50 KW Dezember 2021 – Ein Wiedersehen und überraschende Impfbefindlichkeiten

Weil ich am Montagmorgen zuerst den Besuch verabschiedet habe und dann noch einen Termin beim Ortsgericht hatte, war ich erst zur Mittagszeit im Büro. Die Kollegin hatte im neu eröffneten Impfzentrum nebenan für uns beide einen Gemeinschaftstermin verabredet. Und so arbeiteten wir bis 16:15 allerlei Dinge von der langen Liste ab.

Um 16:20 saßen wir dann nicht nur gemeinsam im Wartebereich, sondern sogar gemeinsam in der Impfkabine. Gemeinsam mit einem Arzt und dem Menschen mit der großen Spritze, der sehr erfreut, war mich zu sehen und mich sogleich beim Vornamen nannte und fragte, ob ich ihn denn nicht mehr kenne. Hmmm nein, und so mit Maske fällt es mir etwas schwer. Sofort zog er die Maske herunter: „Ich bin doch der D. Ich habe den F. immer besucht, als er damals noch in der Hohnemannstraße gewohnt hat. Da hast du doch gearbeitet und wir haben da doch früher immer heimlich gekifft. Und ich weiß noch wie du dich immer reingeschlichen und uns dann total zusammengefaltet hast“. Das war wirklich ein nettes Wiedersehen.

Sehr kurze Zeit später, noch im Wartebereich, bekam ich Schmerzen im Arm. Die Kollegin spürte nichts. Na ja, nicht so schlimm dachte ich mir. Zu Hause hatte ich Kopfschmerzen und lag früh im Bett.

Dienstagmorgen gegen 5 Uhr hatte ich Kopf- und Armschmerzen und beschloss besser einen Tag zu Hause zu bleiben. Im Laufe des Tages ging es mir immer schlechter und am Abend lag ich mit Ganzkörperschmerzen und Schwäche im Bett, der ganze Körper hat gebrannt. Das könnte Fieber gewesen sein, aber ich hatte kein Fieberthermometer, um das Gefühl zu bestätigen. Die Nacht war sehr anstrengend.

Mittwoch war ich noch immer krank. Sehr irritierend fand ich die Ganzkörperschmerzen und die Schwäche. Ich konnte immer nur für ca. 15 Minuten irgendwas machen. Also nicht etwa einen Wohnungsputz, sondern eher sowas wie Tee kochen und Wärmflasche zubereiten oder eine Mail an die Kolleginnen verfassen. Dann musste ich mich sofort wieder hinlegen. Draußen schien die Sonne etwas und ich lag schlapp im Bett. Mittags bin ich aufgestanden für Körperhygiene. Die hatte schon am Dienstag nicht gut funktioniert wegen krank. Aber es musste mal sein. Sehr anstrengend. Danach sofort aufs Sofa. Dumm in die Luft geguckt, 10 Minuten gelesen, Augen geschlossen.

Donnerstag war ich endlich wieder etwas lebendiger. Ich hatte sogar Lust einen Spaziergang zur Ärztin zu machen, um meine AUB abzuholen. Dazu hatte ich mich für die Tram auf dem Hinweg und Spaziergang auf dem Rückweg entschieden. Das war eine weise Idee. Auf dem Rückweg zu Fuß wurde ich immer langsamer, machte Halt bei der Bäckerei, wo mein desolater Zustand sofort freundlich kommentiert wurde, trabte am umhäkelten Fahrrad vorbei und als ich zu Hause war, sank ich sofort auf das Sofa. Das war wirklich ein anstrengender Ausflug gewesen.

Der Freitag fühlte sich zum ersten Mal wieder wie ein echter Tag an. Auch wenn es ein Tag war, an dem ich wenig erledigt habe. Aber immerhin hatte ich nur noch sporadische Kopfschmerzen, aber durchgängige Armschmerzen und war sehr oft müde. Ich hab mich aber nicht hingelegt. Stattdessen war ich auf dem Markt und habe ansonsten den Tag mit lesen und Reiseträumen verbracht.

Samstag bin ich schon mal gleich mit nur mittelmäßiger Laune aufgewacht. Die Laune verschlechterte sich im Laufe des Vormittags und ich fand alles blöd. Nur am späten Nachmittag beim Besuch der Freundinnen wurde es besser. Weil ich nichts riskieren wollte, bin ich sehr früh ins Bett gegangen.

Sonntagmorgen konnte ich endlich wieder mit Yoga starten. Die ganze Woche über hatte ich mich dazu nicht fit genug gefühlt. Nach dem Yoga hatte ich einen Energieschub, den ich sofort dazu genutzt habe, das Bett frisch zu beziehen, Wäsche zu waschen, aufzuräumen und zu staubsaugen. Danach habe ich noch einen Spaziergang um den Block gemacht und dabei einer Freundin, die Geburtstag hatte, eine kleine Tüte vor die Haustür gestellt. Dabei bin ich am Rotkohl Kranz vorbeigekommen, der zu meiner großen Freude immer noch vor dem Blumenladen liegt. Ich kann ihn also hoffentlich noch eine Weile in den verschiedensten Stadien der Vergänglichkeit bewundern.

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