KW 41 Rest – Zu Hause ist es auch schön, aber dann: Leider krank

Am Mittwochmorgen um 8:14 fuhr mein Zug zurück nach Kassel. Neun Stunden Zugfahrt erschien mir fast ein bisschen wenig für all die Dinge die ich gerne machen wollte während der Zug, mich nach Hause fährt. Der Bahnhof und auch der Himmel über dem Bahnhof sahen am Morgen schon mal sehr toll aus.

Und schon nach 1 Stunde hat sich herausgestellt, das es vermutlich nicht bei 9 Stunden bleiben würde. Ich habe also Fotos sortiert, geschrieben, gegessen, gelesen und dann wieder alles von vorne. Im Großraumabteil war außer mir noch eine Gruppe von ca. 10 vielleicht 14-jährigen Jugendlichen. Ich habe sie kaum bemerkt. Einige haben Monopoly gespielt und ich fühlte mich in frühere Zeiten versetzt. Ein paar  schauten manchmal auf ihr Handy, lasen dann aber in echten Büchern weiter und einige hörten Musik. Schräg gegenüber saß ein Mann. Er tat so entschlossen Garnichts, das es eine Freude war. Er saß da und schaute. Aus dem Fenster, auf seine Hände, auf andere Mitreisende. Kein Buch, keine Zeitung, kein Handy, kein Kreuzworträtsel. Stundenlanges schauen. Erstaunlich. Und beneidenswert.

Aus 20 Minuten Verspätung wurden 30 Minuten und dann 36 Minuten. Meinen Anschlusszug in Karlsruhe würde ich nicht bekommen. Nicht schlimm, ich suche mir einen anderen Zug. Dann wurde uns vom Zugpersonal empfohlen besser bis Frankfurt sitzen zu bleiben denn es war unklar wie es weiter gehen würde. Ich befragte die DB Homepage und stellte fest, dass einige Züge ganz ausgefallen waren und andere Züge absurde Verspätungen von z.B. 180 Minuten hatten. Und einen dieser Züge wartete ich dann in Frankfurt. Zuerst bei schönstem Sonnenschein im Café.

Später dann zur untergehenden Sonne auf dem Bahnsteig sitzend. Und ich so trotzdem vollkommen ruhig und gelassen. Kommt bestimmt vom Yoga (lach).

Um 20:00 Uhr war ich in Kassel. Ich mag unser Bahnhofsdach.

Am Donnerstag einen kurzweiligen Bürotag gehabt und mich mit den Kolleginnen über unsere Ferien ausgetauscht. Am Freitagmorgen auf dem Markt Fisch gekauft denn am Samstag wollte ich für die Freundinnen Fisch-Curry kochen. Dann zum Arbeitsfrühstück bei der Kollegin in ihrer neuen Wohnung. Anschließend zu Erica gefahren, Einkauf und in der Sonne sitzen. Wieder zurück zu Hause: Kopfdröhnen, Halsschmerzen und mit klappernden Zähnen in der Küche gesessen und festgestellt: „Oh, ich bin wohl gerade krank geworden. Biltz – krank.“ Seltsam. Aber über Nacht würde vielleicht eine Blitz-Heilung einsetzen. So war es nicht. Bis Mittags im Bett gelegen. Die Freundinnen wieder ausgeladen. Kurz zum Laden geschlichen und viel Orangensaft gekauft. Den mag ich, wenn ich krank bin – und eiskalt muss er sein. Ingwertee trinke ich aus Vernunft nebenbei. Nach dem Einkauf Mittagsschlaf. Lesen auf dem Sofa. Nochmal Mittagsschlaf. Ein wenig Netflix geschaut.  Ich hatte vor ca. 6 Monaten einen Zugang von M. aus Köln geschenkt bekommen und ihn, trotz hartnäckiger Nachfrage, bisher noch nicht genutzt. Aber mit Rotznase und schlaffen Gliedern lässt es sich toll Serien schauen.

Heute Morgen hat der Kopf nicht mehr so sehr gedröhnt. Nur der Taschentücherbedarf  nimmt kein Ende und die Nase leuchtet rot. Trotzdem hab ich mit Tee und Wärmflasche einen Moment auf dem Balkon gesessen und mich über die Glockenreben gefreut. Anschließend habe ich einen Blaubeerkuchen gebacken, hatte ja am Samstag genug gelegen.

Nach dem Backen war ich aber schon wieder so erschöpft und hab eine Sofapause eingelegt. Bis ich Hunger bekam. Viel Obstsalat und unten drunter ist Haferbrei. Alles aufgegessen.

Zurück aufs Sofa bis es an der Haustür geklingelt hab und ich zu einem kleinen Spaziergang abgeholt wurde. Bis zum Park und bis zur ersten Bank gelaufen und dann schon wieder ausgeruht. Dabei haben wir uns von unserem Urlaub in London und Marseille erzählt. Zurück auf meinem Balkon gab es Blaubeerkuchen und Kaffee – der mir leider nicht geschmeckt hat, was ein untrügliches Zeichen für Krankheit bei mir ist. Trinken tue ich ihn aber trotzdem. So ein Quatsch. Dann war ich wieder erschöpft und die S. hat sich verabschiedet. So war die Woche. Nun bin ich mal gespannt, was mir die Nacht so bringt und ob ich morgen fit für die Arbeit bin oder lieber noch einen Tag auf dem Sofa bleibe.

 

 

 

 

 

 

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