Dezember – zu Ende

Es ist schwer einen Rückblick zu schreiben, wenn die Woche so lang und abwechslungsreich war und ganz besonders wenn ich mich nicht mehr in meiner gewohnten Umgebung in Kassel befinde. Ich versuche es trotzdem.
Das Weihnachtswetter war trüb und nass wie in den letzten Jahren eigentlich immer.
Den 24. und 25. Dezember habe ich mit der Familie verbracht. Am 24. war ich zum ersten Mal mit E. bei den Nachbarn eingeladen. Das war ungewöhnlich für den 24. Dezember. Aber die Freundin von E., welche auch die Nachbarin war, ist im Oktober mit 89 Jahren verstorben. Wir waren eingeladen vom Sohn und der Schwiegertochter, die  auch beide immer einen Blick auf meine Mutter  (E.) hatten und haben (um die ich mich in meinen Augen leider auch zu wenig kümmere). Es beruhigt mich sehr, sie beide nebenan zu wissen.  Wir verbrachten also einen schönen Nachmittag mit leckerer Stachelbeer-Baiser Torte, bestaunten den wirklich schönen Weihnachtsbaum (Der Baum von E. war zu groß und der Nachbarsbaum zu klein, also wurde kurzerhand getauscht und alle waren zufrieden) und anschließend einen entspannten Abend unterm kleinen Weihnachtsbaum in der Küche am knisternden Ofen mit Bratwurst und Kartoffelsalat.

Später am Abend war ich noch, ganz traditionell, die lieben H&M besuchen, bei denen natürlich auch N. zu Gast war. Wir haben ein wenig geplaudert, leckere Getränke getrunken und waren alle recht früh müde.
Am 25. gab es Mittagskaffee und Geschenke beim Patenkind bzw. seiner Mutter, der lieben S. und Gartenfreundin (eigentlich kennen wir uns aus der Muckibude, ist auch schon so ca. 20 Jahre her) und anschließend brauchte ich dringend etwas Auslauf. Habe mich dann für Rad fahren um die Buga entschieden und bin ein wenig durch das kalte Wasser gekneippt.
Der Tag endete mit einem wunderbar tollen und entspannten Abend mit dem Besuch aus Köln und dem lieben C. aus Berlin. Es gab Ofengemüse mit Guacamole und einige leckere Getränke, einschließlich Rakı am Ende.
Am nächsten Tag haben wir gemeinsam etwas rumgetrödelt und gefrühstückt. Der Besuch ist nach und nach abgereist, ich hab ein wenig aufgeräumt und schon mal kleine Stapel angehäuft und die Reisetasche bereitgestellt. Denn am Donnerstagabend fuhr mein Zug nach Hannover und von dort aus ging es am Freitag nach Marokko. Einen sehr schönen Flughafen haben sie dort.

Diesmal habe ich nur eine Nacht in Marrakesch verbracht und bin am Samstag gleich nach Essaouira aufgebrochen. Ich wollte gerne zum Jahresende am Meer sein. Ich bin ein wenig durch die Gassen gebummelt, habe mir ein Yogamattenersatzteppichtuch gekauft (Ich hatte doch tatsächlich meine Yogamatte vergessen, wie konnte das nur passieren?),früh ins Bett gegangen und konnte nicht einschlafen, weil es so donnerlaut war draußen. Ich glaube auf dem Djemaa el Fna  gab es ein großes HipHop-Reggae-Pop Konzert.

Am nächsten Morgen ging es dann ab nach Essaouira. Das Adidas Auto hätte meinen Vater, den G., sicher gefreut.

Der Bus war voll und neben mit saß der Mann, der holländischen Familie, die um mich herum die Plätze hatte. Er fühlte sich auf der ganzen Fahrt sichtlich unwohl und so ca. 15km vor Essaouira musste er sich dann leider übergeben. Wir waren beide erleichtert, als der Bus hielt und wir angekommen waren.

Essaouira hat mich mit schönstem Sonnenschein begrüßt und nach der langen Busfahrt bin ich  gleich losgelaufen. Erst mal alle alten Wege ablaufen. Die Katze ist noch da und die Möwen tanzen ihr auf dem Kopf herum.

Ein anderer Teil der Möwenbande hält Wache.

Den ganzen Tag begegneten mir Menschen mit Pappschachteln in unterschiedlichen Größen mit einer kleinen Schleife drum herum. Irgendwann fand ich heraus, das dort große Torten oder auch kleinere Törtchen drin waren, auf denen „2018“ in Zuckerschrift geschrieben stand. Ich dachte über so ein Törtchen nach und fand es etwas seltsam das neue Jahr, welches noch nicht begonnen hat, einfach aufzuessen. Ein 2017 Törtchen erscheint mir logischer – gab es aber nicht. Natürlich wollte ich trotzdem ein 2018 Törtchen, aber als ich mich entschieden hatte gab es keins mehr. Egal, das Jahr sollte mit einem Törtchen enden.

Und einem Spaziergang am Meer. Auf dem Foto ist eine Ansammlung Möwen die sich dort zum feiern getroffen haben, auch wenn es nicht zu erkennen ist. Ich Fotokünstlerin eben.

Allen ein wunderbares, gesundes, fröhliches neues Jahr.

 

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