Freitag, 6. Juli 2018 – Am Morgen in Antalya, am Abend in Kaş

Frühstück mit Blick. Manzaralı Kahvaltı.

Gestern spät in der Nacht im Hotel angekommen. Es war heiß (womöglich wird das der Satz der nächsten 19 Tage). Ab unter die Dusche und anschließend bewegungslos auf dem Bett liegen bis dann der unruhige Schlaf losgeht. Am Morgen die hübschen Klunkerknödel im Hotel geknipst.

Auf dem Weg zum altbekannten Café mit Blick, bin ich an dem Haus vorbei gelaufen, in dem ich mal für zwei Wochen wohnen durfte. Denn ich habe in Antalya, 2016 war es glaube ich, einen Sprachkurs gemacht. Geplant war ein Kurs in einer sehr kleinen Gruppe. Letztendlich waren es dann zwei Wochen Einzelunterricht. Bei Tahsin, von dem ich am ersten Tag immer geglaubt habe das er Taksim heißt und der der geduldigste Mensch ist den ich bisher kennengelernt habe. Einfach unglaublich. Geduldig und dabei die ganze Zeit freundlich. Sehr toll war das. Und seinen Rat, jeden Tag 15 min zu üben, habe ich immerhin ein paar Monate durchgehalten. Hier haben wir jeden Tag von 10 bis 13 Uhr gesessen.

Nebenan gibt es bunte Lämpchen.

Und auf der Promenade überall blauen Blick.

Mein Lieblings des Tages ist dieses Mädchen mit Hut und Zöpfen die sich gerade ein Eis aussucht.

Und wenn ich nur wüsste was das für ein Baum ist…

…der so schöne klitzekleine blaue Blüten hat.

Sagte ich schon das es heiß ist?

Am liebsten hätte ich den Tisch eingepackt – auch ohne die Schüsselchen – aber mit der Troddeldecke.

Nach dem Spaziergang durch die altbekannten Gassen bin ich zurück ins Hotel, habe die Tasche abgeholt und mich auf den Weg zum Otogar (Busbahnhof) gemacht. Leider hab ich mich in der Zeit vertan. Ich hab geglaubt ich wäre in 2 Stunden am Ziel. Kaş ist aber 4 Stunden von Antalya entfernt. Also habe ich vier Stunden lang hauptsächlich geschwitzt und mich darüber gewundert wie sehr man so still sitzen und schwitzen kann. Also ich. Und auch der Busfahrer. Und alle anderen Passagiere auch. Es war kaum ein Mucks zu hören während der ganzen Fahrt. Stummes Schwitzen. Unterwegs hab ich überlegt wie die Unterkunft wohl heißen mag die ich mir ausgesucht hatte. Leider vergessen. Vor Hitze. Deshalb bin ich nach der Ankunft zuerst in ein Restaurant, habe einen großen Teller voller leckerer kleiner Mantı (türk. Tortellini in Joghurtsauce) gegessen, mich ins Netz eingeloggt, den Namen der Unterkunft gesucht und gefunden. Villa Dundar (Werbung, ich lach mich tot). Noch schnell Tomaten, Käse, Brot und Bier eingekauft und mich mit dem Taksi zum daire (Apartment) fahren lassen. Da wäre ich am allerliebsten unhöflich gewesen und hätte den freundlichen Empfang einfach unterbrochen und mich in den Pool geworfen. Nachdem mir alles gezeigt wurde habe ich den Kühlschrank mit den wichtigsten Dingen gefüllt.

Und dann bin ich in den Pool getaucht und habe mir gewünscht es mögen noch sehr viele Eiswürfel darin herum schwimmen. Zum Abendessen: Brot, Tomaten, Käse, Efes und kleine Schiffe die vorüber fahren.

Was wirklich blöd ist: Mein Lesegerät ist hängen geblieben. Ich war noch in Kassel und gerade dabei mir ein Buch herunter zu laden und dann mittendrin – Stoptanz sozusagen. Nix geht mehr. Ich habe noch schnell ein Buch in die Tasche gestopft und bin los zum Zug. Und Mittlerweile habe ich alles ausprobiert was es so an Vorschlägen zu diesem Problem gibt. Nichts passiert. Es zeigt unverändert das aufgehangene Display. Nun bin ich wirklich froh, das Buch in der Tasche zu haben und habe ausgerechnet, das ich, bis ich mir ein neues Buch im Alman Kitapevi in Istanbul kaufen kann, pro Tag 36 Seiten lesen darf. Na toll. Dabei ist doch so ein Urlaub zum lesen da.

Außerdem sind auch die Mücken blöd und unfreundlich. Die wollen unbedingt nach drinnen dabei gehören sie nach draußen in die Natur.

 

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