38 KW September 2019 – Ein kleiner Unfall, viel Arbeit und ein entspanntes Wochenende

Noch einmal eine sehr volle Woche mit viel emsigem arbeiten. Am Anfang der Woche habe ich mich bei dem Gedanken „Hoffentlich geht die Woche schnell herum.“ ertappt. Das gefällt mir nicht. Ich will schöne oder zumindest ganz nette Wochen haben und keine die schnell vorbei sein sollen. Glücklicherweise kommt das auch selten vor. Die kommende Woche jedenfalls wird wieder anders.

Zusätzlich zur emsigen Arbeit hatte ich am Mittwoch mal wieder einen kleinen Haushaltsunfall. Ich kam um 20 Uhr, nach dem Yoga, nach Hause und habe schnell, schnell alles vorbereitet um Hummus herzustellen. Und während die Kichererbsen mit Tahin, Salz, Zitronensaft, Cumin und Eiswürfeln im Mixer herumpolterten, habe ich, wieder schnell, schnell, den Pürierstab aus der Schublade geholt um die Kohlrabisuppe zu pürieren. Eine genauere Beschreibung der folgenden Begebenheiten lasse ich mal aus. Nur so viel: ich bin so froh eine Nachbarin zu haben die nicht nur ausgesprochen nett ist, sondern außerdem noch Krankenschwester. Während ich also meine Hand über ihre Spüle hielt, um nicht den Fußboden blutig zu tropfen und dabei herumhüpfte, um mich von den Schmerzen abzulenken, verteilte sie den Inhalt ihrer Notfalltasche auf der Arbeitsplatte um Klammerpflaster zu suchen. Ich wusste überhaupt nicht das Klammerpflaster existiert. Anschließend wurde ich verarztet und musste noch einen Moment die Beine hoch legen, bevor ich wieder zurück in meine Wohnung konnte um den (oder das?) Hummus im Kühlschrank zu verstauen, die Kohlrabisuppe zu essen und mich dann ins Bett zu legen. Einschlafen war schwer weil ich dauernd das Bild von meinem Finger im Pürierstab vor Augen hatte. Ja natürlich, den Stecker sollte man immer heraus ziehen. Hab ich aber nicht. Nächstes Mal ganz sicher.

Alle Dinge die am Donnerstag zu erledigen waren, haben auch mit verletztem Finger gut geklappt. Sogar Yoga am Morgen und der Unterricht am Abend. Also alles halb so schlimm. Als ich vom Yoga nach Hause kam, klingelte es eine halbe Stunde später und der Kölner Blitzbesuch stand vor der Tür und hatte sogar ein nachträgliches Geburtstagspäckchen für mich mitgebracht. Vielleicht kann ich mir in Zukunft die eine oder andere Frage nach allerlei kleinen Blüten selbst beantworten.

Freitag ab 14:30 war alle Arbeit erledigt und das Wochenende stand vor der Tür. Auf dem Heimweg habe ich bei der großen Fridays4Future Demo gehalten. So viele Menschen. Toll. Anschließend ausruhen auf dem Sofa und am Abend zu einer Art Kochkurs mit der GartenChefin und weiteren Freundinnen. Ich habe gelernt wie man Zieharmonikaartige Hefeteigdinger macht die als Zwiebelstangen auf dem Rezeptzettel bezeichnet wurden. Ich hätte den Teig, zusätzlich zur selbst hergestellten Kräuterbutter, außerdem noch mit einer Tüte Zwiebelsuppe bestreuseln sollen. Das habe ich dann einfach vergessen – ich bin keine Freundin von Tütensuppe. Als reine Zieharmonikastangen mit Kräuterbutter waren sie sehr lecker.

Am Samstag bis halb 9 Uhr geschlafen. Lange auf dem Balkon Tee getrunken und gelesen währen die Waschmaschine rumpelte. Zwischendrin Dinge sortiert und Vorbereitungen für die bevorstehende Reise getroffen. Am Mittag kam die Gartenfreundin zu einer kleinen Packlistenberatung, sie fährt nämlich nächste Woche auch in den Urlaub. Nachmittags zum wöchentlichen Einkauf mit Erica gefahren. Wir waren in Hofgeismar. Und weil es dort ein Café mit ausgesprochen leckeren Torten gibt, habe ich Erica einen Besuch vorgeschlagen. Sie war einverstanden. Für Erica also gab es Kaffee Haag und Torte und für mich eine Tasse Earl Grey – ich habe zwar am Dienstag wieder angefangen zu essen aber für Torte bin ich noch nicht bereit. Anschließend noch eine Flasche Biovital für Erica gekauft und dann zurück zum Auto spaziert.

In Obermeiser alle Einkäufe verstaut. Ich laufe immer gerne nochmal durch den Garten. Hinterm Haus haben sich die Nachtkerzen ausgebreitet. Ich bin überrascht, dass sie Erica gefallen und noch nicht mit Stumpf und Stiel vernichtet wurden damit der Weg ordentlich aussieht.

Der Pflaumenbaum hängt sehr voll in diesem Jahr. Die Pflaumen sind sehr lecker und haben überhaupt keinen einzigen Wurm.

Erica hatte schon immer einen extravaganten Geschmack wenn es um Gardinen geht.

Auf dem Weg nach Kassel natürlich an der Blumenpflückwiese angehalten und mich später im Auto darüber gefreut, dass ich auf meiner persönlichen ‚mit Erica Geduldheitsskala‘ heute bei 7 war. Das ist schon sehr nah an totaler Gelassenheit, was 10 wäre.

Am Abend habe ich von der Nachbarin noch meinen Finger begutachten lassen. Sieht gut aus. Nur noch ein paar Tage das Pflaster drauf lassen. Um 22 Uhr lag ich im Bett und um 23 Uhr wurde das Licht ausgeknipst.

Am Sonntag, also heute, habe ich die Reisevorbereitungen fortgesetzt, Wäsche gebügelt, Buch gelesen und zum Mittagessen gab es RoteBeeteMöhreApfel Rohkost. Das gibt es seit Dienstag täglich. Ist immer mein Essen nach dem Fasten.

Später einen Kaffee. Mit dem Kaffee ist es nicht so einfach. Den muss ich mir immer erst wieder langsam lecker trinken. Heute ging es schon besser als am Freitag und Samstag.

Am Morgen, beim Yoga, habe ich bemerkt, dass ich womöglich wieder eine Bakerzyste in der Kniekehle habe. Mist. Ich will ja wandern während meiner Reise. Schnell wieder die Nachbarin zu Rate gezogen und mit einer großen Flasche Retterspitz zurückgekehrt und damit Umschläge gemacht. Es wurde besser. Also ein wenig über den Friedhof spaziert, immerhin war schönster Sonnenschein und ich war so lange nicht beim Gorilla. Der nahm mir meine lange Abwesenheit so richtig übel und würdigte mich keines Blickes. Wie soll ich das bloß wieder hinbiegen?

Das wird eine Zinnie.

Auf dem Heimweg waren plötzlich Katzen am Himmel wo sonst Wolken waren.

Und an dem Haus in dem mal eine Freundin gewohnt hat, habe ich türkische Wurst gesichtet.

Meinen seltsamen Balkon mit Fenstern von unten betrachtet. Ganz schön lang die Kapuzinerkresse.

Im Hinterhofgarten noch schnell die neue Herbstanemone gegossen die ich letzten Sonntag gepflanzt habe. Sie ließ am Freitag alle Blätter hängen. Vielleicht hat sie sich noch nicht richtig im Boden verwurzelt.

Aus den Tomaten die ich gestern aus Erica’s Garten mitgebracht habe, gab es Tomatensalat mit ein paar übriggebliebenen Kichererbsen von Donnerstag.

Und nun dämmert es am Hinterhofhimmel. Zeit für die Badewanne.

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