Montagmorgen 7°, ganz schön kalt. Ich steckte vorsichtshalber die Handschuhe in die Tasche. Auf halbem Weg zog ich sie dann auch an. Geschäftiges arbeiten bis um halb 4. Eigentlich hatte ich vorgehabt zum Wählen zu gehen, aber dazu war es zu spät, weil ich vorher noch etwas besorgen musste und das Wahlbüro um 16 Uhr schließt.
Montag. Schon beim Aufwachen hatte ich das Gefühl, dass ich viel fitter bin als in den letzten Tagen. Und so ist es auch bis zum Abend geblieben. Deshalb bin ich dann mit guter Laune nach der Arbeit noch zu einer schönen Feier geradelt.
So schöner Nebel am Montagmorgen. Bestimmt würde die Sonne am Nachmittag scheinen, deshalb hab ich gleich Badesachen eingepackt. Ein recht entspannter Arbeitstag und danach das Seebad. So kann die Woche weiter gehen.
Am nächsten Morgen werde ich in der muffigen Ferienwohnung wach. Ich trinke Tee im Bett und bin etwas wehmütig, weil mir das Cihangir Yogastudio fehlt. Es ist nicht nur einfach geschlossen, sondern auch das Schild am Haus wurde entfernt. Vermutlich ist Corona der Grund dafür. In einem weiter entfernten Stadtteil gibt es noch eine Filiale, aber der Weg ist zu weit um dort jeden Vormittag hin zu fahren. Das finde ich sehr, sehr schade, denn der Yogaunterricht hat mir dort so viel Spaß gemacht, meinen Tag strukturiert und ist seit all den Jahren für mich so eng mit meinen Istanbul Besuchen verbunden. Deshalb bin ich etwas traurig und fühle mich ein klein wenig verloren.
Weil mein Geburtstag auf einen Sonntag fiel, hatte ich mir am Montag einen freien Tag geschenkt, der sich aus abzubummelnden Überstunden zusammensetzte.