
Am Morgen nach dem großen Regen war der Himmel wieder blau. Das war wirklich schön, denn es macht schon einen Unterschied, ob ich bei Regenwetter oder Sonnenschein durch Casablanca laufe.

Also war ich nach dem Blick in den Himmel erstmal beruhigt und habe einen Tee im Bett getrunken und eine Runde Yoga geturnt.

Morgenkater blinzelt in die Sonne.

Ich wollte nochmal zur großen Moschee am Meer.

Bin aber einen etwas anderen Weg gelaufen.

Licht und Schatten mit Palme.

Straßenansicht.

Vor der Moschee wurde gebauarbeitet.

Ich hatte an verschiedenen Stellen gelesen, dass die Schlange am Ticketschalter für einen Moscheebesuch sehr lang sei. Ich denke da immer sofort: Ach was, wird schon gehen. Und so war es auch. Eine Person war vor mir und kurze Zeit später hatte auch ich meine Eintrittskarte.

Und sogar noch fast eine ganze Stunde Zeit, um mit der nächsten Gruppe hineinzugehen.

Da konnte also noch lange herumlungern, Fotos machen und Leute schauen.



Ein Besuch der Moschee geht immer nur zu bestimmten Zeiten und ich glaube eigentlich auch immer nur gruppenweise.

Weil ich mich aber keiner Gruppe zugehörig fühlte, ging ich einfach hinein, als die Zeit gekommen war.

Nicht nur von Außen ist sie riesig.

Zum Reinigen der Lampen ist eine Art Kran nötig. Ich habe leider keine Ahnung, wie der Fachbegriff für ein solches Gerät ist. Sah alles sehr spannend aus und so habe ich eine Weile zugeschaut.



Nachdem ich eine Weile umhergeschlendert war, habe ich es einem Paar nachgemacht und mich zuerst auf den Boden gesetzt und dann einfach auf den Rücken abgelegt.

Allerwunderschönste Ornamente an der Decke.


Aber auch beim anschließenden Weiterschlendern gab es wieder hübsche Dinge zu sehen.

Den Eltern davongelaufen, um in der Sonne zu tanzen.

Dann habe ich mich einer Gruppe angeschlossen, denn ich glaube, sonst wäre ich nicht in den unteren Teil der Moschee gekommen.

Dort befinden sich die Waschräume (Wudu-Waschräume) für die rituelle Waschung vor dem Gebet, bei der Hände mit Unterarmen, Gesicht, Nase und Ohren dreimal gründlich gewaschen werden. Die Waschräume sind mit 120 wunderschönen Brunnen ausgestattet.

Und nicht nur die Brunnen waren wunderschön, sondern selbstverständlich auch die Decke und die Wände.

Danach noch etwas auf den Treppenstufen herumsitzen.


Eine Runde um den Block auf Cafésuche.

Vor der Schule war wohl gerade große Pause.

Eine Straße neben der Moschee sah die Welt schon nicht mehr so prunkvoll aus.

Mittagskatze.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich ein Café gefunden hatte. Sogar mit etwas Blick.

Schon während ich im Café saß, ertönte der Ruf zum Freitagsgebet. Ich hatte noch nie erlebt, dass der Ruf so lange dauert. Vielleicht ist es ein besonderer Ruf, weil das Freitagsgebet ein besonderes Gebet ist. Es klang jedenfalls sehr schön und ich habe es genossen, vom Gesang begleitet, noch etwas um die Moschee herumzuschlendern.

Viele übermütige Kinder, die auf dem Brunnen herumklettern.

Hübsche Gewänder.

Auf dem Heimweg gesehen.




Ich mochte es, wie die Männer mit ihrem kleinen Gebetsteppich unter dem Arm (und einer Zigarette in der Hand) zum Gebet gingen.

Es war zwar erst 16 Uhr, aber ich wollte in Ruhe meine Sachen packen und mich noch ausruhen, vielleicht sogar noch etwas schlafen, bevor die Reise weiterging.

Mein Taxi hatte ich für 20:30 bestellt. Der Flug nach Errachidia ging um 23:00, Ankunft um 23:59.

Genauso wie ich es mir vorgestellt hatte, ist es auch gekommen. Ein wenig schlafen, zusammenpacken, Taxifahrt zum Flughafen. Und dort traf ich dann auch schon die ersten 3 Mitreisenden vom Wüstenabenteuer. In Errachidia wurden wir abgeholt und mussten dann noch ca. 2 Stunden bis Merzouga mit dem Auto fahren. Die Fahrt zog sich sehr lang und wir waren sehr müde, als wir ankamen und sind sogleich ins Bett gefallen.
Wie es in der nächsten Woche weiterging, verblogge ich natürlich auch noch, aber es kann noch eine Weile dauern. Ich muss noch alle Fotos sortieren und vielleicht habe ich auch erstmal mehr Lust, mit dem aktuellen Tagebuch weiterzumachen. Ich bin nämlich mittlerweile zurück aus der Wüste und in Meknès angekommen und sitze jetzt, begleitet von lautem Storchengeklapper, auf der Dachterrasse.
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