem Wasser

Ich bin um 5:30 aufgewacht. Na sowas. Da lohnt es sich auch nicht mehr sich anzustrengen um nochmal einzuschlafen. Also Yogamatte ausrollen und losturnen, Tee trinken und schreiben, duschen, Sachen packen und, zwar nicht als Erste aber rechtzeitig, im Frühstücksraum sitzen um dann – tata! als Allererste am Bus zu sein.. Das überrascht mich so sehr, dass ich vor Schreck wieder rein laufe, denn ich hab Angst das alle drin auf mich warten. Aber ich hab mir den Platz ganz vorn reserviert und meinen Rucksack dick und breit dort hingelegt. Und dann geht es los. Heute so nach Madaba(ich verlinke jetzt mal die Orte, falls jemand nachlesen möchte was es dort zu sehen gibt). Dort ist eine griechisch orthodoxe Kirche die ich aber nicht besichtige, denn ich brauche Auslauf und es ist mir viel zu voll. Ich frage wie lange die Kirchenbesichtigung dauert und melde mich für die Zeit ab um durch die Straßen zu trödeln. Dabei treffe ich eingesperrte Dromedare.

Und eine Menge Krippen in sehr klein.

Und noch sehr viel mehr Barbie – Puppen in wirklich hübschen Kleidern.

Ich kann mir nicht richtig erklären warum sich keine von ihnen in meine Tasche gesetzt hat.

Und ich kann mir auch nicht erklären warum hier auf dem Teppich keine Katze liegt.

Am Morgen im Sonnenschein zusammen einkaufen gehen.

Kleine Plauderpause am Fenster.

Während die Schulkinder in die Kirche gehen, kommen meine Mitreisenden wieder hinaus.

Die Zeit ist um und ich bin schon wieder pünktlich.

Nächster Stop:

Zu einem Workshop kam es nicht – hebe ich mir für das nächste Mal auf. Aber Menschen bei der Arbeit konnte ich bestaunen.

Falls außer mir noch jemand die romantische Vorstellung von meditativer Mosaikkunst hat: Es arbeitet sich auch sehr gut wenn man nebenbei einen Blick auf einen spannenden Film werfen kann.

Es gäbe die Möglichkeit sich große Stücke, also Tische, Stühle etc. verpacken und nach Hause schicken zu lassen. Mache ich aber nicht. Ich habe genug Möbel. Obwohl, so ein Tisch mit Mosaik…..

Mosaik an Minarettspitze.

Die Kisten stehen nicht zum Versand bereit sondern sie sind geliefert worden. Drin sind Kosmetikproduckte vom toten Meer. Ich hab jetzt übrigens ein tolles Fußpeeling, denn Salz ist bekanntlich knapp in Hessen und in meinem Haushalt sowieso und ein Peeling aus Salz & Olivenöl wäre wirklich aufwendig herzustellen.

Und weiter geht’s Richtung totes Meer und einem Halt am Berge Nebo.

Als ich am Ende des Tages meine Fotos angesehen haben, habe ich festgestellt was ich schon vermutet hatte: ich war am Montag eher an Menschen in bunter Kleidung und weniger an Geschichtlichem interessiert. Aber immerhin lese ich mir am Abend im Reiseführer durch was ich am Tag besichtigt habe. Zuerst saß da der vielleicht etwas traurige und gelangweilte Junge.

In der byzantinischen Basilika, die sehr schön restauriert war, ist mir die Frau im roten Kleid aufgefallen. Sie hatte ein Fotoshooting mit ihrem Mann. Wir konnten uns zwar nur schwer verständigen aber als sie verstanden hat, dass ich sie fotografieren möchte, hat sie sich sofort in Pose gestellt. Leider war es etwas zu dunkel.

Viele Menschen und ich. Das passet nicht gut zusammen. Deshalb stehe ich weit weg.

Sportmode.

Blumenrock, Zackenrock …

… Streifenkleid.

Am Finger festhalten.

Balancieren im pinken Kleid geht auch auf dem Boden.

Mit schnellem Schritt – denn der Bus wartet vielleicht nicht.

Den Berg hinunter zum toten Meer.

Es folgen keine Fotos von mir im Meer. Ich habe lange im dem salzigen Wasser herumgedümpelt. Anders kann man es nicht nennen. Das Wasser fühlte sich etwas ölig an und es war etwas kühl so wie ich es gern mag. Selbstverständlich habe ich mich auch mit schwarzem Schlamm eingerieben und einer Frau dabei geholfen ihre Hände in den Schlammtopf zu stecken. Sie konnte es kaum über sich bringen ihre Hände so „schmutzig“ zu machen. Ich wurde gefragt ob ich dort arbeiten würde. Es gibt Fotos von mir auf denen ich schlammverschmiert bin. Die zeige ich aber nicht. Der Nachmittag hat mir so viel Spaß gemacht und war eine tolle Erfahrung. Es passiert ja nicht so häufig, dass man die Gelegenheit hat sich so schön zu verschlammen. So wirklich idyllisch sieht es nicht aus aber sehr toll war es trotzdem.

Anschließend war ich sehr hungrig und habe große Mengen Hummus in mich hineingelöffelt und danach arabischen Kaffee mit Kardamom getrunken. Den mag ich zuhause nicht so gerne aber hier ist er lecker. Dabei die Katze auf dem Dach beobachtet.

Auf dem Rückweg hätte ich bunte Kännchen kaufen können. Hab‘ ich aber nicht.

Zurück im Hotel bin ich sehr müde und deshalb sehr früh ins Bett gefallen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Dir gefällt der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden!

4 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.