28 KW Juli 2025 – Regenwetter, Stachelbeermarmelade, Selbstüberlistung und Vorfreude

Schon am Sonntagabend und auch in der Nacht zum Montag hatte es geregnet und sich sehr abgekühlt. Ich wusste vor Schreck am Morgen gar nicht, was ich anziehen sollte. Aber immerhin hatte ich die Regenjacke dabei und sie kam auch zum Einsatz. Weil ich am Wochenende keine Zeit zum Einsiedeln hatte, war ich nicht besonders motiviert und wäre am liebsten nach der Mittagspause wieder heim gefahren. Das ging leider nicht. Später beim Yoga fühlte ich mich wieder besser und danach konnte ich dann endlich nach Hause.

Dienstag fuhr ich etwas später und mit Regenjacke zur Arbeit. Der Tag war lang und anstrengend, weil ich mich irgendwie unlustig gefühlt habe. Ich war sehr froh, als ich am Abend nach Hause kam und nichts mehr musste. Um meine Laune aufzubessern, habe ich herumgeschaut, wo ich im August Urlaub machen könnte. Und auch eine Idee bekommen. Ich muss mich nur noch entschließen, und das fällt mir gerade nicht so leicht.

In der Nacht zum Mittwoch hatte es auch nochmal geregnet. Leider nicht genug für die trockenen Gärten. Der Tag war besser, und ich hatte mir vorgenommen, früher nach Hause zu fahren. Das hat geklappt und war richtig schön, weil ich nicht einfach todmüde nur noch Serien geschaut habe. Stattdessen habe ich Stachelbeeren entknupselt und Marmelade gekocht. Und aufgeräumt, Wäsche gewaschen und gestaubsaugt.

Donnerstagmorgen wurde ich wieder von der Bürokatze und dem Bürokater begrüßt. Weil der Yogaraum gerade renoviert wird, fand kein Unterricht statt und deshalb habe ich etwas länger gearbeitet. Am Abend habe ich zwei Dokumentationen über den Genozid in Srebrenica angesehen und danach versucht, einen Blogpost über meinen Besuch in Srebrenica fertig zu machen. Ist mir nicht gelungen. Mein Herz war schwer.

In der Nacht zum Freitag habe ich unruhig geschlafen. Beim Morgenyoga war es anstrengend, und auf dem Weg zur Arbeit habe ich dauernd überlegt, ob ich am späten Nachmittag schon zu Erica fahre oder erst am Samstag. Ich kam zu keinem Entschluss. Letztendlich habe ich mich gar nicht entschieden, sondern mich etwas hingelegt, als ich von der Arbeit nach Hause kam und danach war es zu spät.

In der Nacht zum Samstag habe ich noch schlechter geschlafen. Und ab 6:00 morgens bin ich nochmal so richtig tief eingeschlafen. Bis 10:00, unglaublich. Ich war dann nur nachmittags mit Erica einkaufen und bin in strömendem Regen wieder nach Hause gefahren. Ich hatte zu nichts Lust und habe den restlichen Nachmittag nur herumgelegen und gelesen. Glücklicherweise geht Lesen immer.

Sonntagmorgen habe ich mich endlich mal ausgeschlafen gefühlt. Draußen war Regenwetter, also saß ich erst am Wintergarten mit Tee & Kaffee & Buch. Dann kam plötzlich die Sonne etwas hinter den Wolken hervor. Also perfektes Schwimmbadwetter. Ich war seit langer Zeit mal wieder im Auebad. Weil es ja auch ein Hallenbad ist, waren die Menschen alle drin und ich ganz alleine draußen auf der Mittelbahn. Zumindest die erste halbe Stunde. Danach habe ich mir das Becken mit 2–3 anderen geteilt. Ich habe gerade immer sehr großes Schwimmbadglück. Der Rest vom Tag wurde mit lesen, sitzen und in die Luft gucken, waschen und essen verbracht.

Was ich auch noch gemacht habe an fast jedem Tag dieser Woche: Mir überlegt, wohin ich reisen könnte, um nicht nach Istanbul zu fliegen. Ich will nicht schon wieder fliegen, war ja gerade in Bosnien & Herzegowina und will vielleicht im November nach Marokko. Deshalb habe ich mir für den Sommer ein Flugverbot verordnet. Und weil es wirklich schwer ist, nicht nach Istanbul zu fliegen, habe ich mir eine Konzertreise überlegt. Die Karte ist schon gekauft und eine Zugfahrkarte auch. Ohne Stornierungsoption. Ich freue mich immer sehr darüber, wie gut ich mich selbst überlisten kann. Also werde ich bald mit dem Zug nach Rijeka, Kroatien und wieder zurück zockeln. Dort ist es vermutlich donnerheiß und rammelvoll, aber das ist mir egal. Ich finde sicherlich auch ruhige Ecken und das wichtigste ist sowieso das Konzert. Und Meerbäder am Morgen und Abend. Und bis dahin vorfreue ich mich.

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