
Der Montag begann mit einem seltsamen Gespräch, über das ich mich auch etwas ärgern musste. Umso erfreulicher war es, dass dann der Rest des Tages nett war. Er hat mit Yoga geendet und das ist ja sowieso immer toll.
Zum Abendessen gab es neben Salat mit schwarzen Linsen, Brokkoli, Möhre, Tofu und Erdnuss-Soße auch noch die allerletzten Erdbeeren vom Markt. Die waren schon in der letzten Woche sehr lecker und diesmal auch. Sie waren ganz dunkelrot und süß und es ist sehr schade, dass die Saison nun fast zu Ende ist.

Seit letzter Woche wurde es jeden Tag wärmer und am Dienstag waren es 32°. Da hatte ich große Lust und auch Zeit, mit einem Flussbad in den Tag zu starten. Das war sehr toll.

Der Arbeitstag war anstrengend und lang; ich war erst um 19 Uhr zu Hause. Dort gab es zum ersten Mal in dieser Saison leckersten Melonensalat mit sehr viel Limettensaft und Minze. Beim Abendessen beobachte ich immer die jungen Meisen. Die sehen noch so plüschig und zerrupft aus. Sehr niedlich.

In der Nacht zum Mittwoch bin ich von einem richtig tollen Gewitter mit starkem Regenschauer aufgewacht. Am nächsten Morgen hatte es sich bis auf 18° abgekühlt – sehr angenehm. Der Tag verging im Nu und um 15 Uhr war ich zwar nicht fertig, fuhr aber trotzdem nach Hause. Dort packte ich schnell die Schuhe ein, in die die neuen Einlagen angepasst werden sollten. Fühlt sich erstmal gut an, allerdings ist ja nun momentan eher Sandalenwetter und deshalb habe ich sie auch gleich wieder ausgezogen. Mal sehen, wann sie dann zum ersten Mal richtig zum Einsatz kommen werden.
Im Hinterhofgarten gibt es schon Knospen der Herbstanemone. Ziemlich früh, finde ich.

Kurzer Donnerstag. Nach der Arbeit habe ich eine halbe Stunde Yoga Nidra geruht. Das tat gut. Am Nachmittag gab es schöne Yogastunden und am Abend lag ich früh im Bett und habe gelesen.

Freitagmorgen war ich nicht auf dem Markt. Zu faul. Lieber wollte ich noch einen Moment im Bett liegen. Aber um 7:30 stand ich auf der Yogamatte. Anschließend war ich froh, dass ich den neuen Regenmantel dabei hatte. Ich wäre sehr nass geworden. Bei der Arbeit ereilte mich eine Anfrage mit einer noch dringend zu erledigenden Aufgabe. Habe ich in Windeseile geschafft. Und genauso schnell bin ich dann nach Hause gefahren und von dort aufs Dorf. Ich habe noch keine gute Bezeichnung für die kleine Wohnung bei Erica im Haus gefunden. Vielleicht ist es einfach die Wochenendwohnung oder gar ein Wochenendhaus.
Dort war ich mit einem Neffen (2. Grades) verabredet, der mir beim Streichen und Tapezieren vom Flur helfen sollte/wollte. Beim Streichen habe ich ihm geholfen. Beim Tapezieren habe ich Tapete geschnitten und er hat den Rest erledigt. Sieht sehr toll aus. Demnächst mache ich auch mal ein Foto.

Samstagmorgen war ich um halb 7 wach und bin auch gleich aufgestanden, damit ich noch ein wenig Ruhe hatte, bevor Erica und die Nachbarschaft wach wird. Als rundum – ratsch, ratsch, ratsch, die Rolläden hochgezogen wurden, hatte ich schon den ersten Tee getrunken und saß mit Kaffee in der Morgensonne.

Gegen halb 11 fuhr ich ins Naturschwimmbad Grebenstein. Dort hatte ich damals, als es noch ein normales Chlorschwimmbad war, mein Freischwimmabzeichen erschwommen. Zu mehr kam es nie. Sehr schön und leer war es dort. Und etwas kalt. Das mag ich ja. Aber wenn ich richtig schwimmen will, ist es nicht immer so gut geeignet. Nach 20 Minuten fingen die Fingerspitzen an zu kribbeln und nach 45 Minuten musste ich leider aufhören, weil die Finger taub waren und mir ziemlich kalt. Ich habe sehr lange geduscht, aber bedauerlicherweise wurde mir den ganzen Tag bis zum Abend nicht mehr richtig warm.

Auf dem Rückweg in die Wochenendwohnung (ich übe mal, wie sich das so schreibt) bekam ich plötzlich Heimweh. Nicht nach der Wochenendwohnung, sondern richtig nach zu Hause. Vielleicht ist es gerade einfach zu viel Landidylle. Eigentlich wollte ich bis Sonntag bleiben, packte aber am späten Nachmittag meine Sachen und fuhr nach Hause.

Und dort fuhr ich dann sogar noch zu einer kleinen queeren Gartenparty ins Boreal und traf dort A. & T.

Es gab prima Musik von DJ Miss Betty Ford. Und ihr nämlich verdanke ich die Bekanntschaft von Božo Vrećo. Und dafür danke ich ihr eigentlich jedes Mal, wenn ich sie sehe. Diesmal habe ich nichts gesagt. Will ja nicht nerven.

Zwischendrin hatten wir noch Falafel Dürüm und Pommes. Lecker. Auf dem Rückweg habe ich blöderweise meinen Schlüssel verloren. Keine Ahnung, wie das passieren konnte. Glücklicherweise war wirklich nur mein Haustürschlüssel und der Fahrradschlüssel dran. Und die Nachbarin war zu Hause, sodass ich in meine Wohnung kam. Nun muss ich neue Schlüssel nachmachen lassen. Sehr ärgerlich.

Für Sonntag hatte ich Ausruhen geplant. Die letzten Wochenenden waren immer so durchgeplant und ich wollte einfach überhaupt nichts müssen. Hat geklappt. Ich habe zwar trotzdem aufgeräumt, geputzt, gestaubsaugt und gewaschen, aber auch gelesen und am Morgen sehr lange geschlafen.

Und ich war sogar eine halbe Stunde im Hinterhofgarten und habe im wilden Blumenbeet allerlei Gewucher herausgerissen.

Und viel gelesen habe ich natürlich auch. Dazu gab es Nescafé Frappé mit Erinnerungen an die Freundin in Berlin.
Am Abend gab es weiße Bohnen in Tomatensoße. Liebe ich gerade sehr. Währenddessen lief Breaking Boundaries aus der ARD Mediathek.
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Hier blühen die Herbstastern tatsächlich schon. Verrückt!
Liebe Grüße aus Bielefeld.
Na das ist aber auch sehr früh. Alles gerät durcheinander bei dem Klimawandel.
Viele Grüße nach Bielefeld