Jeden Morgen wache ich auf und denke, oh, es geht mir schon viel besser. Und so ist es auch, aber eben nicht viel besser, sondern nur ein wenig, denn über den Tag hinweg übernehme ich mich und gegen Nachmittag bin ich wieder völlig fertig. Na ja, ich habe die Hoffnung, dazuzulernen.
Blöde Überraschung am Morgen: Mir ging es überhaupt nicht besser, eher das Gegenteil. Also kein Yoga auf dem Dach und eigentlich wollte ich auch am liebsten gar nicht aufstehen. Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen. Wirklich blöd. Also blieb ich noch eine Weile im Bett liegen, trank einen Tee und dachte nach. Das Ergebnis vom Nachdenken war, dass ich am besten zuerst mal dusche und dann zum Frühstück gehen sollte. Nachdem das geklärt und erledigt war, nahm ich nochmal eine Paracetamol und legte mich einen Moment aufs Bett.
In meiner ersten Nacht im schönen Zimmer habe ich sehr gut geschlafen. Bin aber, wie auch jeden Morgen in der Wüste, um 7 Uhr aufgewacht. Nach einem Tee im Bett bin ich für eine Runde Yoga turnen aufs Dach gestiegen. Dabei wurde ich wieder von Storchengeklapper begleitet.
Am Morgen nach dem großen Regen war der Himmel wieder blau. Das war wirklich schön, denn es macht schon einen Unterschied, ob ich bei Regenwetter oder Sonnenschein durch Casablanca laufe.
Ich hatte es leider sehr schwer am ersten Abend in El Jadida. Mir war so richtig schlecht mit Magenschmerzen und auch noch Kopfschmerzen dazu. Es hat ewig gedauert, bis ich eingeschlafen bin. Aber dann habe ich immerhin bis morgens um halb 7 durchgeschlafen.
Am Anreisemontag verlief alles nach Plan und trotzdem war es ein anstrengender Tag. Wie das eben so ist, wenn der Körper und der Geist so eine große Entfernung zurücklegt. Zumindest bei mir ist das so.
Am Sonntagabend hatte ich noch die Doku BABO über Haftbefehl gesehen, die mich auf dem Weg zur Arbeit, die Sonne schien sogar, in unterschiedlicher Hinsicht sehr beschäftigte. Für einen Montag war es recht ruhig und ich konnte einfach so vor mich hin arbeiten. Gegen Mittag fuhr ich in die Grundschule, in der ich viele Jahre ein Eltern-Café veranstaltet hatte, um etwas abzuholen. Es war echt schön, mal wieder dort zu sein, und eine Lehrerin von damals habe ich auch getroffen, und wir haben etwas geplaudert. Das war schön.
Auf dem Weg zum Yoga habe ich noch die Ohrringe abgeholt, die ich zum Geradebiegen weggebracht hatte, und meinen Lieblingstee habe ich auch gekauft. Danach habe ich Yoga geturnt und Zuhause wartete eine Kürbis-Kichererbsen-Suppe auf mich.