Dienstag, 9. Juni 2026, Shkodra II – On und off hoppen zur Burg Rozafa und der Ura e Mesit Brücke

Während meiner Mittagspause im schönen Idromeno Café, konnte ich mich zuerst nicht so richtig für eine Nachmittagsunternehmung entscheiden. Und weil ich noch nie mit einem Hop on hop off – Bus gefahren war (jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern, aber gerade kommen mir Zweifel), entschied ich mich dafür. Mit dem Bus würde ich an verschiedene Orte kommen und könnte dann überlegen, wo ich länger bleiben möchte.

Und weil der nächste Bus schon in einer Stunde losfahren würde, flitze ich schnell zur FeWo, packte meine Tasche um, machte mich etwas frisch, ging zur Haltestelle und kurze Zeit später ging es los. Zuerst saß ich alleine im Bus, aber an der nächsten Station stiegen noch zwei Personen dazu.

Wir fuhren an der Buna entlang zum Skutarisee und fast die gleiche Strecke wieder zurück. Fotos gibt es keine, weil ich nicht ausgestiegen bin.

Ich fand es schön, mich mit dem Bus durch die Gegend schaukeln zu lassen und dabei herumzugucken. Ich entschied mich an der Burgruine Rozafa auszusteigen.

Auf dem steilen Weg ganz nach oben auf die Burg begegneten mir zuallererst Ziegen.

Erster Blick auf halber Strecke.

Oben angekommen, wurde ich dazu aufgefordert das Burggelände sauber zu halten. Ist mir gelungen.

Allerlei Taschen, Täschchen und Gebimsel gab es auch zu kaufen. Und weil sich eine meiner Pizza – Freitags Freundinnen ein Täschchen gewünscht hatte, wurde hier eins gekauft.

Mit einer netten Frau geplaudert, die sich gefreut hat, dass ich ihr angeboten habe Fotos von ihr zu machen.

Bei dem Rundgang um die Ruine herum konnte ich die Flüsse Buna, Drin und Kir und auch den Shkodra – See/Skutarisee bewundern.

Platz am Fluss.

So schön dort alles.

Ein kleines Burgmuseum gab es auch.

Schon im 4. Jahrhundert v. Chr. gründeten die Illyrer dem Berg eine Stadt mit dem Namen Scodra, die zur Vorgängerin des heutigen Shkodra zählt.

Die Singer Nähmaschine im Museum ist aber ganz bestimmt nicht so alt.

Die Burg verdankt ihren Namen einer Sage, nach der drei Brüder versuchten die Burg zu bauen. Allerdings stürzten jede Nacht die Mauern wieder ein. Sie trafen einen alten Mann, der ihnen empfahl eine Frau einzumauern, dann würden die Mauern für immer halten. Also trafen die Brüder die Vereinbarung diejenige ihrer Ehefrauen zu opfern, die am nächsten Tag als erste das Essen bringen würde. Die beiden ältesten Brüder erzählten ihren Frauen von der Vereinbarung. Und so brachte Rozafa, die Frau des jüngsten Bruders, das Mittagessen zur Baustelle. Selbstverständlich war sich völlig schicksalsergeben, bat nur darum eine ihrer Brüste, einen Arm und ein Bein nicht einzumauern und konnte so ihrem Kind weiterhin die Brust geben, es streicheln und mit dem Bein seine Wiege schaukeln.

Was sich Männer eben so zurechtphantasieren.

Trotzdem hab ich mir das Museum gerne angeschaut.

Kleiner Vogel.

Fotoshooting.

Steiler Abstieg.

Ich habe weder einen Teppich, ein Hütchen, eine Decke oder ein Tuch gekauft. Dem Tuch zu widerstehen war schwer.

Weiter ging es den Berg hinab.

Unterwegs wieder Tiere gesehen.

Ich nahm am Tisch neben der Katze Platz und bestellte mir eine sehr kalte Flasche Tonic, allerdings ohne Espresso. Kurze Zeit später hielt der Bus vor dem Café und die Fahrt ging weiter.

Die letzte Station war die schöne osmanische Steinbrücke Ura e Mesit.

Mit ihr kann der Fluss Kir, den ich schon von der Burg aus gesehen hatte, zu Fuß überquert werden.

Und gleich daneben ist eine neue Brücke für Autos und Fahrräder. Und natürlich auch Menschen zu Fuß so wie mich. Denn von dort aus hatte ich einen schönen Blick auf die alte Brücke und den Fluß.

Und zum Fluß bin ich dann auch kurze Zeit später am Rand der alten Brücke entlang geklettert und habe die Füße ind kalte Wasser gesteckt.

Und während die Füße wieder trocken wurden hab ich hübsche Puschel geknipst. Es könnte ein rosa Mimosenbaum sein.

Weil wir nur 4 Personen im Bus waren, hat der Busfahrer vorher gefragt, ob wir 10 oder 30 Minuten bleiben möchten. Und so stiegen wir nach 30 Minuten wieder ein und wurden zurück in die Stadt gefahren. Ich fand es ganz schön mit dem Bus weil es eine gute Möglichkeit ist an etwas abgelegenere Orte zu kommen ohne gleich ein Auto mieten zu müssen. Ich würde allerdings beim nächsten Mal schon am Morgen starten, damit ich mehr Möglichkeiten für die Stopps habe.

Im Anschluß bin ich noch ein wenig durch kleine Gassen geschlendert.

Fassade mit Baumskelett.

Katze getroffen. Sie schaut etwas verschreckt. Entschuldigung.

Licht & Schatten.

An der großen Moschee vorbei.

Und etwas später fand das Abendessen auf dem Balkon statt. Dort blieb ich auch noch eine sehr lange Weile einfach sitzen.

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